Zum zweiten Mal nach 2009 veranstaltet der Kreis Pinneberg seine “Umwelttage“. Vom 20. bis 26. Juni sind wieder die Kindergärten und Schulen aufgerufen, sich zu beteiligen.

Kreis Pinneberg. Der Umweltausschuss des Kreistages hat mit der Leitstelle Klimaschutz der Kreisverwaltung ein buntes Programm zusammengestellt, das in dieser Juni-Woche vor allem bei Kindern und Jugendlichen um mehr Verständnis für den Umweltschutz und ökologische Zusammenhänge werben und das Bewusstsein schärfen will. Bei der Premiere vor zwei Jahren nahmen 800 Schüler an den Veranstaltungen teil.

Das Motto der Umwelttage lautet dieses Mal: "Klimaschutz macht Appetit". Da passt es, dass die Auftaktveranstaltung am Montag, 20. Juni, in der neuen Schulmensa "KantUene" in der Uetersener Bleekerstraße stattfinden wird. Dort werden von 15 Uhr an Umweltprojekte und Mitmachaktionen vorgestellt, die informieren und zum Nachdenken und Nachmachen anregen sollen, erklärt Projektleiterin Anja Vratny aus der Kreisverwaltung.

Jede Schule kann sich die Projekte in den Unterricht holen

Anschließend kann sich jede Schule und jeder Kindergarten die Projekte und Informationsveranstaltungen in den Unterricht und ins Haus holen. Obstbauern erklären ihnen, wann es die besten Erdbeeren gibt. Biolandwirte stellen ihre Ökoferkel vor. Der Imkerverein zeigt sein Bienenmuseum. Die Schüler und Vorschüler erfahren von Fachleuten, wie aus Getreide Brot gemacht wird, wie gesunde Hühner leben und vor allem, was sie essen müssen, um sich gesund und ausgewogen ernähren zu können. Da gibt es dann so spannende Programmpunkte wie die "Einkaufsrallye im Supermarkt", das "Klimafrühstück" oder "die lange Reise bis zum Kochtopf", die beschreibt, welche Umwege unser Gemüse und Obst nimmt, bevor es auf den Tisch kommt.

Aber auch die Anbauländer selbst und wie dort die Landwirte ihre Pflanzen anbauen und vermarkten, wird angesprochen. Vertreter vom Weltladen und von Nabu- und Agenda-Gruppen erklären dabei, dass Schokolade nicht auf Bäumen wächst und die meisten exotischen Früchte, die wir essen, nicht unter besonders menschenwürdigen Bedingungen angepflanzt und die Bauern dabei von den Konzernen und Industrieländern oft über den Tisch gezogen werden.

Erwachsene können auch mitmachen. Sie sind aufgerufen, sich am Wettbewerb der besten Rezepte mit regionalen Erzeugnissen zu beteiligen. Dies könnte von der Fliederbeersuppe bis zum Steckrübeneintopf reichen, wirbt Kreistagsabgeordnete Anna-Ilse Wehner dafür. Die besten zwölf Rezepte werden als Kalender aufgelegt.

Das gesamte Programm der Umwelttage wird jetzt an alle Schulen und Kindergärten verteilt. Ansprechpartnerin ist Anja Vratny in der Kreisverwaltung Pinneberg, Telefon: 04101/21 21 08. Es steht auch auf der Homepage des Kreises Pinneberg.

www.klimaschutz.kreis-pinneberg.de