Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Kita-Mitarbeiter sollen nicht schlechter gestellt werden

Henstedt-Ulzburg. Die vier Fraktionen, die in Henstedt-Ulzburg eine Umstrukturierung der kommunalen Kindertagesstätten in eine Anstalt öffentlichen Rechts umsetzen wollen, haben sich ein weiteres Mal an die rund 200 betroffenen Mitarbeiter gewandt.

Diese hatten sich in einer Umfrage im vergangenen Jahr mit 84 Prozent gegen die AöR und somit für einen Eigenbetrieb ausgesprochen. Ein Hauptgrund war, dass die Fachkräfte Nachteile befürchten, wenn sie nicht mehr direkt bei der Gemeinde angestellt sind. Nun heißt es in einer Pressemitteilung von CDU, WHU, BfB und FDP: "Die Politik hat den Mitarbeitern klare Zusagen gemacht. Alle Verträge werden so gestaltet, dass niemand schlechter gestellt wird oder Ansprüche verliert – und das gilt zeitlich unbegrenzt."

An der grundsätzlichen Argumentation ändert sich indes nichts. "Die Verwaltung würde entlastet und die Beschäftigten in den Kitas bekämen eine professionelle Leitung, die sich ausschließlich um ihre Belange und darüber hinaus um einen guten und möglichst reibungslosen Betrieb der Kitas kümmern kann", heißt es.

Wie berichtet, hatte die Gemeindevertretung am Dienstag eine Organisationssatzung für die AöR beschlossen, sodass diese am 1. Juli 2017 entsteht. Ob die Kitas zum Jahreswechsel übergehen, ist allerdings offen. Derzeit prüft die Kommunalaufsicht, ob das Bürgerbegehren der Initiative "Pro Eigenbetrieb" (2768 Unterschriften) das Quorum von 1803 Stimmen erreicht hat und zudem rechtmäßig war. Ist das der Fall, könnte am 24. September ein Bürgerentscheid stattfinden. Die Fraktionen "pro AöR" haben ihrerseits jedoch rechtliche Zweifel, sodass ein Gerichtsverfahren nicht ausgeschlossen ist.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.