Norderstedt
28.01.13

Empfang

Stadt ehrt "Ersthelfer für die Seele"

Stadtpräsidentin Oehme und Oberbürgermeister Grote begrüßten 300 Gäste in der "TriBühne". Kriseninterventionsteam bekam Bürgermedaille.

Von Wolfgang Klietz
Foto: Wolfgang Klietz
Stadtpräsidentin Kathrin Oehme überreicht dem Kriseninterventionsteam und seinem Gründer Gunnar Urbach die Bürgermedaille der Stadt Norderstedt
Stadtpräsidentin Kathrin Oehme überreicht dem Kriseninterventionsteam und seinem Gründer Gunnar Urbach die Bürgermedaille der Stadt Norderstedt

Norderstedt. 300 Hände haben sie geschüttelt. Und wer als besonders gern gesehener Gast kam, durfte sich auch über eine herzliche Umarmung freuen. Norderstedts Stadtpräsidentin Kathrin Oehme und Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote begrüßten am Sonntag Bürger der Stadt und aus den Nachbarkommunen beim Neujahrsempfang in der "TriBühne".

Oehme empfing die Künstlerin Christa Heise-Batt und Kaltenkirchens Bürgervorsteherin Elke Adomeit mit offenen Armen, von Alt-Rock'n'Roller Heppo Steel gab es ein Küsschen fürs Stadtoberhaupt. Mit den Worten "Na, Mädchen, wie geht es Dir?" und einer freundschaftlichen Umarmung empfing der Oberbürgermeister Landrätin Jutta Hartwieg an der Eingangstür. Die Bigband der Freiwilligen Feuerwehr Garstedt spielte dazu "Up Up And Away In My Beautiful Balloon".

Das Kriseninterventionsteam besteht aus geschulten Ehrenamtlern

Zu den Gästen zählte auch Henstedt-Ulzburgs Bürgermeisterin Elisabeth von Bressensdorf, die am Abend zuvor in ihrer Gemeinde den Bürgerball gefeiert und vergebens nach Grote Ausschau gehalten hatte. "Wir haben Sie vermisst", sagte sie beim Handschlag zum Oberbürgermeister. Jüngster Gast des Empfangs war der 20 Monate alte Finn Rosacker, der sich gemeinsam mit seinen Eltern Karen und Ingo in die lange Menschenschlange vor dem Gästebuch eingereiht hatte. Für Finn war es bereits der zweite Neujahrsempfang seines Lebens. Er war auch schon im vergangenen Jahr dabei.

Das Bild im Saal bestimmten die Leuchtwesten des Kriseninterventionsteams (KIT). Oehme zeichnete die 24 Helfer mit der Bürgermedaille der Stadt aus und würdigte ihr ehrenamtliches Engagement. Trotz der vielen Vorschläge sei sich die Jury sehr schnell einig geworden, das KIT auszuzeichnen, sagte Oehme. "Die Menschen im KIT sind ,Ersthelfer für die Seele'", sagte sie.

Das 1997 gegründete Team besteht aus geschulten Ehrenamtlern, die nach Verbrechen oder Unglücksfällen Opfer, Hinterbliebene oder Einsatzkräfte seelisch unterstützen. Organisatorisch gehören sie zum Malteser Hilfsdienst. "Sie nehmen in den Arm, spenden Trost, hören zu oder sind einfach nur da", sagte die Stadtpräsidentin. Binnen 20 Minuten nach der Alarmierung durch die Rettungsleitstelle sei das KIT vor Ort - zu jeder Tageszeit, auch an Feiertagen. Oehme: "Das geschieht im Verborgenen und unentgeltlich."

Mit Tesa kommt eine Weltmarke nach Norderstedt

Grote wies zu Beginn seiner Neujahrsansprache darauf hin, dass der Empfang in diesem Jahr auf den Holocaust-Gedenktag falle. Die Stadt habe intensiv die Frage diskutiert, ob die Veranstaltung an diesem Tag stattfinden könne. "Ja, denn es ist ein guter Tag, sich zu erinnern", sagte Grote. An diesem Tag könne das Gemeinwesen zeigen, dass es zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehe.

"Es geht uns gut", sagt Grote mit Blick auf die wirtschaftliche Situation in Norderstedt. Die Finanzplanung weise Überschüsse aus, die Stadt habe ihre Kreditaufnahme reduziert. Mit Tesa komme eine Weltmarke nach Norderstedt, die 160 Millionen Euro investiere.

Die Diskussion über die Arbeitsplätze bei Lufthansa am Schützenwall zeige aber auch, wie dicht Licht und Schatten beieinander lägen und wie gering der Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen sei. Die Gemeinschaft in der Stadt sei gefordert, Konsequenzen wie Arbeitslosigkeit, persönliche Schicksale und Sorgen aufzufangen.

"Sie können sicher sein, dass Verwaltung und Politik alles tun werden, um Arbeitsplätze in unserer Stadt zu erhalten und die Voraussetzungen herstellen, um neue zu schaffen und vorhandene zu stärken", sagte Grote. Angesichts der Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten Norderstedts blicke er zuversichtlich ins neue Jahr.

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