Norderstedt
13.11.12

Fußsprechstunde

Was tun, wenn's nicht mehr so richtig läuft?

Bei der Telefonaktion standen die Ärzte des Klinikums Bad Bramstedt den Abendblatt-Lesern zum Thema Fuß Rede und Antwort.

Von Wolfgang Klietz
Foto: dpa
«Barfuß mit Leib und Seele»
Das Interesse der Abendblatt-Leser am Thema Fuß war groß. Viele Anrufer berichteten von ihrem Beschwerden und fragen um Rat

Bad Bramstedt . Die Telefone klingelten pausenlos. Die Leser der Regionalausgabe Norderstedt des Hamburger Abendblattes gönnten den Ärzten Annette Götz und Frank Timo Beil keine Pause bei der Telefonsprechstunde zum Thema Fuß.

Sie berichteten den Medizinern des Klinikums Bad Bramstedt von ihren Beschwerden und informierten sich über Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. In mehreren Fällen war eine Untersuchung in einer Orthopädie-Praxis oder in einem Krankenhaus erforderlich.

Die Abendblatt-Redaktion hat exemplarisch Fragen der Leser und Antworten der beiden Orthopäden aus Bad Bramstedt zusammengestellt.

Eine Anruferin leidet unter einer wandernden Zyste an der Ferse und fragt, welche Behandlung in Frage kommt.

Antwort: Zysten können spontan verschwinden, wenn sie nicht allzu groß sind. Größere Zysten können punktiert und mit Cortison behandelt werden, doch nicht immer bringen dieser Verfahren eine langfristige Linderung. Eine Alternative bietet die operative Entfernung.

Ein Anrufer berichtet von starken Schmerzen im Sprunggelenk, die besonders beim Stehen entstehen und sich bis zu den Zehen ausdehnen.

Antwort: Ursache dieser Beschwerden könnte eine Arthrose sein. Der Verschleiß führt beispielsweise zu Schmerzen beim Aufstehen nach Ruhephasen. Patienten sollten bei dieser Diagnose ihr Gelenk nicht ruhig stellen, sondern sich bewegen. Das Sprunggelenk kann bei Bedarf mit einer Schuhzurichtung geschont werden. Ein Zusammenhang mit Schmerzen in den Zehen ist jedoch unwahrscheinlich.

Eine Anruferin leidet nach einer Sehnenscheidenentzündung seit einem Jahr unter starken Schmerzen im linken Fuß und kann kaum noch auftreten. Nach dem Aufstehen verspürt sie dort ein Knacken.

Antwort: Wenn die Schmerzen bereits so lange andauern, ist die Entzündung vermutlich noch nicht ausgeheilt und muss dringend behandelt werden. Andernfalls können die Sehnen reißen. Das Knacken ist damit allerdings nicht zu erklären.

Ein Orthopäde hat vor sechs Wochen bei einer Frau eine Verknöcherung (Fersensporn) im Fuß festgestellt und Einlagen verordnet. Sie fragt, wann die Schmerzen vorüber sind.

Antwort: Die Schmerzen werden verschwinden, aber niemand weiß wann. Sind sie zu groß, können Medikamente eingesetzt werden. Zur Behandlung starker Schmerzen kommt außerdem eine Röntgenschmerzbestrahlung durch einen Radiologen in Frage.

Eine 97-jährige Frau , die noch selbst ihren Haushalt bewältigt, klagt über Fersenschmerzen und druckempfindliche Zehen. Sie kann nur noch offene Pantoffeln tragen.

Antwort: Ursache der Beschwerden könnte eine Fehlstellung durch einen Spreizfuß sein, die zu einer Nervenentzündung geführt hat. In der Regel kann ein Orthopäde die Probleme mit Einlagen und Medikamenten behandeln ohne zu operieren.

Mehrere Anrufer berichten den beiden Medizinern von ihrer Neuropathie in den Füßen. Dabei handelt es sich um Empfindungsstörungen, unter der häufig Diabetiker leiden.

Antwort: Patienten mit Neuropathie sollten regelmäßig zur Fußpflege gehen und ihre Füße auf Druckstellen überprüfen lassen. Einlagen können nützlich sein, um den Fuß weich zu betten. Grundsätzlich sind Neurologen für die Behandlung der Krankheit zuständig. Kommt es in schweren Fällen zu einer Zerstörung der Gelenke, wird auch der Orthopäde hinzugezogen.

Nach einem langen Spaziergang sind bei einer Anruferin plötzlich Schmerzen in den Zehen und im vorderen Ballen aufgetreten.

Auch hier kann eine Fehlstellung der Zehen durch einen Spreizfuß die Ursache sein. In diesem Fall helfen Einlagen bei einer gleichmäßigeren Belastung des Fußes. Denkbar ist außerdem, dass es im Fuß durch Überlastung zu einer "Marschfraktur" gekommen ist. Darunter verstehen Mediziner kleine Risse in den Knochen, die auf einem Röntgenbild zu erkennen sind.

Die Fußsprechstunde des Klinikums ist jeden Dienstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Termine unter Telefon 04192/902 240. Gesetzlich Versicherte benötigen eine Überweisung.

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