21.02.13

Kriminalität

Die miese Masche eines angeblichen "Erotik-Fotografen"

Via Internet nahm der 37-Jährige Kontakt mit seinen Opfern auf. Er mischte ihnen Schlafmittel ins Getränk und verging sich an ihnen.

Foto: dpa
Justitia
Eine Justitia als Symbolbild der Gerichtsbarkeit

Braunschweig. Wegen sexueller Nötigung, schwerer Vergewaltigung und Körperverletzung muss ein angeblicher Erotik-Fotograf für sechseinhalb Jahre hinter Gitter. Zudem hat das Landgericht Braunschweig am Donnerstag die Einweisung des 37-Jährigen in eine Alkohol-Entziehungsanstalt angeordnet. "Die Opfer hatten keinerlei Möglichkeit zur Gegenwehr", begründete die Richterin das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist.

"Seit 2009 war der Angeklagte im Internet unterwegs, um unter falscher Identität Kontakt zu bekommen", führte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung aus. In vielen Fällen sei es zum einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gekommen. Auch mit einigen der fünf Klägerinnen hatte er zunächst mit deren Einverständnis Sex. Andere hatten zuvor klar abgelehnt, ergaben die Zeugenaussagen.

Meist traf er sich mit den Frauen in seiner Wohnung. In die Getränke, die der angebliche Fotograf anbot, mischte er Schlafmittel.

Die wehrlosen Frauen zog er aus und missbrauchte sie, manche über Stunden immer wieder. Die Beweise lieferte der Mann selbst – er fotografierte und filmte die Taten. Eine der Frauen wunderte sich schließlich, als sie erwachte und sich ihre Nacktheit nicht erklären konnte. Sie alarmierte die Polizei, die in der Wohnung des Mannes reichlich Beweismaterial sicherstellte. Nach seiner Festnahme gestand der Mann alle Taten.

Obwohl er jedesmal unter Alkoholeinfluß gehandelt hatte, sah die Kammer die Steuerungsfähigkeit des Mannes nicht beeinträchtigt. Die Staatsanwältin kündigte an, eine Revision zu prüfen. Sie hatte zehn Jahre gefordert.

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