15.01.13

Oldenburg

13 Jahre Haft für Schüsse auf Ex-Freundin

Verurteilung wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung sowie schwerer räuberischer Erpressung.

Von Vera Jansen
Foto: dapd
25-Jaehriger schiesst Ex-Freundin vor Schule nieder und fluechtet
Der Tatort im Mai: Die Schüsse fielen an einer Bushaltestelle

Oldenburg. Für Schüsse auf seine Ex-Freundin muss ein 27-Jähriger für 13 Jahre in Haft. Das Landgericht Oldenburg verurteilte den Mann am Dienstag wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie schwerer räuberischer Erpressung. Die Anklage hatte 14 Jahre, die Verteidigung sieben Jahre Haft gefordert. Der Mann hatte zugegeben, im Mai vergangenen Jahres vor einer Schule in Bad Zwischenahn (Kreis Ammerland) dreimal auf seine Ex-Partnerin und Mutter des gemeinsamen Sohnes geschossen zu haben. Die damals 24-Jährige wurde schwer verletzt.

Von einer "hässlichen Tat" sprach der Vorsitzende Richter Sebastian Bührmann in der Urteilsbegründung. "Sie sind dahin gefahren, um sie zu töten", sagte er. "Es sollte eine Strafe sein, weil sie ihren Sohn nicht sehen konnten."

"Es tut mir sehr leid, ich würde es gerne ungeschehen machen", sagte der 27-Jährige in seinem Schlusswort. Er war laut Anklage am Morgen der Tat mit seinem Auto in die Nähe der Schule fahren. Als seine Ex-Freundin den Sohn im Kindergarten abgeliefert hatte und im Auto an einer roten Ampel wartete, sei er in den Wagen gesprungen und habe die Frau mit der Pistole bedroht. Die Frau habe "Höllenangst vor dieser Waffe" gehabt, so der Richter. Nachdem er eine Weile mit ihr umhergefahren sei, habe er schließlich – zurück an der Schule - im Auto auf sie geschossen.

Drei Schüsse trafen die damals 24 Jahre alte Frau dabei aus nächster Nähe – der erste Schuss traf die linke Brustkorbseite, der zweite ging durch den rechten Oberarm und in die rechte Bauchhöhle, der dritte traf das Kinn. Nach dem medizinischen Gutachten grenze es an ein Wunder, dass das Opfer überlebt habe, sagte der Staatsanwalt. "Jeder der Schüsse war potenziell lebensgefährlich."

Das Opfer schleppte sich noch aus dem Auto und brach an einer Bushaltestelle vor den Augen von Schülern zusammen. Der 27-Jährige lief zu seinem Wagen und flüchtete. Nachdem er mit seinem Auto einen Unfall gebaut hatte, bedrohte der Mann eine Autofahrerin mit der Waffe, zwang sie zum Aussteigen und flüchtete mit ihrem Wagen.

(dpa)
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