Religion Auch Bremen unterzeichnet Staatsvertrag mit Muslimen

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Vertrag mit muslimischen Verbänden regelt Bau von Moscheen, Umgang mit Feiertagen und Bestattungen nach islamischem Recht.

Bremen. Als zweites Bundesland nach Hamburg hat Bremen einen Staatsvertrag mit den muslimischen Verbänden unterzeichnet. Dieser soll die Beziehungen zwischen der Landesregierung und den mehr als 40.000 Muslimen in Bremen regeln. In der Vereinbarung geht es unter anderem um den Bau von Moscheen, die Feiertage und Bestattungen nach islamischen Recht.

So dürfen sich muslimische Arbeitnehmer und Schüler künftig an bestimmten islamischen Feiertagen freinehmen. Allerdings wird den muslimischen Gemeinden nicht der weitergehende Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts zugestanden, den die christlichen Kirchen und die jüdischen Gemeinden haben. Der Vertrag beinhaltet aber auch ein Bekenntnis zum Grundgesetz und zur Gleichstellung von Mann und Frau.

Der Vertrag sei ein wichtiges Zeichen von Respekt gegenüber den Muslimen, sagte Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) am Dienstag bei der Unterzeichnung. Nächste Woche soll der Landtag über den Vertrag debattieren.