14.11.12

Brennelemente

Mox-Transport am Sonntag in Niedersachsen erwartet

Die Lieferung der umstrittenen Brennelemente hat den britischen Hafen Workington verlassen und könnte bereits Sonntag in Grohnde eintreffen.

Von Max Eckardt
Foto: dapd
Protest in Grohnde gegen Mox-Transport
Bereits am 3. November demonstrierten Atomkraftgegner gegen einen Mox-Transport. Bereits am Sonntag könnten erneut Brennelemente aus England in Grohnde eintreffen

Nordenham/Grohnde. Der umstrittene Transport plutoniumhaltiger Mischoxid (Mox)-Brennelemente ist nach Angaben von Umweltschützern auf dem Weg nach Niedersachsen. Das Transportschiff "Atlantic Osprey" habe in der Nacht zum Mittwoch den britischen Hafen Workington verlassen, teilten Bürgerinitiativen und Greenpeace mit. Sie beriefen sich auf Beobachtungen britischer Atomkraftgegner vor Ort. Eine offizielle Bestätigung für die Abfahrt des Schiffes gab es aber nicht.

Im niedersächsischen Hafen Nordenham, wo die "Atlantic Osprey" anlegen soll, habe die Polizei mit dem Aufstellen von Halteverbotsschildern begonnen, berichteten Anwohner der Nachrichtenagentur dapd. Auch Absperrgitter seien dort bereits abgeladen worden. Greenpeace rechnet damit, dass das Schiff am Samstag oder Sonntag in Nordenham ankommt. Von dort sollen die acht Brennelemente mit Lastwagen weiter zum Atomkraftwerk Grohnde transportiert werden.

Die Anti-Atomkraft-Bewegung kündigte massive Proteste gegen den Transport an. Sowohl in Nordenham als auch in Grohnde werde es Demonstrationen geben. Nahe des AKW wollen Aktivisten ab Freitag ein Camp beziehen. Landwirte kündigten eine Sternfahrt mit mehr als 100 Traktoren an. Auch atomkraftkritische Bauern aus dem Wendland wollten sich daran beteiligen, hieß es.

Tobias Darge von der Regionalkonferenz "Grohnde abschalten" warnte vor unkalkulierbaren Gefahren des hochgiftigen Plutonium in den Brennstäben. Schon kleinste Mengen reichten aus, um Lungenkrebs auszulösen. Robin Wood verlangte die Sperrung aller deutschen Häfen für Mox-Transporte. Sie setzten die Bürger enormen Gefahren aus und dienten nur dem Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Grohnde.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisierte den Zustand des Transportschiffes. Schon 2006 sei bei einer Überprüfung der "Atlantic Osprey" aufgefallen, dass an Bord Dosimeter zum Messen von Strahlung fehlten und die Mannschaft nicht im Strahlenschutz geschult gewesen sei. Auch der Brandschutz und die Notfallbox für Atomunfälle seien unvollständig gewesen.

Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Top Video Alle Videos
Der Ebola-Kranke wurde auf eine Isolierstation in Hamburg-Eppendorf gebracht.Brightcove Videos

Der betroffene Mann ist in Westafrika an Ebola erkrankt. Mit einem Spezial-Jet ist er zunächst in Hamburg gelandet und wurde dann von einem Infektionsrettungswagen abgeholt. mehr »

Top Bildergalerien mehr
Abschied

"Gorch Fock" zu neuer Fahrt gestartet

Ausbruch

Vulkan Bárdarbunga auf Island spuckt Lava

Handball

HSV verliert nach großem Kampf gegen Kiel

Tennis

US Open 2014 – die besten Bilder

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr