10.07.13

Binnenschiffer

Streik: Vor Schleusen stehen Schiffe im Stau

Vor Niedersachsens Schleusen stauen sich die Schiffe. Dutzende Kapitäne sitzen bereits fest wegen des Streiks bei der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung. Ein Ende der Arbeitsniederlegungen ist noch nicht in Sicht.

Foto: dpa

Wegen eines Streiks liegen Schiffe und Schubverbände im Unterhafen der Schleuse Esterholz bei Uelzen (Niedersachsen) auf dem Elbe-Seitenkanal. Grund für den Streik ist der geplante Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, dem nach Befürchtungen der Gewerkschaft bis zu 3000 der 12 000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen könnten
Wegen eines Streiks liegen Schiffe und Schubverbände im Unterhafen der Schleuse Esterholz bei Uelzen (Niedersachsen) auf dem Elbe-Seitenkanal. Grund für den Streik ist der geplante Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, dem nach Befürchtungen der Gewerkschaft bis zu 3000 der 12 000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen könnten

Hannover. Binnenschiffer in Niedersachsen und Bremen müssen sich vor geschlossenen Schleusen weiterhin mit Geduld wappnen: Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung setzen ihren Ausstand auch am Donnerstag fort. "Es wird überall weitergehen mit dem Streik, mit Ausnahme des Verdi-Bezirks Weser-Ems", sagte am Mittwoch eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi, die am Dienstag zum Streik aufgerufen hatte. Seitdem sitzen in Niedersachsen und Bremen Dutzende Schiffskapitäne auf den wichtigsten Wasserstraßen oder Zubringern wie dem Dortmund-Ems-Kanal fest.

Allein vor der gesperrten Schleuse am Elbe-Seiten-Kanal in Uelzen lagen bis zum Mittag 36 Schiffe und zahlreiche Sportboote, erklärte eine Mitarbeiterin der Schifffahrtsverwaltung. Auch bei Salzgitter gehe nichts mehr. Im Großraum Wilhelmshaven und in Oldenburg sei die Arbeit dagegen wieder aufgenommen worden, sagte die zuständige Verdi-Mitarbeiterin Regina Stein. In Hannover waren an der Hindenburg-Schleuse am Mittellandkanal am Vormittag die zuvor blockierten Schiffe geschleust worden, teilte die Behördensprecherin mit. Diese Schleuse sollte aber wieder geschlossen werden.

Der Verkehr zur Mittelweser und umgekehrt ist für die Berufsschifffahrt dagegen nicht mehr möglich, teilte die Behörde mit. Auch hier steige die Zahl der wartenden Schiffe. Wie auch an anderen Stellen stünden aber einige sogenannte Selbstbedienschleusen für Freizeit-Skipper offen. Insgesamt würden auf dem westdeutschen Kanalnetz 21 Anlagen bestreikt, die Schifffahrt sei dort völlig zum Erliegen gekommen. Allein vor der Schleuse in Duisburg Meiderich waren demnach bis Mittwochmittag 93 Schiffe blockiert.

Grund für den Streik ist der geplante Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, dem nach Befürchtungen der Gewerkschaft bis zu 3000 der 12 000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen könnten. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt hatte den Streik am Vortag als unangemessen hart kritisiert. Grob kalkuliert entstehen dem Binnenschiffer bei einem liegenden Schiff Kosten in Höhe von 1500 bis 2000 Euro pro Tag. Die Gewerkschaft hat auch in anderen Bundesländern zum Streik aufgerufen.

dpa
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. DeutschlandVerkehrsabgabeDie Pkw-Maut kommt – aber ganz anders als gedacht
  2. 2. WirtschaftStaatsanwaltschaftMiddelhoff soll wegen Untreue ins Gefängnis
  3. 3. KommentareIslamismusMuslime, distanziert Euch endlich vom IS!
  4. 4. AuslandKampf gegen ISPeschmerga-Einheiten verstärken Kobani-Verteidiger
  5. 5. WirtschaftMistral-SchiffeFrankreich wegen Rüstungsdeal in der Zwickmühle
Top Video Alle Videos

Diese Kurden, die in Düsseldorf demonstrieren, fordern auch die Freilassung des in der Türkei inhaftierten PKK-Chefs Öcalan
Brightcove Videos

Sie fordern Unterstützung für Kobani: In Düsseldorf sind rund 21.000 Menschen gegen die Terrormiliz IS auf die Straße gegangen. Viele kritisieren dabei auch die Zurückhaltung der Türkei. mehr »

Top Bildergalerien mehr
DFB-Pokal

HSV-Fan attackiert Franck Ribéry

Hamburger Sprayer

Diese "Oz"-Bilder sind noch zu verkaufen

Architektur

Das sind Hamburgs "Bauwerke des Jahres"

Winterhude

Stanislawski und Laas eröffnen Supermarkt

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr