Schleswig-Holstein Behinderungen durch Warnstreik auf Nord-Ostsee-Kanal

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Gewerkschaft Verdi kündigt Streik der Schleusenmitarbeiter an. Stellenabbau in der Verwaltung geplant. Massive Behinderungen auf dem Kanal erwartet.

Kiel. Die Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal wird für die Schiffe am Donnerstag länger dauern: Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will sie gegen die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung protestieren.

Die Beschäftigten wollen ihre Arbeit von Mitternacht an für 24 Stunden niederlegen. Betroffen sind unter anderem die Schleusen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau sowie der gesamte Nord-Ostsee-Kanal (NOK) mit den Kanalfähren. Der Schiffsverkehr werde damit "massiv behindert", sagte Frank Schischefsky vom Verdi-Landesbezirk Nord am Mittwoch.

"Wir starten nunmehr eine weitere Eskalationsstufe gegen die Pläne des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, im Rahmen einer Reform des gesamten Ministeriums und der dazu gehörenden Behörden als erstes die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in der bestehenden Form zu zerschlagen und mindestens jede fünfte Stelle abzubauen", begründete Verdi-Sprecher Jochen Penke die bundesweite Aktion. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden sich an den Warnstreiks nach Einschätzung der Gewerkschaft 200 bis 300 Beschäftigte beteiligen. (dpa)