29.01.13

Hannover

GSG 9 und Bundespolizei gehen gegen Schleuserbande vor

37 Beschuldigte sollen mindestens 270 Personen u.a. nach Deutschland geschleust haben. Schleuserlohn zwischen 4500 und 17.000 Euro.

Foto: dpa
In dem Fall ermittelt die Bundespolizei bereits seit April 2012
In dem Fall ermittelt die Bundespolizei bereits seit April 2012

Essen. Die Bundespolizei ist am Dienstag in mehreren Bundesländern gegen eine international agierende Schleuserbande vorgegangen. Rund 500 Einsatzkräfte durchsuchten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Essen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt 37 Wohnungen und Geschäftsräume, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Bundespolizeidirektion Hannover war mit 75 Beamten an dem Einsatz beteiligt.

Elf per Haftbefehl gesuchte Personen wurden im In- und Ausland festgenommen, auch umfangreiche Beweismittel wurden sichergestellt. An den Aktionen war auch die Spezialeinheit GSG 9 beteiligt. Den Angaben zufolge wurden in Essen sechs Objekte durchsucht, weitere Razzien gab es in Witten, Bottrop und Recklinghausen.

In dem Fall ermittelt die Bundespolizei seit April 2012 gegen die Schleuserbande. Die insgesamt 37 Beschuldigten sollen in 127 Fällen mindestens 270 Personen nach Deutschland oder andere Länder des Schengen-Raumes geschleust haben. Der Schleuserlohn betrug zwischen 4.500 und 17.000 Euro.

(dapd)
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