16.01.13

Oldenburg

Jugendstrafe wegen Messerstichen auf Schwangere gefordert

Im vergangenen Juli stach eine 20-Jährige ihrer schwangeren Freundin mit einem Messer in den Bauch. Jugendstrafe gefordert.

Foto: dpa
Göttin Justitia
ILLUSTRATION - Die Göttin Justitia hält die Waage als Zeichen der Gerechtigkeit auf dem Gerechtigkeitsbrunnen auff dem Römer in Frankfurt am Main, aufgenommen am 03.04.2012. (Bearbeitung mit Blaufilter) Foto: Wolfram Steinberg dpa

Oldenburg. Mit einem Küchenmesser hat sie ihrer schwangeren Freundin in den Bauch gestochen. Diese verlor danach ihr Baby. Wegen versuchten Mordes soll eine 20-Jährige jetzt eine Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren verbüßen. Das forderte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch vor dem Landgericht Oldenburg. Die Verteidigung plädierte auf zweieinhalb Jahre. Die Kammer will nach Angaben eines Gerichtssprechers am Donnerstag das Urteil verkünden.

Seit der sechsten Klasse waren die beiden jungen Frauen befreundet. Im vergangenen Juli kam es dann zu der unfassbaren Tat. Die Angeklagte besuchte ihre schwangere Freundin in deren Wohnung in Delmenhorst, wo diese mit dem Bruder der heute 20-Jährigen lebte. Dieser war auch der Vater des Kindes. Beim Verabschieden zückte die junge Frau ein Messer und stach mehrmals zu. Die damals 18-Jährige wurde schwer verletzt. Zwei Monate lang lag sie im Krankenhaus.

Die Angeklagte hatte das Verbrechen vor Gericht gestanden und sich bei ihrer Freundin entschuldigt. Einer Gutachterin zufolge ist sie voll schuldfähig. Es gebe keine Anhaltspunkte für eine eingeschränkte Steuerungsfähigkeit, sagte die Expertin am Mittwoch. Sie habe keine psychischen Auffälligkeiten feststellen können. Die Gerichtshilfe empfahl eine Jugendstrafe für die Heranwachsende.

(abendblatt.de/dpa)
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