16.01.13

Studie

Atomkraftgegner: AKW Grohnde nicht auf Notfall vorbereitet

Nach Meinung von Atomkraftgegnern ist das Atomkraftwerk Grohnde trotz Nachrüstmaßnahmen noch immer nicht auf Notfälle vorbereitet.

Foto: dapd
Umweltschuetzer sehen hohes Risiko durch AKW Grohnde
Das Atomkraftwerk Grohnde

Hannover. Trotz diverser Nachrüstmaßnahmen ist das Atomkraftwerk Grohnde nach Meinung von Atomkraftgegnern noch immer nicht auf mögliche Notfälle wie Erdbeben und Hochwasser vorbereitet. "Unsere Forderung an die Atomaufsicht des Landes lautet daher, binnen vier Monaten eine Sachstandanalyse zu erstellen und zu veröffentlichen", sagte Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad am Mittwoch in Hannover. Das Ergebnis über den Reaktor im Landkreis Hameln-Pyrmont müsse vor der Bundestagswahl 2013 vorliegen.

In einer Studie der Physikerin Oda Becker von der Fachhochschule Hannover im Auftrag der Atomgegner wird kritisiert, das Land kontrolliere die Umsetzung der teils seit 2010 bekannten Nachrüstungsempfehlungen nicht konsequent genug. Demzufolge sei das Atomkraftwerk seit 1994 nicht mehr genehmigungsfähig und weise mit 231 meldepflichtigen Ereignissen die höchste Gesamtzahl unter allen noch am Netz befindlichen Reaktoren in Deutschland auf. "Da Grohnde nicht auf alle Notfälle vorbereitet ist, könnte es zu hoch radioaktiven Freisetzungen kommen und damit zu einer lebensbedrohlichen Gefahr für die Bevölkerung", betonte Becker.

Auch die EU-Kommission habe Grohnde als modernes Kraftwerk eingestuft, betonte eine Sprecherin des zuständigen Umweltministeriums in Hannover. "Darüber hinaus werden auch die nach dem Ereignis in Fukushima entwickelten Maßnahmen zur Steigerung der Robustheit umgesetzt werden." Dagegen hagelte es auch von Grünen und Linker umgehend Kritik: Die Expertise bestätige die Befürchtung, dass Grohnde ein großes Sicherheitsrisiko sei.

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