Finanznot Allianz für Krankenhäuser schlägt Alarm

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Nur noch wenige Krankenhäuser seien in der Lage, positive Ergebnisse zu erwirtschaften, so der NKG-Vorsitzender Gerhard Tepe.

Hannover. Die niedersächsische Allianz für Krankenhäuser hat an die Politik appelliert, die finanzielle Ausstattung der Kliniken schnell zu verbessern. Der Druck, Kosten einzusparen, habe bereits Auswirkungen auf die Versorgung der Patienten, erklärte das Bündnis am Mittwoch in Hannover. "Nur noch wenige Krankenhäuser sind in der Lage, positive Ergebnisse zu erwirtschaften", sagte der Vorsitzende der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG), Gerhard Tepe.

Nach der jüngsten Umfrage der NKG schrieben mehr als die Hälfte der Krankenhäuser im Land 2012 rote Zahlen, für dieses Jahr rechnen mehr als zwei Drittel aller Häuser mit einem Verlust. An der Umfrage hatten sich 158 von 195 Kliniken beteiligt. Die Krankenhausgesellschaft beklagt zudem einen Ärztemangel sowie das Fehlen von qualifizierten Fachkräften in der Pflege.

"Die Allianz erwartet, dass alle Politiker in Bund und Ländern sich dieses Problems annehmen und sofort ein entsprechendes Gesetzesvorhaben auf den Weg bringen und verabschieden", betonte Tepe. Die NKG verhandeln derzeit mit den Krankenkassen über eine bessere finanzielle Ausstattung. Bisher konnten sich die beiden Parteien nicht einigen.

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Aygül Özkan (CDU) sagte am Mittwoch: "Ich erwarte, dass die zuständigen Verhandlungspartner ein für die Finanzierung der Krankenhäuser angemessenes Ergebnis erzielen." Angesichts ihrer guten finanziellen Lage sollten die Krankenkassen alles dafür tun, um eine auskömmliche Finanzierung für die Kliniken sicherzustellen. Sollten sich die Vertragspartner nicht einigen können, bot die Ministerin erneut an zu moderieren.