16.01.13

Schifffahrt

Optimale Routen durch digitale Seekarten

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) baut maritime Dienstleistung aus: Moderne Navigationssysteme und digitale Seekarten.

Von Edgar S. Hasse
Foto: dpa
Tripods für Offshore-Windpark
Unser Archivbild zeigt sogenannte Tripods für Offshore-Windparks. Die Windparks stehen im Fokus der regelmäßiger Erkundungen

Hamburg. Mit einem neuen elektronischen Sicherheitspaket verbessert das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) seinen Service. Dazu gehören moderne integrierte Navigationssysteme, digitale Seekarten und aktuelle Daten über Seegang, Drift und Wrackpositionen. Allein in der deutschen Nord- und Ostsee sind 2600 Wracks bekannt.

Diese Informationen im Rahmen des E-Navigation-Konzepts können auf den Schiffsbrücken in Echtzeit und als Warnmeldungen abgerufen werden. "Damit tragen wir als maritime Behörde dazu bei, die Sicherheit der Navigation stetig zu verbessern", sagte BSH-Präsidentin Monika Breuch-Moritz an Bord des BSH-Vermessungsschiffes "Atair". "Außerdem können mit diesen aktuellen Daten Routen optimiert, Treibstoff gespart und klimaschädliche Emissionen verringert werden."

Im Fokus der regelmäßigen Erkundungen stehen vor allem die Offshore-Windparks in der Nordsee. So nimmt das 25 Jahre alte BSH-Schiff "Atair" derzeit Kurs auf Alpha Ventus - jene zwölf Windkraftanlagen, die rund 45 Kilometer nordwestlich von Borkum mitten im Meer stehen. Die BSH-Mitarbeiter warten dort routinemäßig die Messgeräte und erheben aktuelle Daten über Strömungen, Wellen oder Salzgehalt.

Weil kein anderes Land auf der Welt über so tiefe und so weit vom Land entfernte Offshore-Anlagen verfügt, ist der Forschungsbedarf besonders groß. Bislang konnten die BSH-Experten am Windpark Alpha Ventus feststellen, dass sich dort rund um die 25 bis 40 Meter tiefe Anlage verstärkt Fischpopulationen ansiedeln. Eine Beeinträchtigung des Flugverhaltens von Zugvögeln konnte bei guten Sichtverhältnissen indes nicht festgestellt werden. Welchen Naturgewalten die Windturbinen ausgesetzt sind, zeigt die Messung einer maximalen Wellenhöhe von 15 Metern und der durchschnittlichen Strömungsgeschwindigkeit von drei Knoten.

Wie BSH-Präsidentin Monika Breuch-Moritz sagte, sind inzwischen 29 Offshore-Windparks genehmigt, weitere acht Windparks würden gerade gebaut. Darüber hinaus laufen im BSH als zuständiger Behörde 126 Verfahren zur Genehmigung solcher Anlagen. Die Bearbeitungszeit der Anträge betrage rund zwei Jahre. In wenigen Wochen sei auch die Planung der Küstenländer und der Bundesnetzagentur für den Verlauf der bis zu 100 Kilometer langen Kabel in der Nordsee abgeschlossen. BSH-Präsidentin Breuch-Moritz sieht Deutschland im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt. "Mehr als 25 Prozent des Energiebedarfs können aus Offshore gewonnen werden."

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