Werften Ausschuss der P+S-Gläubiger tagt heute in Wolgast

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Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann berichtet heute dem Gläubigerausschuss, wie es um Verkaufsbemühungen und Zukunftsplanung steht.

Wolgast. Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens für die vorpommerschen P+S-Werften tritt der Gläubigerausschuss heute erstmals auf der Peene-Werft in Wolgast zusammen.

Der Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann will den Ausschuss über den Stand der Verkaufsbemühungen und die Verhandlungen über den Weiterbau von begonnenen Schiffbauprojekten für die insolventen Werften in Wolgast und Stralsund informieren. Während für Wolgast mit Lürssen, ADM und Tamsen inzwischen drei Kaufinteressenten bekannt sind, gestaltet sich die Lage für den Standort Stralsund weitaus schwieriger.

Die Stralsunder Werft benötigt dringend Geld, um die im Baustadium weit fortgeschrittenen Schiffe für die dänische Reederei DFDS weiterbauen zu können. Mit dem Projekt, das Arbeit für ein halbes oder dreiviertel Jahr sichern würde, bliebe die Werft attraktiv für mögliche Investoren. Bislang gab es keine Signale für einen Massekredit, den die EU als Abwicklungsbeihilfe genehmigen könnte. Auch ist bislang unklar, ob die dänische Reederei DFDS bereit ist, die Fertigstellung vorzufinanzieren. Brinkmann führt dazu derzeit Gespräche mit dem Besteller. In einem solchen Fall müssten die Zahlungen durch staatliche Bürgschaften abgesichert werden.

In Stralsund sind bis auf rund 200 Mitarbeiter aus Kernverwaltung und Konstruktion rund 1000 Schiffbauer in eine Transfergesellschaft gewechselt. Auf der auf den Behörden- und Marineschiffbau spezialisierten Peene-Werft waren zum 1. November rund 110 Mitarbeiter in die Auffanggesellschaft gewechselt.

Die Gläubiger haben eine Frist bis zum 14. Dezember 2012, um ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anzumelden. Die Werften sehen sich mit möglichen Forderungen von mehr als einer halben Milliarde Euro konfrontiert.