Filmfestival  "dokumentART 2012" startet mit großer Themenvielfalt

Foto: dpa

Gleich 80 Filme sind diesmal auf der "dokumentART" im polnischen Stettin und in Neubrandenburg zu sehen. Beiträge kommen aus 20 Ländern.

Neubrandenburg. In Neubrandenburg hat am Freitag das diesjährige Europäische Dokumentarfilmfestival dokumentART begonnen. Zum Auftakt wurde unter dem Titel "Unplugged: Leben Guaia Guaia" ein Film über den unkonventionellen Lebensweg zweier junger Straßenmusiker aus Neubrandenburg gezeigt. Für den Film von Regisseur Sobo Swobodnik, der die Musiker zwei Jahre lang im Großraum Frankfurt/Main begleitete, war es die Deutschlandpremiere.

Bis zum 20. November werden auf dem Filmfest in Neubrandenburg und Stettin (Szczecin) insgesamt 80 Filme laufen. 54 Streifen aus 20 Ländern, die nach dem 1. Januar 2011 entstanden, starten im Hauptwettbewerb. Festivalleiterin Caroline Walke sprach von einer großen Themenvielfalt in diesem Jahr: "Es war ein guter Jahrgang." Es werden acht Preise vergeben. Die Hauptpreise stiften das Land Mecklenburg-Vorpommern und die polnische Woiwodschaft Westpommern. Sie sind mit 5000 Euro und umgerechnet rund 2800 Euro dotiert.

Die dokumentART versteht sich als Forum der innovativen Dokumentarfilmszene in Europa und erlebt ihre 21. Auflage. Besucher können dabei mit 35 Filmemachern ins Gespräch kommen, darunter drei aus Afghanistan. Ihr Fokus liege auf dem Erzählen individueller Geschichten, die in ihrer Komplexität einen Einblick in Denk- und Sichtweisen verschiedener Generationen und besonderer ethnischer Gruppen geben.