Rostock Panzergranate in T34-Kanonenrohr entschärft

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Vor einem Jahr stießen Bauarbeiter auf die Trümmer eines russischen Panzer T34. Im Kanonerohr steckte eine Granate, die entschärft wurde.

Rostock. Ein Jahr nach dem Fund von Resten eines russischen Panzers T34 in Rostock ist der Panzertum am Freitag wieder in die Hansestadt zurückgekehrt. Arbeiter hatten den kompletten Panzerturm mit Kanonenrohr bei Straßenbauarbeiten entdeckt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. In dem Geschützrohr steckte noch eine scharfe Granate. Der Munitionsbergungsdienst hatte daher die Überreste zu weiteren Untersuchungen per Tieflader nach Schwerin transportiert. Die Granate wurde der Stadtverwaltung zufolge am Donnerstag auf dem Truppenübungsplatz Lübtheen entfernt.

Der Panzerturm soll konserviert und 2018 zum Rostocker Stadtjubiläum in einer stadtgeschichtlichen Ausstellung gezeigt werden. Der T34 gilt als der meistgebaute Panzer der Welt.

Der Panzer wurde vermutlich am 01. Mai 1945 bei der Sprengung einer Brücke zerstört. Ein Polizist soll die Brücke gesprengt haben, als sich ein zur Aufklärung vorausgeschickter Panzer der 65. Armee der 2. Weißrussischen Front darauf befand. Die Besatzung, wahrscheinlich fünf Soldaten, kam dabei ums Leben. In den Panzerteilen waren auch Skelettteile wie Oberschenkel- oder Unterarmknochen gefunden worden.