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Gift im Fisch: Sechs Menschen im Norden erkrankt

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Familien in Hamburg und Celle nach Verzehr von Red Snapper erkrankt. Unternehmen Deutsche See ruft Fisch aus dem Handel zurück.

Hamburg/Celle/Bremerhaven. Das Unternehmen Deutsche See Fischmanufaktur rief den mit einem Biogift belasteten Fisch aus dem Handel zurück. "Das Unternehmen hat sich ordnungsgemäß verhalten", bestätigte die Sprecherin des Bremer Gesundheitsressorts, Karla Götz, am Dienstag. Betroffen vom Ciguatoxin, das unter anderen Durchfall und Erbrechen auslöst, seien zwei Familien in Hamburg und eine in Celle. Es bestehe keine Lebensgefahr.

Die Fische waren nach Angaben des Unternehmens mit Sitz in Bremerhaven nur als unverpackte Frischware verkauft worden. Sie stammen aus dem Indischen Ozean vor Sri Lanka, wo das Biotoxin normalerweise nicht vorkommt. Ciguatoxin wird von Kleinstlebewesen gebildet, die auf Großalgen leben. Wenn Fische diese Algen fressen, gelangt das Gift in die Nahrungskette. Nach Götz' Angaben ist es im Labor nur schwer nachzuweisen. Bekannt seien Biotoxinbelastungen von Red Snapper vor allem aus der Karibik, dem Pazifik und Teilen des Indischen Ozeans. Warum die angebotenen Fische belastet waren, soll jetzt untersucht werden, sagte Götz.

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