09.11.12

Mecklenburg-Vorpommern

Bildungsminister: Weniger Unterrichtsausfall in MV

An den Schulen gibt es nach Angaben von Bildungsminister Brodkorb Entspannung: Es fällt weniger Unterricht aus.

Foto: dpa
Kritik an Lehrerentlastung
Schüler während des Unterrichts (Symbolbild)

Linstow. Kein Durchbruch, aber zumindest eine leichte Entspannung: An den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns fällt nach Angaben von Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) inzwischen weniger Unterricht aus. An den allgemeinbildenden Schulen seien im vergangenen Schuljahr 2,1 Prozent der Unterrichtsstunden nicht erteilt worden, an den Berufsschulen 5,0 Prozent, sagte Brodkorb am Freitag vor dem Landeselternrat in Linstow (Landkreis Rostock). Das sei der niedrigste Wert an den allgemeinbildenden Schulen seit langem, der Höchststand habe bei 3,2 Prozent im Schuljahr 2002/03 gelegen. An den Berufsschulen lag der Ausfall 2008/09 noch bei 5,9 Prozent. "Das ist kein Durchbruch, aber eine leichte Verbesserung", sagte Brodkorb. Der Landeselternrat hatte den Unterrichtsausfall scharf kritisiert.

Um langfristig den Lehrermangel zu beheben, komme man an einer Verbeamtung junger Lehrer nicht vorbei, sagte der Minister. Grundsätzlich seien verbeamtete Lehrer für das Land nicht teurer als angestellte Lehrer. Als besten Zeitpunkt für die ersten Verbeamtungen nannte Brodkorb den 1. August 2014, weil dann das geltende Lehrerpersonalkonzept auslaufe. "Wir wollen den Frieden in den Lehrerkollegien wahren", sagte Brodkorb. Wenn junge Lehrer verbeamtet werden, müsse man für ältere Lehrer, die lange Teilzeit gearbeitet haben, einen finanziellen Ausgleich schaffen. Das müsse aber erst in der Regierungskoalition besprochen werden.

Mitglieder des Landeselternrates forderten Brodkorb auf, so schnell wie möglich den Lehrermangel zu beheben. Das Gremium kritisiert außerdem die hohe Pflichtstundenzahl von 27 Wochenstunden für Lehrer im Nordosten, im bundesweiten Schnitt seien 22 Stunden üblich.

Die Umsetzung der umstrittenen Inklusion, also dem gemeinsamen Lernen von Behinderten und Nichtbehinderten an Schulen mit zusätzlichen Sonderpädagogen, werde "noch 30 bis 40 Jahre dauern", sagte Brodkorb. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, wo das weitere Vorgehen bis 2020 festgelegt werden soll. "Dort soll stehen, was wir bis dahin tun können ohne Lehrer und Schüler zu überfordern", erklärte der Minister. Im Zuge der Inklusion werden Förderschulen aufgelöst. Die dortigen Schüler sollen in die Grundschulen integriert werden. Einen Modellversuch gibt es auf Rügen, dessen Ausweitung nach Protesten von Eltern und Lehrern aber abgebrochen wurde.

Die Delegierten der Elternvertretungen beraten bis Sonnabendabend, wie sich der Landeselternrat zur Inklusion positioniert. Außerplanmäßig müssen die Delegierten auch eine neue Vorstandsspitze wählen, da die Vorsitzende Yvonne Tabel-Blaumann überraschend ihren Rücktritt erklärt hatte.

dpa
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