Leserfrage

Wie lange muss ich auf mein Geld warten ?

An dieser Stelle geben Experten kostenlosen Rat

Die Frage: Ich will demnächst in eine andere Stadt ziehen. Muss ich wirklich, wie meine Genossenschaft behauptet, auf die Auszahlung meiner Anteile bis 2019 warten? Ich hatte gehofft, diese im Wert von 1200 Euro für die Umzugskosten verwenden zu können.

Der Experte: Der Anspruch auf Auszahlung eines Geschäftsguthabens setzt zunächst die Beendigung der Mitgliedschaft in der Genossenschaft voraus. Diese erfolgt regelmäßig nicht gleichzeitig mit der Beendigung des Nutzungsvertrags für eine Wohnung. Dieser kann bei Wahrung der gesetzlichen Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Die Mitgliedschaft in der Genossenschaft kann nur zum Ende eines Geschäftsjahres gekündigt werden (§ 65 Abs. 2 GenG). Beträgt die in der Satzung geregelte Kündigungsfrist mehr als zwei Jahre, kann einem Mitglied, das der Genossenschaft seit mindestens einem Jahr angehört, ein Sonderkündigungsrecht zustehen.

Die Auszahlung des Geschäftsguthabens erfolgt nach dem Ende der Mitgliedschaft unter Zugrundelegung der auf den Stichtag des Ausscheidens erstellten Bilanz der Genossenschaft. Die Auszahlungsfrist beträgt sechs Monate ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens, sofern die Satzung keine andere Frist regelt. Es kann daher durchaus sein, dass eine Auszahlung des Geschäftsguthabens selbst bei einer im Jahre 2016 erklärten Kündigung erst im Jahre 2019 erfolgen wird.

Experte: Markus Wiegmann, Fachanwalt für Mietrecht, www.klemmpartner.deZusendung von Fragen an:Wohnen.leben@abendblatt.de

Die Frage: Ich will demnächst in eine andere Stadt ziehen. Muss ich wirklich, wie meine Genossenschaft behauptet, auf die Auszahlung meiner Anteile bis 2019 warten? Ich hatte gehofft, diese im Wert von 1200 Euro für die Umzugskosten verwenden zu können.

Der Experte: Der Anspruch auf Auszahlung eines Geschäftsguthabens setzt zunächst die Beendigung der Mitgliedschaft in der Genossenschaft voraus. Diese erfolgt regelmäßig nicht gleichzeitig mit der Beendigung des Nutzungsvertrags für eine Wohnung. Dieser kann bei Wahrung der gesetzlichen Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Die Mitgliedschaft in der Genossenschaft kann nur zum Ende eines Geschäftsjahres gekündigt werden (§ 65 Abs. 2 GenG). Beträgt die in der Satzung geregelte Kündigungsfrist mehr als zwei Jahre, kann einem Mitglied, das der Genossenschaft seit mindestens einem Jahr angehört, ein Sonderkündigungsrecht zustehen.

Die Auszahlung des Geschäftsguthabens erfolgt nach dem Ende der Mitgliedschaft unter Zugrundelegung der auf den Stichtag des Ausscheidens erstellten Bilanz der Genossenschaft. Die Auszahlungsfrist beträgt sechs Monate ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens, sofern die Satzung keine andere Frist regelt. Es kann daher durchaus sein, dass eine Auszahlung des Geschäftsguthabens selbst bei einer im Jahre 2016 erklärten Kündigung erst im Jahre 2019 erfolgen wird.

Experte: Markus Wiegmann, Fachanwalt für Mietrecht, www.klemmpartner.deZusendung von Fragen an:Wohnen.leben@abendblatt.de

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