22.05.12

Internet-Browser

Statistik sieht Googles Chrome erstmals vor Internet Explorer

Mit Chrome startete Google vor mehr als drei Jahren eine Aufholjagd gegen den Rivalen Microsoft und dessen Browser Internet Explorer. Nun sehen Marktbeobachter den Google-Browser bereits in Führung – auch wenn Microsoft die Zahlen anders interpretiert.

Berlin. Der Browser Chrome von Google hat nach Erhebungen von Marktforschern erstmals mehr Nutzer weltweit als der Internet Explorer (IE) von Microsoft. Das geht aus einer Statistik des US-Unternehmens StatCounter hervor. Danach sackte in der Woche vom 14. bis zum 20. Mai der Nutzeranteil des IE von 44 auf 31,9 Prozent im Jahresvergleich ab. Der Anteil von Chrome kletterte dagegen von 19,4 Prozent ein Jahr zuvor auf 32,8 Prozent. Wie verlässlich die Messergebnisse sind, wird allerdings derzeit diskutiert. Microsoft sieht die Zahlen von Statcounter als nicht repräsentativ an.

In Deutschland liegt Chrome den Zahlen zufolge mit einem Nutzungsanteil von 16,1 Prozent deutlich hinter dem Microsoft-Browser (22,9 Prozent). Hierzulande verwenden mit aktuell 50,1 Prozent über die Hälfte der Internetnutzer den Firefox der gemeinnützigen Mozilla Foundation.

Weltweit ging die Nutzung von Firefox den Statcounter-Zahlen zufolge leicht von 29,2 auf 25,5 Prozent zurück. Apples Safari liegt mit einem Anteil von 7,1 Prozent (zuvor 5 Prozent) weit unter der Zehnprozent-Marke – nur unterboten vom Browser Opera, der bei 1,8 Prozent konstant blieb. Auch in Deutschland bilden Apples Safari (6,1 Prozent) und Opera (3,5 Prozent Nutzeranteil) die Schlusslichter.

Gegenüber Statcounter kommen die Marktforscher von Netapplications allerdings zu komplett anderen Ergebnissen. Nach deren Messungen führte der Internet Explorer im April mit einem Anteil von 54,1 Prozent weltweit die Browsernutzung an, gefolgt von Firefox (20,2 Prozent) und Chrome (18,9 Prozent). Der deutliche Unterschied in den Ergebnissen entstehe unter anderem, weil Statcounter auch Websites mit einrechne, die für die Nutzer unter Chrome zwar speziell vorgehalten, aber oft gar nicht angesteuert würden, erklärte Roger Capriotti von Microsoft in einem Firmenblog.

(dpa)
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