31.05.12Weltnichtrauchertag
Täglich sterben 300 Deutsche an den Folgen des Rauchens
Zigaretten zu rauchen sei damit die häufigste zu vermeidende Todesursache. Fast jeder dritte Erwachsene greife regelmäßig zum Glimmstengel.
Foto: dpa/DPA
Die Folgen des Rauchens sind in Deutschland Todesursache für 300 Menschen - am Tag
Köln. Für die einen mag es nur ein Laster sein, das Geldbeutel und Lunge schadet. Dem gegenüber stehen mehr als 300 Menschen in Deutschland, die täglich an den Folgen des Rauchens sterben. "Damit ist das Rauchen die häufigste vermeidbare Todesursache", sagte die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Elisabeth Pott, am Mittwoch in Köln.
Fast jeder dritte Erwachsene greife regelmäßig zur Zigarette. Bei Jugendlichen dagegen verliere das Rauchen zunehmend an Bedeutung, teilte die Bundeszentrale anlässlich des Weltnichtrauchertags an diesem Donnerstag (31. Mai) mit.
+++Stiftung Warentest: Kein Recht auf Qualm+++
+++Jeder dritte erwachsene Deutsche raucht+++
Während 2001 einer Umfrage zufolge noch 28 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren rauchten, waren es im vergangenen Jahr nur noch 12 Prozent. 71 Prozent dieser Altersgruppe gaben an, noch nie in ihrem Leben geraucht zu haben – so viele wie noch nie zuvor. Neun von zehn Jugendlichen befürworteten Rauchverbote in Discos und Kneipen.
Für die repräsentative Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Bundeszentrale 2011 rund 5000 Deutsche zwischen 12 und 25 Jahren.
Zehn Durchhalte-Tipps für angehende Nichtraucher
Ganz entscheidend für den Erfolg ist Ihre Motivation: Wie sicher sind Sie, dass Sie aufhören wollen? Ohne festen Willen geht es nicht. Auf www.rauchfrei.de finden Sie einen Selbsttest, der zeigt, wie stark Ihre Absicht wirklich ist.
Mit der Schlusspunkt-Methode haben Sie die besten Chancen, von den Kippen loszukommen. Klingt einfach, ist aber eine echte Herausforderung an Willenskraft: Sie hören von einem Tag auf den anderen auf. Den Konsum langsam reduzieren funktioniert leider nicht. Denn Nikotin macht süchtig, und jede Kippe feuert die Sucht aufs Neue an.
Suchen Sie sich Gleichgesinnte, die auch nicht mehr rauchen wollen. In der Gruppe können Sie sich gegenseitig unterstützen. Ebenfalls zur Begleitung zu empfehlen sind Entwöhnungsprogramme, die viele Hausärzte anbieten, Nichtraucherkurse (bei der Krankenkasse nachfragen) oder Online-Chats (z.B.
www.ohnerauchen.de
).
Bereiten Sie sich auf den ersten Tag ohne Zigarette gut vor: überlegen Sie genau, in welchen Situationen Sie gerne aus Gewohnheit rauchen und was Sie stattdessen machen können. Statt Zigarette nach dem Essen z.B. Zähne putzen, Pfefferminz lutschen, gleich den Tisch abräumen und einen Verdauungsgang um den Block machen.
Stellen Sie Ihre Ernährung um. Am besten noch bevor Sie aufhören, sollten Sie auf fettarme Kost achten und viel Obst und Gemüse essen. Und machen Sie Sport. So vermeiden Sie, dass Sie ohne Zigaretten zunehmen.
Hilfreich für die ersten Tage sind Nikotin-Kaugummis. Dann ist das Verlangen nach dem Suchtstoff am größten. Auch Akupunktur kann den Entzug unterstützen.
Belohnen Sie sich anfangs jeden Tag fürs Durchhalten. Sie sparen bares Geld durch Ihren Entschluss und können dafür CDs, Bücher oder Kinokarten kaufen.
Machen Sie einen Bogen um Süßigkeiten – greifen Sie lieber zu Obst. Viele frischgebackene Nichtraucher haben in der ersten Zeit oft Süßhunger.
Seien Sie kritisch mit Methoden, die müheloses Aufhören versprechen. Meist kosten sie viel und bringen nichts. Ohne Ihr Zutun ist der Rückfall programmiert.
Ein interaktives Ausstiegsprogramm und Info-Broschüren zum Download für Ausstiegswillige bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf
www.rauchfrei-info.de
. Unter
www.anbieter-raucherberatung.de
, einem Internetangebot der Bundeszentrale in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum können Sie nach seriösen Anbietern von Nichtraucherkursen in Ihrer Nähe suchen und bekommen Infos zu bewährten Rauchstopp-Methoden.
(dpa)