15.01.13

Schwangerschaft

Eisenmangel könnte Frühgeburt verursachen

Die Babys wachsen während der Schwangerschaft langsamer und kommen häufig mit einem zu niedrigen Geburtsgewicht zur Welt.

Foto: pa/dpa
Symbolbild Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft verdoppelt sich der Eisenbedarf

München. Eisenmangel in der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen haben: Frauen, die darunter leiden haben häufiger Frühgeburten. Die Babys wachsen während der Schwangerschaft langsamer und kommen oft mit einem zu niedrigen Geburtsgewicht zur Welt. Auch in den Folgejahren bleiben die Kinder kleiner und leiden öfter unter einer verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit, schlechten Immunfunktionen und Lernstörungen. "Da sich während der Schwangerschaft durch das Wachstum von Kind, Gebärmutter und Plazenta der Eisenbedarf verdoppelt, ist in Deutschland fast jede zweite Schwangere von einem Eisenmangel betroffen", erklärt Dr. Christian Albring, vom Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München.

Eisen wird im roten Blutfarbstoff eingebaut und ermöglicht es, Sauerstoff zu binden und zu transportieren. Wenn Eisen fehlt, wird weniger Blutfarbstoff gebildet, und die Körperzellen leiden dauerhaft unter Sauerstoffmangel. Die Anzeichen für einen Eisenmangel sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung und Haarausfall. Bei der Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung wird zu Beginn der Schwangerschaft und ab der 24. Woche einmal pro Monat der Blutfarbstoff Hämoglobin routinemäßig bestimmt. Der Eisenmangel ist jedoch schon weit fortgeschritten, wenn er sich auf den Blutfarbstoff auswirkt. Eine andere, zusätzliche Bestimmung des Eisenspeicher-Proteins Ferritin erlaubt eine frühzeitigere Aussage darüber, ob bereits ein Mangel an Speicher-Eisen besteht. Oder ob eine Reserve da ist, um langfristig die benötigte Menge des roten Blutfarbstoffs aufrecht zu erhalten.

Bei Eisenmangel verschreibt der Gynäkologe ein Eisenpräparat, das auf nüchternen Magen nur mit Wasser oder einem Saft aus Zitrusfrüchten eingenommen werden muss. Kaffee, viele Teesorten, Milch und andere Lebensmittel, die Proteine enthalten, verhindern die Aufnahme von Eisen und machen das Präparat somit wirkungslos.

(glp)
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