16.11.12

Studie Alkoholsucht: Männer sind stärker gefährdet als Frauen

Alkoholisierter Mann mit Bier - drunk man with beer

Foto: pa/Bildagentur-online

Studien belegen, dass vor allem jüngere Männer gefährdet sind. Jeder zweite Mann zwischen 18 und 25 Jahren ist einmal im Monat betrunken.

Köln. Alkohol birgt vor allem für Männer eine hohe Suchtgefahr. Jeder dritte Mann zwischen 18 und 64 Jahren habe einen problematischen Konsum, erklärte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Freitag in Köln. Bei den gleichaltrigen Frauen liege der Anteil bei neun Prozent.

3,4 Prozent der Männer von 18 bis 64 Jahren seien bereits abhängig, bei den gleichaltrigen Frauen seien dies lediglich 1,4 Prozent. Männer schätzten das Risiko, eine Suchtkrankheit zu entwickeln, häufig völlig falsch ein, erklärte die Bundesgesundheitszentrale zum Internationalen Männertag am Montag.

Nach aktuellen Studien sei ein riskanter Alkoholkonsum gerade bei jüngeren Männern weit verbreitet. Demnach trinkt sich jeder zweite Mann zwischen 18 und 25 Jahren mindestens einmal, jeder fünfte sogar mindestens viermal im Monat in einen Rauschzustand. Junge Männer glaubten, dass sie ihre Männlichkeit durch einen hohen Alkoholkonsum bestätigen müssten, hieß es.

Eine Alkoholabhängigkeit entwickelt sich nach Informationen der Gesundheitsexperten meist schleichend über Jahre hinweg aus einem hohen und regelmäßigen Konsum. Bereits mehr als 24 Gramm Reinalkohol pro Tag, das entspricht etwa zwei 0,3-Liter-Gläser Bier, seien schädlich. Bei Frauen liege die Grenze bei der Hälfte der Menge.