22.01.13

Umfrage

52 Prozent befürworten Down-Syndrom-Bluttest

Befürworter sehen in dem Test einen Fortschritt durch die risikofreie Information über eine mögliche Behinderung des Kindes.

Foto: pa/dpa
Down-Syndrom-Bluttest
Der Bluttest ist umstritten

Hannover. Mehr als die Hälfte der Deutschen befürwortet den umstrittenen Bluttest zur frühzeitigen Erkennung eines Down-Syndroms während der Schwangerschaft. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Emnid-Umfrage im Auftrag der Evangelischen Kirche und der "Evangelischen Zeitung".

52 Prozent sind für die Freigabe des sogenannten Trisomie-Tests. 40 Prozent würden den Test nur Risikogruppen wie Schwangeren ab 35 Jahren ermöglichen, sechs Prozent sind generell dagegen. Für die Studie wurden 505 Menschen ab 14 Jahren befragt.

Die Befürworter sehen in dem Test einen Fortschritt durch die risikofreie Information über eine mögliche Behinderung des Kindes. Gegner befürchten eine steigende Zahl von Abtreibungen von Kindern mit Behinderung.

Down-Syndrom - Trisomie 21
Das Down-Syndrom (Trisomie 21) ist keine Krankheit, sondern eine Genmutation. Das Erbgut der Betroffenen weist dabei 47 statt 46 Chromosomen auf. Dabei ist das Chromosom 21 dreifach statt doppelt vorhanden. Grund ist ein Fehler bei der Zellteilung bei der Entwicklung des Embryos.
Kinder mit diesem genetischen Defekt sind in ihrer geistigen Entwicklung gestört. Eine Behandlung ist nicht möglich. In Deutschland ist eines von rund 700 Neugeborenen betroffen. Insgesamt leben bundesweit 30.000 bis 50.000 Menschen mit dieser genetischen Störung. Genaue Zahlen fehlen, weil die Daten nicht systematisch erhoben werden.
Man findet Menschen mit Down-Syndrom überall auf der Welt sowie bei allen ethnischen Gruppen und Bevölkerungsschichten. Etwa alle drei Minuten kommt ein Baby mit Down-Syndrom zur Welt, insgesamt leben weltweit circa fünf Millionen Menschen mit Down-Syndrom.
Über die Chromosomen geben Eltern Erbinformationen an ihre Kinder weiter. Ein überzähliges Chromosom stört die genetische Balance. Wachstums- und Funktionsveränderungen sind die Folge. Die körperlichen Besonderheiten und die verlangsamte, zum Teil anders verlaufende mentale Entwicklung von Menschen mit Down-Syndrom werden durch das zusätzliche Chromosomenmaterial verursacht.
Das Risiko für das Down-Syndrom steigt mit dem Alter der Mutter zum Zeitpunkt der Schwangerschaft. Seit einigen Jahren führt die Zunahme pränataler diagnostischer Verfahren, verbunden mit einem positiven Befund, häufig zu der Entscheidung, die Schwangerschaft abzubrechen.
Die Bezeichnung stammt von dem englischen Arzt John Langdon Haydon Down (1828-1896), der 1866 als erster die Merkmale dieser genetischen Besonderheit beschrieb. 1959 entdeckte Jérome Lejeune in Paris, dass Kinder mit Down-Syndrom in jeder Zelle ein Chromosom zuviel haben.
Quelle: epd
(dapd)
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