13.11.12

Beitragserhöhung 2013

Privatversicherte müssen tiefer in die Tasche greifen

Laut Spiegel Online steigen die Beiträge für Neukunden um bis zu 41 Prozent. Auch für Bestandskunden Erhöhungen wahrscheinlich.

Foto: picture alliance / dpa Themendie/dpa Themendienst
Private Krankenversicherung
Laut Bericht von Spiegel Online müssen sich viele Privatversicherte im kommenden Jahr auf Beitragserhöhungen gefasst machen

Während einige gesetzliche Krankenkassen wegen ihrer Überschüsse ihre Mitglieder künftig finanziell entlasten wollen, kommt es für manch Privatversicherten im nächsten Jahr besonders dick. Wie einem Artikel auf dem Nachrichtenportal Spiegel Online am Dienstag zu entnehmen ist, steigen die Beiträge für Neukunden um bis zu 41 Prozent an. Dies geht aus Zahlen der Versicherungs-Unternehmen hervor, die der Redaktion vorliegen. Den größten Beitragssprung müssen demnach Neukunden der AXA hinnehmen. Je nach Tarif und Altersgruppe beträgt die Erhöhung rund 41 Prozent.

Auch die Hallesche erhöht die Beiträge für Neukunden in einzelnen Tarifen mit bis zu 20,12 Prozent. Die Unternehmen spielten die Erhöhungen gegenüber Spiegel Online herunter und verwiesen darauf, dass die Beiträge im Durchschnitt aller Kunden niedrig seien.

Weiterhin seien laut Spiegel Online Beitragserhöhungen für Bestandskunden wahrscheinlich. Denn eine Erhöhung im Neugeschäft bedeute in der Regel, dass langjährige Versicherte noch mehr draufzahlen müssten.

Private Krankenversicherung
Private Krankenversicherung
Privat Krankenversicherte werden im Laufe ihres Lebens immer stärker zur Kasse gebeten.
Ist der Neueinstieg für junge Gutverdiener noch verlockend preiswert, geht die Versicherung mit zunehmendem Alter richtig ins Geld.
Wer mit 30 Jahren einsteigt, muss mit 65 häufig das Dreifache, wenn nicht das Mehrfache an Beiträgen zahlen.
Die Prämien gehen auch im Ruhestand nicht runter, was für Kassenpatienten selbstverständlich ist.
Im Gegenteil: Vor allem in langjährigen Tarifen schießen die Beiträge oft in ungeahnte Höhen.
Die Prämien der "alten" Kunden verteuern sich besonders drastisch, weil die Gesundheitsausgaben steigen, der Tarif gesunden Neuzugängen aber nicht mehr offen steht.
Einen Ausweg aus der Kostenspirale bietet meist nur der interne Tarifwechsel.
Ein Zurück in die Kasse ist ab 55 Jahren praktisch ausgeschlossen.
Auch dann nicht, wenn der Versicherte arbeitslos wird, eine sozialversicherungspflichtige Stelle antritt oder in Rente geht. (dapd)
ms/spiegel.de
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