25.09.12

Verbraucheranalyse

Deutsche werden immer schönheitsbewusster

Sie sparen, aber von Kapital-Anlagen lassen sie die Finger. Dafür fließt das Geld in Kosmetik-Produkte: Das zeigt die neue Studie zum Verbraucherverhalten.

Von Rolf Zamponi
Foto: beyond/beyond foto
Ein junger Mann schaut sich sein Gesicht im Spiegel an. Deutsche werden immer schönheitsbewuster (Symbolfoto)
Ein junger Mann schaut sich sein Gesicht im Spiegel an. Deutsche werden immer schönheitsbewuster (Symbolfoto)

Hamburg. Die Deutschen denken bei ihren Finanzgeschäften konservativ und sind darauf bedacht, Verluste zu vermeiden. Damit hat sich ihre Einstellung zum Geld in den vergangenen 20 Jahren kaum verändert. So sind Wert erhaltende Anlagenformen besonders beliebt. Dazu zählen Lebensversicherungen, Bausparverträge oder Immobilien. Noch immer haben knapp 70 Prozent der Bundesbürger ein Sparbuch. Das geht aus der VerbraucherAnalyse (VA), der großen Markt Media-Studie der Axel Springer AG und der Bauer Media Group hervor, die die Unternehmen am Dienstag vorgelegt haben. Für die repräsentative Studie, die seit 1982 jährlich erstellt wird, wurden 30.000 Interviews von Mitarbeitern von vier Marktforschungs-Instituten geführt.

Im Geldverkehr und beim Bezahlen nutzen die Deutschen technische Neuerungen aber noch zurückhaltend. So erledigen bisher 34 Prozent aller Deutschen ihre Bankgeschäfte online. Das ist zwar mehr als im Durchschnitt der EU, in Norwegen und Schweden liegt diese Quote aber bei über 70 Prozent, in Norwegen sogar bei 83 Prozent. Zudem haben nur 6,4 Prozent der Bürger ein Konto bei einer Direktbank.

Auf ihr Aussehen legen die Deutschen immer mehr Wert. Fast 80 Prozent finden ihr Äußeres sehr wichtig – knapp elf Prozent mehr als vor zehn Jahren. Dies ist das Ergebnis einer weiteren Untersuchung im Rahmen der VA. Vor allem bei älteren Menschen ab 70 Jahren und bei Männern hat der Wunsch besonders attraktiv zu wirken überdurchschnittlich stark zugenommen. Waren vor zehn Jahre noch 63 Prozent aller Männer daran interessiert, sind es heute bereits fast 72 Prozent. Der Wunsch nach gutem Aussehen sei dabei keine Frage des Geldes, er sei bei Geringerverdienenden in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gestiegen.

Das spiegele sich auch im Konsumverhalten wider. Laut der Analyse verwenden die Deutschen immer mehr Beauty- und Kosmetikprodukte. Besonders Parfüm und Düfte boomen.

Die VA wird im kommenden Jahr von einer neuen Studie abgelöst. Unter dem Titel Best4Planning werden sich daran auch die Hubert Burda Media und Gruner+Jahr beteiligen. Herausgeber soll ein gemeinsames Unternehmen werden, an dem die vier Verlage jeweils 25 Prozent halten. Die ersten Ergebnisse sollen bis spätestens im kommenden September vorgelegt werden.

Konsumklimaindex bildet die Verbraucherstimmung ab
Konsumklimaindex bildet die Verbraucherstimmung ab
Allmonatlich befragt das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK rund 2000 Konsumenten in Deutschland, um die aktuelle Verbraucherstimmung zu ermitteln.
Im Mittelpunkt der Studie stehen die Konjunktur- und Einkommenserwartungen sowie die Anschaffungsneigung. Allerdings fließen die Konjunkturerwartungen nicht direkt in den sogenannten Konsumklimaindex ein, der die Entwicklung des privaten Verbrauchs darstellen soll.
Der Grund: Sie sind in der Regel stark von aktuellen Entwicklungen und deren Darstellung in den Medien dominiert und entsprechend oft verzerrt.
Stattdessen fließen die Konjunkturerwartungen indirekt über die persönlichen Einkommensaussichten in den Indikator ein, dessen wesentliche Komponenten darüber hinaus die Anschaffungs- und die Sparneigung sind.
Den Befragten werden drei zentrale Fragen gestellt: "Was glauben Sie – wie wird sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten entwickeln?"
Als Antworten sind "sich verbessern", "gleich bleiben" und "verschlechtern" möglich.
Die gleiche Auswahl gibt es bei der Frage nach den Einkommenserwartungen: "Wie wird sich Ihrer Ansicht nach die finanzielle Lage Ihres Haushalts in den kommenden zwölf Monaten entwickeln?"
Der Konsum- und Anschaffungsneigung liegt die Frage zugrunde: "Glauben Sie, dass es zurzeit ratsam ist, größere Anschaffungen zu tätigen?" (günstig – weder noch – ungünstig).
Die Konsumklimastudie wird – teils von anderen Unternehmen – im Auftrag der EU-Kommission in sämtlichen EU-Staaten durchgeführt. (dpa)
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