Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 29. April 2017

Neues Museum errichten

28. April: Alles neu im alten Zoo­lo­gi­schen Museum. Naturwissenschaftlicher Schatz mit modernisiertem Foyer und veränderter Dramaturgie wiedereröffnet

Angesichts des Schandflecks, den das seit Langem weitgehend schwarz verhängte "Saturn"-Gebäude am Anfang der Mönckebergstraße für die Stadtmitte darstellt, bietet sich eine öffentliche Lösung an, nämlich das Gebäude abreißen zu lassen und an dessen Stelle das neue Naturkundemuseum zu errichten. Damit würde dieses nicht nur an seinen historischen Standort zurückkehren. Darüber hinaus ergäbe sich eine fantastische Ergänzung der bestehenden "Kulturmeile" zwischen Deichtorhallen und Kunsthalle. Freilich wäre damit auch die städtebauliche Herausforderung verbunden, trotz Wallring und Gleisanlagen diese "Kulturmeile" zu einer attraktiv begehbaren umzugestalten.

Andreas Puth, Hamburg

Überschaubarer Effekt

27. April: US-Re­gie­rung plant massive Steu­er­sen­kun­gen. Trump will die Wirt­schaft mit der größten Steu­er­re­form seit Jahr­zehn­ten an­kur­beln

Steuersenkungen im privaten Bereich können die Nachfrage stimulieren und damit einen Beschäftigungseffekt auslösen, aber die amerikanische Wirtschaft befindet sich nicht in einer Rezession, sodass der Effekt überschaubar sein dürfte. Unternehmenssteuersenkungen bevorzugen die Großkonzerne wie auch das Trump-Imperium, Beschäftigungseffekte sind daraus kaum zu erwarten. Konjunkturprogramme verfehlen in der Regel ihr Ziel, sie führen lediglich zu einer erheblichen Neuverschuldung, wie das Beispiel Japan gezeigt hat. US-Präsident Donald Trump wird Einnahmen generieren müssen, um die massiven Steuersenkungen und seinen Plan, die Verteidigungsausgaben erheblich aufzustocken, zu finanzieren. Möglicherweise kommen Importzölle oder Einfuhrsteuern ins Spiel. So wird das Steuersenkungsprogramm nicht vom Kongress genehmigt werden.

Reinhard von Kamptz, per E-Mail

Ungeheuerlicher Vorwurf

27. April: ,Ver­.di-Schlampe' heizt Wahlkampf an

Der Vorwurf der SPD-Politikerin und Ver.di-Funktionärin Gabriele Schwohn gegenüber dem CDU-Landtagskandidaten Daniel Günther ist ungeheuerlich. Diese persönliche Anschuldigung belastet den bislang fair ausgetragenen Wahlkampf zum neuen Landtag auf unerträgliche Weise, und die Sozialdemokraten wären gut beraten, sich bei Daniel Günther zu entschuldigen. Diese Äußerung darf so nicht stehen bleiben, damit an Günther nichts hängen bleibt. Der NDR muss sich den Vorwurf gefallen lassen, er habe Parteifunktionären der SPD eine Einmischung in diese Fragestunde zugelassen. Einer großen Anzahl neutraler Personen war dagegen die Teilnahme nicht gestattet worden. Eine überparteiliche Haltung sieht anders aus.

Harald Redemann, Großhansdorf

Nebenschauplatz im Wahlkampf

Unbeschreiblich! Jetzt haben alle Parteien und sonstige Beteiligte endlich wieder einen Grund, nichts zur Sache mehr sagen zu müssen, und können sich auf einem Nebenschauplatz tummeln. Wann lernt man endlich, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen? Einfach im Kreisvorstand nach Prüfung die Konsequenzen ziehen und weiter Wahlkampf machen – aber mit fundierten Argumenten.

Klaus Möller, Hamburg

Kein Beitrag zu Luftverbesserung

25. April: MS ,Elb­phil­har­mo­nie': Leinen los für neue Ha­dag-Fähre

Die neue Fähre ist genau wie ihre Vorgänger mit einem "normalen" Dieselmotor ausgerüstet, auch wenn uns mit dem "dieselelektrischen Antrieb" etwas Tolles vorgegaukelt wird. Gewiss ist dieser Antrieb sparsamer als der konventionelle Dieselantrieb. Es ist und bleibt aber ein Feinstauberzeuger erster Güte, ohne jegliche Abgasreinigung. Während private Fährlinienbetreiber inzwischen sogar vorhandene Schiffe auf LNG als Kraftstoff umgerüstet haben und auch ihre neuen Schiffe mit LNG-Antrieb (verflüssigtes Erdgas, Anm. der Redaktion) ausrüsten, verpestet die stadteigene Hadag weiterhin die Luft. Der Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) ist bei der ersten Fahrt dabei und nimmt's hin, der Umweltsenator äußert sich überhaupt nicht dazu. Schade, dass die Politiker den kleinen Beitrag zur Luftverbesserung nicht umsetzen.

Klaus Risser, Hamburg-Hummelsbüttel

Tag und Nacht medizinische Hilfe

25. April: Welche Fluglinien sich nachts in Hamburg am häufigsten verspäten

Als Flughafennachbar ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass der Airport während 24 Stunden für Rettungsflüge und Organtransporte geöffnet ist. Wenn Menschen medizinische Hilfe benötigen, darf es keine Frage der Uhrzeit sein, ob ein Leben gerettet werden kann oder nicht. Medizinische Flüge sind vollkommen anders zu bewerten als normale Passagierflüge.

Tobias Meyer, Hamburg-Hummelsbüttel

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