Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 18. April 2017

Fahrpreis zu hoch

15./16./17. April: ,Kleine Freiheit' auf großer Elbefahrt. Neue Fährverbindung nach Blankenese gestartet

Es ist schön, all die fröhlichen Gesichter auf der "Jungfernfahrt" nach Blankenese zu sehen. Ich weiß nur nicht, ob auch eine Familie lacht, wenn sie an den Fahrpreis denkt? 54 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter 14 Jahren sind doch ein stolzer Preis. So schön es auf der Elbe auch ist, dann vielleicht doch lieber mit der S-Bahn nach Blankenese oder mit der Hadag-Fähre nach Neumühlen zum HVV-Tarif. Da gibt es einen Museumshafen und einen schönen Strand, und man kann sich noch einen kleinen Imbiss leisten.

Michael Daleki, per E-Mail

Fähre für Touristen

Sicher ist das touristische Angebot der Förde Reederei Seetouristik gut für die Stadt, die Besucher und Touristen. Und es ist zu hoffen, dass dieses Projekt dauerhaften Erfolg hat, auch wenn es mit nur einem Schiff schwierig werden dürfte. Aber ein Fährdienst im umgangssprachlichen Sinne ist es wohl eher nicht.

Michael Brinkmann, Elmshorn

Immer den Wind von vorn

15./16./17. April: Heute würde Faust Fahrrad fahren. Der Rummel ums Rad hat alle Parteien erfasst

Es mag ja keinen überzeugenden Grund gegen eine Radverkehrspolitik geben, aber es gibt, jedenfalls in unseren Breiten, einen sehr triftigen gegen das Radfahren als solches: das Wetter, das berühmte Hamburger Schmuddelwetter. Wer da auch nur eine halbe Stunde durchmuss, ist doch eingesaut. Arbeitet man im Büro, muss man sich umziehen. Und auch bei schönem Wetter braucht man von Stade auf einem Rad-Schnellweg immer noch anderthalb Stunden bis Hamburg, tritt völlig erschöpft seinen Dienst an und muss abends wieder zurück. Außerdem kriegt der Radfahrer bekanntlich den Wind immer von vorn.

Hans-Otto Schulze, Buchholz

Es fehlen Bewerberinnen

15./16./17. April: Ostern – Fest der Frauen. Von den Anfängen des Chris­ten­tums und der Gleich­be­rech­ti­gung in kirch­li­chen Ämtern

Herzlichen Dank für diesen Leitartikel, der gerade auch auf die Bedeutung der Frauen als erste Botschafterinnen (= Apostelinnen) der Auferstehungsbotschaft und Osterzeuginnen hinweist. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass Frauen nicht in der gesamten katholischen Kirchenfamilie von den geistlichen Ämtern ausgeschlossen sind. In der kleinen alt-katholischen Kirche werden seit Ende der 1980er-Jahre Frauen zu Diakoninnen und seit Mitte der 1990er Frauen zu Priesterinnen geweiht. Auch das Bischofsamt steht ihnen offen. Allerdings hat sich noch keine Frau in einer der entsprechenden Synoden zur Wahl gestellt, sodass noch keine Gelegenheit bestand, eine Bischöfin zu wählen. Und ergänzend sei auch noch darauf verwiesen, dass es auch bei den ortho­doxen Geschwistern und in manchen evangelischen Kirchen – wie beispielsweise der Selbständig Evangelisch-Lu­therischen Kirche (SELK) – keine Frauen im priesterlichen Dienst gibt.

Pfarrvikar Walter Jungbauer, Katholische Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Hamburg

Der Bericht macht betroffen

13./14. April: Es reicht! Die Polizei ist am Limit an­ge­kom­men

Der Bericht von Joachim Lenders macht nicht nur betroffen, sondern ist für den rot-grünen Senat ein Schlag ins Gesicht. Es ist unverantwortlich, wie Scholz & Co. agieren. Millionen Euro werden verschleudert, aber für die Sicherheit der Hamburgerinnen und Hamburger, wie auch für die Polizei, ist kein Geld vorhanden. Herr Scholz, zeigen Sie jetzt, dass von Ihnen nicht nur Sprechblasen kommen, sondern dass endlich gehandelt wird!

Anke Schwartz, per E-Mail

Zaghafte Kritik am Irak-Krieg

11. April: Die verfolgte Religion. Der Anschlag von Kairo wirft ein Schlaglicht auf Christen als Opfer

Eine kurze Anmerkung in Ihrem Artikel hat mich doch überrascht, nämlich dass ich zum ersten Mal – so glaube ich wenigstens – in Ihrer Zeitung eine zaghafte Kritik am Irak-Krieg des George W. Bush gelesen habe. Diese katastrophale auf einer Lüge basierende Unternehmung ist der Grund für millionenfachen Verlust von Menschenleben und den furchtbaren Zustand und andauernden Krieg im Nahen Osten mit all seinen Auswirkungen, einschließlich der Flüchtlingsströme, die sich nicht nur über unser Land, sondern über ganz Europa ergießen. Die ganze Welt hat sich dadurch schon jetzt völlig verändert und wird es weiterhin tun, und das für Generationen. Die Verantwortung dafür ist bei jenem amerikanischen Präsidenten und seiner ihn zur damaligen Zeit unterstützenden Clique zu suchen. Die Namen sollten jedem bekannt sein.

Ekkehard Below, per E-Mail

Schöne, kleine Dinge des Alltags

12. April: Zwischenruf. Danke, danke, danke!

Vielen Dank an Jens Meyer-Odewald, der uns mit seinem Zwischenruf auf die vielen schönen, kleinen Dinge des Alltags aufmerksam gemacht hat. Ich werde in Zukunft noch mehr darauf achten: Wenn ich in einen Kinderwagen schaue, und ein rundes Babygesicht lacht mich an. Oder wenn mein Postbote mir sperrige Briefumschläge in den ersten Stock bringt, damit ich nicht runterlaufen muss. Wenn ein Mitmensch durch Handzeichen beim Einparken hilft oder eine ältere Dame meinen heruntergefallenen Einkaufszettel aufhebt, weil sie sieht, dass ich mich nicht so weit herunterbücken kann. Ich glaube, viele Leser können diese Liste weiterführen.

Heidrun Brennert, per E-Mail

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