Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 4. März

Wahlen respektieren

3. März: Für wen spricht die Kammer noch?

Das neue Plenum ist mit großer Mehrheit demokratisch gewählt worden. Jedes Unternehmen, unabhängig von der Mitarbeiterzahl, hat eine Stimme. Wer jetzt Äußerungen wie "Kammer spricht nur für 0,7 Prozent der Beschäftigten" macht, zeigt sich als schlechter Demokrat, auch wenn die Aussage ja faktisch stimmen mag. Das Ganze erinnert an Aussagen aus der Handelskammer, Umweltverbänden die Mittel zu kürzen, weil deren Aktivitäten in Bezug auf die Elbvertiefung nicht gefielen. Auch wenn es manchem nicht gefällt: Gesetze und Wahlen müssen respektiert werden

Carlos Dabelstein, per E-Mail

Es ist höchste Zeit

3. März: Todesgift für Schwer­kranke
erlaubt

Endlich. Es ist höchste Zeit im Jahre 2017, dass wir das Recht bekommen, selbstständig und eigenverantwortlich unserem Leben ein Ende zu setzen und nicht unwürdig in einem fremden Zimmer in der Schweiz Abschied von unseren Lieben nehmen zu müssen. Ich bin dem Gericht in Leipzig dankbar für die Entscheidung. Wir haben laut unserem Grundgesetz das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und auf freie Meinungsäußerung. So gehört für mich auch das Recht dazu, dem Leben ein selbstbestimmtes Ende zu setzen – das ist nur logisch und konsequent. Danke.

Penny Kallmorgen, Heilpraktikerin und
Diplom-Pädagogin, per E-Mail

Tiefer hängen!

3. März: Türkei bestellt deutschen
Bot­schaf­ter ein

Ist es wirklich eine gute Idee, die türkischen Minister fernzuhalten? Natürlich findet es kaum jemand gut, wenn der Wahlkampf auch in Deutschland stattfindet. Aber: In Köln und Gaggenau hätten wenige Hundert Türken die Säle gefüllt. Nicht alle hätten es toll gefunden, was der Redner ihnen sagt. Nicht alle Medien hätten groß darüber berichtet. Jetzt aber ist eine Welle der Solidarisierung zu erwarten. Zur besten Sendezeit und vielmals am Tage und in allen Zeitungen wird berichtet, was nicht stattfinden durfte. Kostenfreie Werbung in ganz Deutschland. Statt einige Hundert wird jeder Türke erreicht. Und wird sich empören und geht jetzt erst recht wählen. Für den verletzten Erdogan. Sollten wir das wirklich wollen? Tiefer hängen.

Bruno Iversen, per E-Mail

Absagen sind richtig

Aus welchen Gründen auch immer diese Veranstaltungen abgesagt wurden: Es ist richtig und sollte von niemandem hinterfragt werden. Ich stelle mir Frau Merkel in der Türkei bei einer Wahlveranstaltung für die Deutschen vor. Diese würde nicht stattfinden, da die türkische Staatsmacht genug Mittel, Wege, Verordnungen, Verbote, Auflagen finden würde, damit diese scheitert. Wahlkampf sollte man nur im eigenen Land machen. Und wer sich als Staatsbürger in einem anderen Land befindet, muss sich mit den Medien und deren Berichterstattung zufriedengeben oder in sein Heimatland reisen.

Anke Petersen, Reinbek

Gut, dass ich von Stuttgart fliege

20. Februar: Wieder Koffer-Chaos am Flughafen

Zufällig einmal wieder in meiner früheren Heimat in Hamburg – und in der Zeitung ein bekanntes Thema. Haben die Hamburger nicht gemerkt, dass der Flughafen seit Jahren die Gepäckausgabe gezielt als Letztes bedient? Warum? "Schwerpunkte setzen nach Beschwerdelage" ist das Motto. Wer da am Gepäckband steht, beschwert sich nicht. Bis man sein Gepäck hat, ist man gefangen. Danach hat man es eilig. Um das Chaos zu verschleiern, wurde vor einigen Jahren sogar die Anzeige für die Abholer, ob die Gepäckausgabe schon läuft, abgeschaltet. Die gibt es sonst an jedem Flughafen. Bevor das Band läuft, können die Abholer bummeln oder Besorgungen machen. Nur in Hamburg soll es niemand sehen, dass ein Flugzeug schon vor zwei Stunden gelandet ist und das Gepäckband immer noch steht. Gut, dass ich jetzt von Stuttgart aus in den Urlaub fliege.

Maren Lachmann, Bietigheim-Bissingen

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