Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: Leserbriefe 27. Februar

Oberster Interessenvertreter

25./26. Februar: Wutanfall im Norden

Der Leitartikel trifft voll ins Schwarze. Mehr noch: Vor einiger Zeit hat Torsten Albig im Kieler Landtag sogar öffentlich gesagt, alle Flüchtlinge, die es wollten, könnten nach Schleswig-Holstein kommen, sie seien willkommen. Angesichts solcher mehr als schrägen Thesen könnte man sich fragen, ob dieser Regierungschef eigentlich Ministerpräsident der Bürger im hohen Norden ist, die regelmäßig ihre Steuern zahlen, oder der oberste Interessenvertreter von Zuwanderern aus aller Welt.

Dr. Manfred Schwarz

Geburtenkontrolle nötig

24. Februar: Krieg, Terror, Hunger – Afrika droht neue Tragödie

Bei den Betrachtungen über die zu befürchtende Hungerkatastrophe in Afrika werden meist Klimawandel und kriegerische Unruhen als Hauptgründe genannt. Sicher verschlimmern diese die bedrohliche Lage auf dem afrikanischen Kontinent noch, aber der Aspekt des rasanten Bevölkerungswachstums kommt viel zu kurz. Ein Boden kann nur eine begrenzte Anzahl von Menschen ernähren, sonst flüchten oder sterben diese. Während früher ein kritischer Diskurs hierüber noch möglich war, ist dies heute scheinbar aufgrund ideologischer Scheuklappen kaum noch möglich. Man erzeugt lieber Betroffenheit mit Hilfe großer Kinderaugen. Eine Verbesserung der Situation kann aber nur erzielt werden, indem die betroffenen Staaten in die Lage versetzt werden, eine wirksame Geburtenkontrolle durchzuführen. Neben der akuten Hilfe muss hier eine nachhaltige und erfolgreiche Entwicklungspolitik ansetzen.

Thomas Zimmermann

Auch mal an die Wähler denken

25./26. Februar: Radweg in Övelgönne: Bezirk prüft noch mal alle Varianten

Die Grünen und die Radfahrer haben riesiges Glück, dass sich nur Freizeitmenschen am wenige Meter breiten Strand in Övelgönne tummeln möchten, da kann man ja unbedenklich eine sechs Meter breite Schneise mitten hindurch betonieren. Wie ganz anders wäre das, wenn dort statt der Freude suchenden Stadtbewohner auch nur ein einziges Pärchen des Wachtelkönigs beheimatet wäre? Und womöglich noch an einigen Ufersteinen Tellerschnecken kleben würden? Ja, dann müsste statt der Planung des Radweges die unverzügliche Umsiedlung aller Övelgönner angeordnet werden. Und der Radweg würde wegen höherer Naturgewalt ganz schnell zu den Akten gelegt werden müssen. Mit einem tiefen Bedauern für die Radfahrer! Für die könnte ja ein Minifährbetrieb von Neumühlen bis zum "Alten Schweden" eingerichtet werden. Liebe "Grüne", seid auch mal für die Menschen da - die nächste Wahl kommt gewiss!

Helmut von Binzer, Bahrenfeld

Anrainer-Appell nötig

Da es sich bei dem 700 Meter langen Teilstück mittlerweile um ein bundeslandweites dringliches Projekt handelt, sollte an die Eigentümer der Anrainergrundstücke entlang des bestehenden Weges appelliert werden, im Interesse des Gemeinwohls auf wenige Quadratmeter ihrer Gärten zu verzichten. Die "velomäßige" Anbindung an das hamburgische Radwegenetz macht die Grundstücke überdies wertvoller und die Schritte aus dem Haus zum Gärtchen gegenüber zweifellos sicherer. Das müsste der Verzicht einem doch wert sein. Im ärgsten Fall könnte auch an eine Enteignung mit angemessener Entschädigung nach Art. 14 GG gedacht werden, denn Eigentum verpflichtet und soll dem Wohl der Allgemeinheit dienen. Die Entschädigungssumme könnte sich Hamburg dann mit Schleswig-Holstein teilen, da eine Vielzahl von Radfahrern aus dem Nachbarland kostenlos die schnelle Velo-Route in die Innenstadt nutzt. Der Verteilerschlüssel ließe sich durch ein Experten-Gutachten ermittelt werden. Oder könnte Herr Dobrindt mit einem Griff in die Kasse für die Mautgebühren einspringen?

Ulrich Reppenhagen

Plausibles Aufholphänomen

25./26 Februar: Von einem Herrn Schulz lassen wir uns nicht verdrängen

Mangelndes Selbstbewusstsein kann man Herrn Kauder nicht vorwerfen, genau sowenig wie Herrn Schulz zu geringes Sendungsbewusstsein oder unterentwickelte Gerechtigkeits-Rhetorik. Aber kann er auch Kanzler, und das besser als Merkel? Eines kann er wohl besser als sie: die Seele seiner Zuhörer erreichen. Im Gegensatz zum Sprachgeschick der Kanzlerin, deren Physiognomie und Botschaften nicht selten rüberkommen wie ein Referat, eine Physikvorlesung. Schulz erreicht mit seinem Charisma ein breites Publikum mit Ankündigungen, die es so bisher nicht vermittelt bekam. Menschen reagieren bekanntlich nicht nur auf Sachargumente. Ausschlaggebend für das Wahlkreuz kann auch sein, wie ein Kandidat den Wähler emotional erreicht. Insofern erklärt sich das SPD-Aufholphänomen als durchaus plausibel. Eine Programmvorschau, sinnlich und in Farbe kommt eben besser an als stringent und in Schwarzweiß.

Peter Hülcker, Norderstedt

Löst sich von selbst

25./26. Februar: Die Kontroverse: Klatschen oder nicht?

Wahrscheinlich wird sich das "Klatschproblem" irgendwann von selbst lösen: Wer wegen der Musik ins Konzert geht, geht in die Laeiszhalle, und wer wegen des Gesamtevents geht, geht in die Elbphilharmonie. Dann sind alle zufrieden.

Annika Stawe, Quickborn

Nur der HSV

25./26. Februar: Wunder gibt es immer wieder

Beim Tabellenzweiten Leipzig 3:0 gewinnen und beim -ersten 0:8 untergehen – das schafft nur der HSV. Einfach nur frustrierend.

Knut Wiesel, Lurup

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.