Das Gentlemen agreement zwischen der Bundesbank, dem Bundespräsidialamt und Herrn Sarrazin wird sicher immer einen schlechten Beigeschmack behalten, da der Anschein eines Deals zugunsten des Herrn Sarrazin und des Herrn Bundespräsidenten, nicht weg zu diskutieren sein wird. Allerdings die Neutralität des Bundespräsidenten in diesem Zusammenhag anzuzweifeln, wie es Herr Gabriel versucht, halte ich für ein Scheingefecht, um von seinem favorisierten Ausschluss des Herrn Sarrazin aus der SPD, abzulenken. Die Zuwendung einer um 1.000 € erhöhten Pension kann man nicht nachvollziehen. Die Einnahmen der Buchverkäufe werden durch das Gezeter der politischen Parteien und durch den diskutierten Ausschluss des Herrn Sarrazin aus der SPD, sicher gravierend steigen und die eintausend Euro höhere Pension noch Toppen. Eine Person aus einer politischen Partei auszuschließen, die ein heißes Thema mit seiner veröffentlichen Meinung angesprochen und sicher auch in einigen Argumentationen eine nicht von der Mehrheit der Bevölkerung getragene Auffassung vertritt, halte ich gelinde gesagt für absolut falsch. In unserer Gesellschaft muss es doch möglich sein einen Standpunkt zu vertreten und ihn auch orthographisch in Buchform zu Papier zu bringen, ohne durch, wie auch immer geartete Angriffe, mundtot gemacht zu werden. Ich unterstelle mal allen Kritikern des Herrn Sarrazin, dass sie sein Buch gelesen haben oder?

Fritz Timm

Womit ist Thilo Sarrazin unter Druck gesetzt worden, sich auf diesen Kuhhandel einzulassen? Die höhere Rente dürfte kaum den Ausschlag gegeben haben. Es ist etwas faul im Staate Deutschland… Die CDU kann sich dank Frau Merkel und Herrn Wulff darauf einstellen, vom Wähler bei der nächsten Bundestagswahl die Quittung zu bekommen.

Margrit Ruppenstein

Alle große politische Aktion besteht im Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist. Ferdinand Lassalle Man kann über Herrn Sarrazin und seine teilweise mehr als provokanten Aussagen geteilter Meinung sein. Was offenbar die Mehrheit der Bevölkerung aber irritiert, ist, dass die Regierenden die grundsätzlichen Themen aus Furcht vor den nächsten Wahlen nicht angehen. Besser nichts tun als Stimmen zu verlieren. Mir fehlen die Typen wie Wehner, Strauß, Schmidt etc., die sich ihren Überzeugungen verpflichtet fühlten.

Peter Späth

Herr Sarrazin hat es gewagt auszudrücken was Millionen deutscher Staatsbuerger empfinden. Nicht nur die Meinungsfreiheit in Deutschland ist beleidigt worden, Millionen Deutsche mussten erfahren, dass man heute in Deutschland bestraft wird, wenn man der offiziellen Politik in die Quere kommt.

Dr B Meyrow

Der Rücktritt von Herr Dr. Thilo Sarrazin von seinem Amt als Vorstand der Bundesbank ist bei dem öffentlichen Druck und den Drohungen verständlich, aber sehr, sehr bedauerlich. Haben wir es doch ihm zu verdanken, das endlich eine längst überfällige Diskussion über Integration, ihre Erfolge und Misserfolge auf den Weg gebracht wurde. hat doch durch ihn die politische Klasse in Berlin erst gemerkt, was das Volk, das sie doch eigentlich vertreten soll, denkt und wünscht. Was für ein Staat sind wir, in dem kritische Stimmen aus Amt und Partei ausgeschlossen werden sollen, in dem der Bundespräsident vorschnell und ohne Not ungefragte Statements abgibt (wer redet ernsthaft von einem beschädigten Image der Bundesbank?) und die Bundeskanzlerin bei der Verleihung eines Preises an den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard von Meinungs- und Pressefreiheit spricht, die sie aber in Sachen Sarrazin in Frage stellt?

Petra Hausenberg

Herr Sarrazin hat zur Fertigung seines Buches offensichtlich Behörden-Papier (Din A4) und den Dienstdrucker benutzt. Auch hat der die Bundesbank-Bibliothek "leergelesen". Wer auf solche "Unregelmäßigkeiten im Dienst" zurückgreifen muss, um eine Entlassung zu rechtfertigen, ist arm dran.

Gottfried Burkhardt

Unstrittig dürfte sein, dass die Wanderung des Homo sapiens über den Globus genetische Spuren hinterlassen hat. Die echten Europäer tragen mindestens 4 % Neanderthaler-Gene in sich. Und so unterscheiden sich Eva und ihre Töchter, Adam und seine Söhne, genetisch voneinander. Die einen sind blond und blauäugig, die anderen sind dunkel und heißspornig usw.. Leider haben die Schamanen der letzten Jahrtausende viel verbockt. Sie haben den Charakter ganzer Völker geprägt und prägen ihn noch extremer. Nun, wo unsere Politiker erkennen, dass das Volk hinter Sarrazin steht und dessen Buch ständig ausverkauft ist und dass sie dessen wohltuende und wahre Meinung nicht so einfach in die nationalsozialistische Maulkorb-Ecke drängen können, wo eine neue Partei entstehen könnte, wo ihre Ämter gefährdet sind, nun stellen sie sich neben ihn und gar hinter ihn. Uns, das Volk, haben diese Politiker durch ihre Fehlentscheidungen verarmen lassen. Geldadel, Geldinstitute und faule EU-Staaten stürzen uns von einer Katastrophe in die nächste. Da wird nichts zur künftigen Verhinderung unternommen. Die lernen nichts. Diese Egoisten denken nur an sich und lassen uns verarmen und verdummen. Die wollen uns auch noch mit jährlich 500,000 Neubürgern aus den Slums dieser Welt ersetzen, produzieren hier den Bildungsnotstand und wollen auf unsere Kosten auch noch hier fehlende Spezialisten aus dem Ausland kaufen. Ich wähle Sarrazin!

Wolfgang König

Anstatt über den heuchlerischen Abberufungsantrag des Herrn Weber & Co nachzudenken, sollte unser Präsident Wulff die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Herrn Sarrazin in Betracht ziehen, damit Deutschland nicht abgeschafft wird. Herr Sarrazin hat das verlogene Deutschland endlich aufgerüttelt.

Hans-Georg Sänger

In den von Ihnen abgedruckten Leserbriefen fällt mir eine Tendenz auf, die sich gegen so genannte „Gutmenschen“ richtet. Da frage ich mich, ist das Gegenteil ein „Bösmensch“? Und sind alle Menschen, die sich ehrenamtlich um Benachteiligte kümmern, „Gutmenschen“? Oder die der Meinung sind, unsere Gesellschaft bedarf der Regeln und achten auf deren Einhaltung? Und denen es nicht egal ist, ob, wie es durch Sarrazin geschieht, so wichtige Themen wie Integration in einer populistisch geführten Diskussion in Bausch und Bogen abgehandelt werden. Es ärgert mich auch, dass nur Negativbeispiele und keine gelungene Integration aufgeführt werden. Will man die Massen zum „Kreuzzug“ auffordern? Ich bin Jahrgang 1931 und deshalb erschrecken mich Leserbriefe, die schon wieder rassenfeindliche Tendenzen erkennen lassen. Wir Deutsche sollten uns davor hüten . Die Folgen können schrecklich sein.

Eleonore Hagge

Thilo Sarrazin (SPD) sollte nicht politisch mundtot und abgestraft werden. Demokratie lebt von kontroversen Debatten.Parteipolitiker sollten kein Mißtrauen gegen das Volk hegen, wenn dieses mal nicht die von oben aus den Parteizentralen gesteuerten Meinungsbrei kritiklos widerkäuert. Es wäre undemokratisch Thilo Sarrazin auszugrenzen und ihn ins politische Abseits abzuschieben. Die Themen der Migration und Integration stehen längst auf der Tagesordnung.

Mit freundlichem Lesergruß

Albert Alten

Als Westeuropa die Muslimische Welt beleidigt hat, durch nutzlose Zeichnungen, leider von einem Landsmann von mir, waren die Herrschaften in Berlin die ersten die sich auf die Pressefreiheit berufen haben. Jetzt wollen Sie von Allem nichts wissen. Die Politiker können alles sagen, Menschen beleidigen, unterste Schublade und hinterher: "Ich bin falsch verstanden worden", und das was es dann. Herr Sarrazin hat übertrieben. Ganz sicher. Viele Punkte sind aber seit Jahrzehnten aktuell, und die Damen und Herren Politiker reden und haben keine Ahnung wie es im wahren Leben aussieht. Wenn sie das wüssten, wäre vieles nicht passiert, und viele Beschlüsse nicht getroffen worden. Die jungen Menschen, die das alles ausbaden müssen, die Probleme von morgen, die heute produziert werden, können mir nur Leid tun. Hoffnungsträger wie Herr von Dohnanyi gibt es ja noch, aber die Politiker von heute glauben ja, dass sie alles besser wissen. Nicht nur im Arbeitsleben sind die ältere die jenige, die am meisten Erfahrung haben.

Stig Arnberg

Wie immer man zu Herrn Sarrazin steht: Für eines gebührt ihm höchstes Lob. Er hat dafür gesorgt, dass endlich offen über die unsägliche Bevormundung durch die sogenannten "Gutmenschen" in Politik und Medien gesprochen wird.Herr Schöppner, der Chef des Emnid-Meinungsforschungs-Institut, hat vollkommen recht, dass die meisten Menschen die Nase gestrichen voll haben von dem teils hysterischen, teils herablassenden, und stets rechthaberischen Geschrei all der Berufsaufreger, Moralapostel und Realitätsverdränger. Und die CDU/CSU wird weiter massiv Wähler verlieren, wenn sie sich von all diesen "Besserwissern" einschüchtern lässt und lieber Wohlverhalten praktiziert.

Freyr Schuster

Die deutsche Integrationspolitik der letzten Jahrzehnte kann und darf jeder Bürger kritisieren. Sie hat uns schließlich die Probleme beschert, mit der sich unsere Gesellschaft allerspätestens jetzt intensiv und lösungsorientiert auseinandersetzen muss. Aber deshalb schafft sich Deutschland nicht automatisch ab, wie dies der SPD-Rechtspopulist Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch phrasendreschend behauptet. Sarrazin ist dabei überaus gefährlich, weil er pauschal Volkspropagandapolitik im Stile der Nazis gegen angeblich gewaltbereite, integrationsunwillige und dumme Muslime betreibt, die sich zu allem Überfluss noch rasant wie die Karnickel vermehren, in befremdlichen Parallelgesellschaften leben und mit ihren Moscheen und Kopftuchmädchen das deutsche Volk bedrohen, um letztendlich die deutsche Kultur vernichten können. Mir wird Angst und Bange, wenn laut einer aktuellen Umfrage 18% der Deutschen Thilo Sarrazin ihre Stimme geben würden. So hat es 1929 nach der bisher vorletzten schweren Weltwirtschaftskrise in Deutschland mit Adolf Hitler auch angefangen. Nur damals waren es deutsche Juden, die pauschal propagandistisch als Volkszersetzer an den Pranger gestellt wurden, um sie schließlich durch die Rassengesetze und die beschlossene Endlösung der Judenfrage ächten und töten zu können. Es wird höchste Zeit, dass der "Bad Banker und Bad Denker" Sarrazin durch SPD-Parteiausschluss und durch die Abberufung des Bundespräsidenten Christian Wulff als Finanzvorstand der Bundesbank gestoppt wird. Thilo Sarrazin muss endlich entnazifiziert und in Deutschland der Prozess gemacht werden, weil er das deutsche Volk wieder gegen alle Lehren aus unserer Geschichte arisieren will.

Roland Klose

Wer zu Recht das Versagen der Integrationspolitik in bestimmten Bereichen anprangert, muss nicht nur mit empörten Reaktionen der politisch Verantwortlichen, sondern auch der betroffenen, z. T. gewaltbereiten Migranten rechnen. Zivilcourage, wie sie in hohem Maße auch die Jugendrichterin Kirsten Heisig bewiesen hat, ist lebensbedrohend. Polizeischutz für Thilo Sarrazin ist daher zwingend notwendig, reicht aber allein nicht aus. Eltern, Schüler, Lehrer, Sozialarbeiter und Politiker sollten in den sozialen Brennpunkten in offenen Gesprächen ohne gegenseitige Schuldzuweisungen den Dialog suchen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Dabei könnten erfolgreich integrierte Migranten eine Vorbildfunktion übernehmen.

Margrit Ruppenstein

Bestimmte Äußerungen Sarrazins mögen als überspitzt, merkwürdig, oder gar geschmacklos empfunden werden. Eine Kündigung rechtfertigt das natürlich nicht, da der Mann nur von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch macht und hierbei um Übrigen eine Menge sehr vernünftiger Dinge sagt. Bemerkenswert erscheinen mir die Motive der Politik. Durch eine Kündigung Sarrazins versucht die Politik, den von diesem bezeichneten Problemen weiterhin aus dem Weg gehen zu können. Dies liegt daran, dass sie zu Recht das Sprengpotential fürchtet, welches eine ehrliche Diskussion - und vor allem Lösung - dieser Themen in sich bergen dürfte. Und natürlich auch daran, dass sie ihre eigenen Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte bei der Zuwanderung am liebsten unter den Tisch kehren möchte. So erklärt sich die lustvoll zelebrierte öffentliche Geißelung Thilo Sarrazins. Welchen Wert aber hat die Meinungsfreiheit noch, wenn ihre Ausübung die Kündigung nach sich ziehen kann? Wer traut sich noch den Mund zum Thema aufzumachen? Wer bestimmt eigentlich welche Dinge gesagt werden dürfen und welche nicht? Mit ähnlich feigen und verlogenen Inszenierungen haben Politik und Medien über viele Jahre eine ehrliche Debatte stets erfolgreich zu verhindern gewusst. Dies ist einfach nicht länger zu ertragen. Wir alle brauchen den Mut zu mehr Wahrheit und Toleranz gegenüber anderen Meinungen. Political Correctness wird uns einer Lösung der Probleme nicht näher bringen.

Onno Tim Kempcke

Auch wenn ich das Buch von Thilo Sarrazin nicht gelesen habe, dafür aber sehr viele Beiträge in TV, Presse , kann ich ihm im Grunde nur beipflichten. Er hatte den Mut , ein schwelendes Problem anzusprechen und soll dafür sühnen.? Kaum zu glauben, dass Mut so bestraft werden soll. Wir haben doch so viele Politiker ohne Courage, sie sehen die Probleme, sind aber zu feige, sie auszusprechen. Die Deutschen haben anscheinend immer gekuscht und nicht gelernt ,offen und mit gerechter Streitkultur zu leben. Demokratien können in Gefahr geraten, wenn brisante Themen unter den Teppich gekehrt werden. Im übrigen, viele Bücher sind nicht immer streng wissenschaftlich und genau (siehe den genetischen Beitrag in Sarrazins buch). Dieses Buch hat großen Erfolg, weil es mutig ist. Solche mutigen Männer brauchen wir und sind bereit mit ihnen zu diskutieren.

Freundliche Grüsse

Dr. Ursula Rohde

Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi will Sarrazin "beistehen", sollte die SPD ihn rauswerfen, im Hamburger Abendblatt sieht der Ober-Arbeitgeber Hans Olaf Henkel wegen der Kritik an Sarrazin die "Meinungsfreiheit in Gefahr". Tatsächlich ist es Sarrazin gelungen, längst bekannte, öffentlich diskutierte und äußerst komplexe Probleme um Integration zu einer sozialen Hetze gegen Minderheiten so aufzublasen, dass man sich Sorgen machen muss um die Verkehrsformen in diesem Land und die Urteilsfähigkeit vieler öffentlich bekannter Protagonisten. Wenn diejenigen, die ständig unaufgefordert in der Presse, in Talk-Runden und sonstwo ihre immer gleichen Sentenzen in das Publikum blasen, wenn diese kaum noch zu ertragenden Dauer-Debattierer plötzlich Sorgen wegen der Meinungsfreiheit haben, ist Gefahr im Verzug. Sarrazin ist seit Wochen (!) auf allen Kanälen (!) präsent bis hin zu der mehrfach offen oder versteckt ausgesprochenen Aufforderung an die Rechten im Land, es (endlich!) mit einer neuen Partei rechts von der CDU zu versuchen. Leute wie von Dohnanyi und Henkel haben entweder den Überblick verloren oder bestimmte Absichten, über die sie sich ausschweigen. "Fair is foul and foul is fair", hat Shakespeare formuliert - der Satz passt zu dem, was sich gegenwärtig in Deutschland abspielt.

Ernst Otte

Wiedermal zegt die SPD Spitze dasSie keine eigene Meinung hatt und Ihre Fahne nach dem Wind dreht. Und lange genug an der Migranten Proplematik etwas hätte bewegen können...

Hendrik Külß

Guten Tag !

Chapeau Herr v. Dohnaniy ! Endlich ein Mutiger und Ehrlicher, der den Heuchlern der SPD die Stirn bietet : Alle jene haben doch den bestehenden Zustand der Migranten mit auf dem Gewissen und wollen sich jetzt in übler Art davon stehlen.

Beste Grüße

Klaus-Peter Müller

Jetzt fürchtet auch noch der SPD-Chef Sigmar Gabriel einen Sympathierückgang für seine Partei und möchte Hr. Sarrazin aus der Partei ausschließen. Es tut mir leid Hr. Gabriel, aber Sie sind zu weit von der Basis entfernt, um zu wissen, wo den Leuten im Lande der Schuh drückt. Hr. Sarrazin hat es endlich einmal öffentlich ausgesprochen. Wie auch Hr. Hans-Olaf Henkel in seinem Interview gesagt hat, wird das Aussprechen der Wahrheit leider zu oft als Provokation empfunden und wir sollten denen, die Missstände nennen, dankbar sein, statt sie zu verteufeln. Schön das es da noch Politiker wie Hr. von Dohnanyi gibt, die Hr. Sarrazin vor der Schiedskommission verteidigen wollen. Es bleibt zu hoffen, dass unser Bundespräsident Hr. Wulff, gegen die politisch geforderte Abberufung von Hr. Sarrazin entscheidet.

Rolf Jantzen

Sehr geehrte Damen und Herren,

so langsam dämmert es den Spitzen der SPD und auch dem Initiator des Parteiausschlussverfahrens, dem Parteivorsitzenden Gabriel, dass der Ausschluss von Thilo Sarrazin ein großer, nicht wiedergutzumnachender Fehler wäre, der die SPD viel Zustimmung der eigenen Parteimitglieder und auch der Wähler kosten würde. Herr Gabriel bemüht sich unter dem Druck der öffentlichen Meinung schon zurückzurudern, mal sehen, ob er die Kurve noch kriegt und diesen Unsinn abbläst. Herr Sarrazin spricht das aus, was die Mehrheit der Bevölkerung denkt aber sich nicht zu sagen wagt. Seine unsinnigen Thesen zur genetischen Abstammung hätte er allerdings besser unterlassen, inzwischen hat er ja selbst eingestanden, dass das ein Fehler war.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Jung

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion des Hamburger Abendblattes,

mein großer Respekt und mein ausdrücklicher Dank an unseren Altbürgermeister Klaus von Dohnanyi. Endlich wird die Auseinandersetzung mit den Äußerungen von Thilo Sarrazin auf eine sachliche Ebene gebracht. Herr Sarrazin hat vielen von uns aus der Seele gesprochen, er hat den Mut dazu gehabt. Erschreckend finde ich wie stereotyp die Jagd auf einen anders (?) denkenden Menschen eröffnet wird in diesem unserem Lande! Leider ist der dumme deutsche Michel gerade in der Politik und leider auch oft unter den Journalisten vertreten. Letztere tragen wesentlich zur Meinungsbildung der Menschen in Deutschland bei, in der Art und Platzierung ihrer Artikel in den Publikationen oder Fernsehausschnitten. Hans-Olaf Henkel hat leider Recht mit seiner Aussage: wir Deutschen haben ein Problem mit der Meinungsfreiheit. Im Übrigen bin ich Mutter von zwei Kindern mit „Migrationshintergrund“ und weiß aus eigenem Erleben, wie Integration aussehen kann und soll – wenn sie denn gewollt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Knoblauch

Wenn der Sarrazener die Tatsachen-Partei gründet, ist die SPD mit ihrer verlogenen Ideologie am Ende.

Gebhart Müller-König

In Sachen Sarrazin wäre sicher mehr Gelassenheit angebracht; seine Gen-Philosophie taugt sowieso nur zu kabarettistischen Einlagen. Kritiker aber quasi zu dämonisieren hat selbst im Falle Ronald Schill der SPD keine Erfolge beschert, warum sollte es beim Genossen Sarrazin besser funktionieren? Nicht nur ein paar Körnchen Wahrheit stecken in seinem Buch, da ist schon mehr drin. Über eine in mehr als 40 Jahren weitgehend misslungene Integration bestimmter Einwanderergruppen muss einfach mehr gesprochen werden; Sarrazin kann ein guter Anlass sein. Schon eine besser überwachte Schulpflicht und sich dem Bildungsauftrag mehr verpflichtet zu fühlen, hätte sicher zu erheblich besseren Ergebnissen geführt, von der laschen Verfolgung der Jugendkriminalität in den Schulen gar nicht erst zu reden. Sarrazin lässt sich also leicht Mitverantwortung am Schlamassel zuweisen, gehörte er doch jahrelang zum politischen Establishment in Berlin. Mit freundlichen Grüßen Siegfried Meyn

Siegfried Meyn

Die ganze „Aufgeregtheit“ um die Person Thilo Sarrazin, seine Thesen und sein Buch geht m.E. an der eigentlichen Sache vorbei: Nämlich darum,, ohne Vorwürfe, Vorverurteilungen und Vorurteile eine bestehende Situation zu analysieren (die Integration von Mitbürgern mit Migrationshintergrund, vor allem derjenigen, die sich als Gruppe „gefühlt wahrgenommen“ als nicht sehr integrationsfreudig verhalten, Sprache & Co (zahlenmässig vor allem Türken). Daraus ergibt sich, Lösungen zu entwickeln, d.h. mit einer Form von Druck darauf zu drängen, dass nur derjenige hier in Deutschland angekommt, der der deutschen Sprache mächtig ist und sich einzufügen weiß. Hierbei hat nicht nur Sarrazin, sondern auch Berlin-Neuköllns Bürgermeister Bruschowsky u.a Lösungswege aufgezeigt, die sich vor allem auf Kinder und deren frühkindliche Erziehung beziehen – so früh wie möglich in eine Kita, um Fehlentwicklungen zu einem späteren Zeitpunkt und fortgeschrittenerem Alter (Jugendliche) zu verhindern. Nicht mehr und nicht weniger ! Und es geht um alle Bürger, unser System. Alles andere ist reiner Aktionismus, Wichtigtuerei, Polemik und leider – von vielen Politikernwie Gabriel – auch „Unwissenheit“ und „Dummheit“ in der Sache wie auch Arroganz dem Wähler/Bürger gegenüber.

Sven Jösting

Unsere Bundeskanzlerin soll in einem Interview über die Äußerungen von Hr. Sarrazin gesagt haben:"Sie wirken ausgrenzend. Ganze Gruppen in unserer Gesellschaft fühlen sich dadurch verletzt". Hat sie sich eigentlich einmal gefragt wie viele Deutsche sich in ihrem eigenen Land ausgegrenzt und verletzt fühlen? Es sollten unsere Kinder und Familien im Vordergrund stehen, denn die können in kein anderes Land gehen, damit es ihnen besser geht.

Holger Schween

Die politisch Verantwortlichen messen mal wieder mit zweierlei Mass. Thilo Sarrazin, der in einem Buch unbequeme Wahrheiten beim Namen nennt, soll deshalb mit Gewalt aus allen Ämtern gedrängt werden. Hingegen kann es sich Rüdiger Grube - ohne dass seine Loyalität in Frage gestellt wird - leisten, einen propagandistischen Aufruf der Kernenergiewirtschaft, der gegenüber der Bundesregierung einen fast nötigenden Inhalt hat, als Vorstand des zu 100% dem Bund gehörenden Unternehmen Bundesbahn zu unterschreiben.

Manfred Schmidt-Beyer

Guten Tag,

Man kann es nicht anders als ekelhaft empfinden, mit welcher schamloser Heuchelei sich die bürgerferne Parallel-Gesellschaft der deutschen Politiker auf Sarrazin stürzt, ihn erledigen will und buchstäblich in einem Atemzug mit genau seinen Argumenten politische Veränderungen fordert – garantiert und wie gewohnt auch das nur Lippenbekenntnisse.

Freundliche Grüße

Gerhard Klußmeier

Eine wahre Komödie: Thilo und die Politikasten!

Seit Kurzem hat sich mein Zorn über die politische Klasse bezüglich der Verdammnis von Thilo Sarrazin gelegt. Ich muss jetzt jedes mal herzhaft lachen, wenn ich neuere Kommentare der Volksvertreter lese. Warum? Was ist passiert?:Sarrazin schreibt ein Buch über Probleme der Integration. Fast alle Politiker, sogar der Bundespräsident, heulen auf und entsetzen sich über eine Nebensache, über das "jüdische Gen". Das "dumme" Volk spielt nicht mit und füllt mit seinen Meinungen Hunderte von Zeitungsseiten, Talkshows etc. Deshalb legen die Repräsentanten eben dieses Volkes einen Schalter um und wollen sich an die Spitze einer gewaltigen Diskussion über die verfehlten Integrationsbemühungen setzen. Das ist aber leicht zu durchschauen und gar nicht schlau! Übrigens habe ich gehört, dass im Iran etwas Ähnliches passiert ist. Ahmadinedschad hat einen hohen Fiskalbeamten entlassen, weil dieser behauptete, die Ungläubigen (Christen, Juden u.a.) seien genetisch bedingt nicht in der Lage, den Islam zu verstehen.

Dieter Rakete

Es stimmt, es gibt eine Riesendiskrepanz zwischen den Regierenden und dem Volk. Die Regierenden glauben immer noch, die Deutschen seien eine nettes, weltoffenes Völkchen. Die aktuellen Ereignisse zeigen: dieses Volk ist mehrheitlich religiös intolerant, massiv fremdenfeindlich, latent rassistisch, kinderfeindlich und extrem ängstlich gegenüber allem, was nicht so ist wie man selbst. "Deutsch-Sein, Deutsch-Sein über Alles" - vielleicht hat Herr S. mit seiner These Recht, dass die angebräunte Grundtendenz der Deutschen genetisch bedingt ist und sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts vererbt.

Erhard Haupt

Dank, Dank, Herr Sarrazin, endlich mal ein ehemaliger Politiker, der es wagt, noch dazu ein Sozialdemokrat, von der politisch korrekten Sprachregelung abzuweichen, um Klartext zu reden. All' die Sie jetzt verdammen, ob im Bankenvorstand oder in der Regierung sind doch so abgehoben und von der Wirklichkeit abgeschirmt, dass sie gar nicht wissen, was die verfehlte Integrations-Politik in Deutschland für Probleme verursacht. Sie werden damit ja auch nicht konfrontiert. Die korrekte politische Sprachregelung dient doch haupt- sächlich dazu, unangenehme Wahrheiten diplomatisch zu verschleiern oder die Feigheit zu harten politischen Entscheidungen in der Integrations-Politik mit einem Tarnmäntelchen zu umgehen. Liberalität ist gut. Wer sich jedoch mit übertriebener Liberalität hervortut, ist mal ganz abweichend vom politisch korrekten Sprachgebrauch uninformiert und dumm.

Klaus Brandes

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer entscheidet zukünftig über die Meinungs- und Redefreiheit und mit welchen Konsequenzen für den Einzelnen? Heute Thilo Sarrazin und morgen? Diese sog. "Gutmenschen", die in Sachen Integration zur Zeit die Medien beherrschen, sollten sich lieber mit den bestehenden Problemen der Integration von Ausländern befassen.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Heinz Müller

Sarrazin hat im Grunde Recht mit seiner aufreizenden Aussage. Anders wird es ja leider heute in den Medien nicht mehr wahrgenommen. Gekränkt fühlen sich nur jene, die die Wahrheit immer verdrängen. Weil sie würdelos sind. Darum wird er auch, was ich persönlich richtig finde, einen Prozess anstrengen. Dieses Schauspiel wird der Demokratie einen erheblichen Schaden zufügen! Denn das Grundgesetz verbietet keine Meinungsfreiheit! Egal in welchem Amt! Die, von den Lobbyisten verführten Politiker, verdrängen ja nur die Wahrheit, um im Amt zu bleiben!

Hans Pohl

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider hat Herr Rind in seinem Leitartikel „Der Reigen der Versager“ (4.9.10), eine Gruppe vergessen, die im Zusammenhang mit den Thesen von Herrn Sarrazin „alles falsch gemacht“ haben, nämlich die Vielzahl der Journalisten vom Spiegel über den Stern bis hin zum Hamburger Abendblatt. Nur allzu gern haben sie doch ihre Multiplikatorenfunktion genutzt und die provokanten Thesen Sarrazins veröffentlicht, seziert und kommentiert - und so den Druck auf Merkel, Wulf und Bundesbank erhöht, wenn nicht sogar (mit-) geschaffen. Erst nachdem der selbstgerechten Aufregung der Gutmenschen allüberall endlich, aber wohltuend eine differenziertere Betrachtung des „Falles Sarrazins“ und seiner Thesen folgte, kam der große Schwenk in Politik und Medienöffentlichkeit, wofür Herr Rind ein beredtes Zeugnis liefert.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Reppenhagen

Ich kann mich nur Ralph Giordano' s Worten der „schrillen Kakofonie zum moralinsauren Halali“ bezüglich des „Casus Sarrazin“ anschließen. In mir verfestigt sich der Eindruck, dass alle politischen Parteien ihr fragmentarisches soziologisches Basiswissen vom sonntäglichen Studium der Sozialsoap „Lindenstrasse“ beziehen . Es ist nicht nachvollziebar, dass die Führungsebenen dieses demokratischen und liberalen Staates nicht in der Lage sind, vorhandene Probleme im Migrationsbereich ehrlich, vernünftig und rational zu diskutieren und die bestmögliche Lösung dann auch anzugehen. Aussitzer und Tagträumer hatten wir schon mehr als genug im diesen Republik.

Dr.K.Lunkenheimer

Es ist doch alle paar Jahre dasselbe: Da erscheint ein rechtspopulistischer Shooting-Star auf der politischen Bühne, macht mit kruden Sprüchen über Ausländer (und in diesem Fall auch über Juden) auf sich aufmerksam und wird - statt verdientermaßen totgeschwiegen zu werden - von Medien erst so richtig groß gemacht. So war es bei Ronald Barnabas Schill, so ist es bei Thilo Sarrazin. Zwar hat nicht eine einzige der immergleichen "Thesen" dieser Männer irgendeine Substanz, das stört die minderheitliche, aber dennoch stabile Anhängerschaft solcher Leute jedoch nicht: Auch 20-30% der HamburgerInnen scheinen für fast jede Spielart der Fremdenfeindlichkeit empfänglich - und dankbar, wie aus den Leserbriefen zum Thema hervorgeht. Ein paar Monate oder Jahre später verschwinden die "mutigen" Schreier dann von der Bühne, meist durch einen Sturz über die eigene Selbstverliebtheit. Aber keine Sorge: Der nächste Schill, Sarrazin oder Haider steht gewiss schon in den Startlöchern.

Olaf Harning

Auch die früheren Landeszentralbanken und die Landesbanken waren häufig genug nur Versorgungsendlager für überzählige und inkompetente Politiker. Es besteht auch nicht der geringste Grund, vor der Bundesbank in Ehrfurcht zu erstarren. Im Vorfeld der Finanzkrise hat sie kläglich versagt: Keine Warnung vor den volkswirtschaftlichen Risiken, keine konsequente Prüfung und Abmahnung maroder Geldinstitute, kein Hinweis auf anlegerschädigende Schrottpapiere.Für die einzig und allein entscheidende Zinspolitik ist die EZB zuständig. Da gibt Weber nicht den Ausschlag. Billiges Geld an die Banken zu verteilen, ist dann nicht wirklich eine schwierige Aufgabe. So bleibt den Bundesbankern viel Zeit, Bücher zu schreiben oder ihre Monatsberichte mit Beiträgen zu füllen, die zwar ungeheuer wissenschaftlich daherkommen, tatsächlich aber selbst die Fachleute kaum interessieren.

Manfred Langeheine

Sehr geehrte Damen und Herren!

„Politiker aller Parteien warfen ihm vor, mit seinen Thesen das Ansehen der Bundesbank beschädigt zu haben.“ Ja bravo! In den letzten zwei Jahren haben mindestens ein Dutzend hochrangige Banker durch fachliche Fehlentscheidungen und, wie sich in einem Fall jetzt herausstellt, charakterliche Unzulänglichkeit nicht nur das Ansehen ihrer Landes- oder privaten Großbank, sondern auch – auf Kosten des Staates – deren Bilanz massiv beschädigt. Personelle Konsequenzen sind in den seltensten Fällen, und dann in der Regel zu Lasten des am wenigsten Involvierten, gezogen worden. Sarrazins Buch hat mit dem Bankgeschäft nichts zu tun. Auch wurde bisher von keiner Seite behauptet, sein Buch verletze die parteipolitische Neutralität. Nein, es ist wieder einmal so, dass unter der – nach der gewichtigen Meinung Helmut Schmidts - freiheitlichsten Verfassung, die wir je hatten, mundtot gemacht wird, wessen Meinung nicht mit der der sog. politischen Elite übereinstimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Otto Schulze

Liebe Redaktion,

ich möchte meine Bestürzung darüber ausdrücken, dass wir offenkundig in Deutschland unter Denk- und Sprechverboten leben. Unter dem Meinungs- und Informations-Diktat einer Führungsschicht, die wild um sich schlägt, wenn jemand eine Sachdebatte zu einem bestimmten Thema anstößt. Einem Thema, das seit geraumer Zeit schon einem wachsenden Teil der Bevölkerung schwer auf dem Magen liegt. Was ist mit unserer freiheitlich-demokratischen Nachkriegs-Gesellschaft bloß geschehen? Das Vordringen der islamischen Kultur in die Gesellschaften Westeuropas ist ein Fakt. Man kann diesen Fakt sowohl konkret im Alltag deutscher Großstädte erleben wie auch in abstrakten Zahlen (Statistiken) nachlesen. Insofern sagt Sarrazin's Buch nichts Neues. Warum dann diese geradezu tollwütigen Abwehrreaktionen, die einfach nur irrational wirken? Frau Merkel postuliert: "...bestehende Probleme in der Integration (müssen) auch offen diskutiert werden." Dies ist ein wunderbares Beispiel für die Inhaltslosigkeit heutigen Politikersprechs. Sarrazin macht doch nichts anderes, als "offen" zu dikutieren, aber er muß nun um seine (berufliche) Existenz fürchten. Man kann meinethalben "...das Ziel (haben), eine neue deutsche Identität einer bunten Republik zu schaffen", wie es die FDP (!) durch ihren Generalsekretär Christian Lindner verlauten ließ. Aber man kann auch der Meinung sein, dass dieser Schaffungsprozess zu schnell vorangeht oder ihn überhaupt in Frage stellen. Ja, Meinungsfreiheit. Ein Wort, das sich abgenutzt zu haben scheint, wird doch ihre Existenz von allen Sarrazin-Kritikern eilfertig verbal bekräftigt, während gleichzeitig man ihm gerade diese Freiheit aufs Übelste diskreditiert, wenn er sie nutzt. Meinungsfreiheit, liebe Frau Künast, verehrter Herr Friedman, ist immer die Freiheit *Anderer*, ihre *andere* Meinung zu äußern. Bitte stellen Sie sich nicht das geistige Armutszeugnis aus, dies nicht verstanden zu haben. Denn Sie haben schon Recht: Intelligenz ist nicht genetisch bedingt, folglich ist auch Dummheit nicht erblich. Man muß sie sich erwerben, z.B. im alltäglichen Politikerzirkus. Eine SPD, die einen wegen seiner Meinungsäußerung bedrängten Bürger aus ihren Reihen verstößt, ist eine Schande. Es ist für unvorstellbar für mich, diese Partei wieder zu wählen, auf lange Zeit hinaus.

Lutz Wagner

Zu "Bundespräsident entscheidet über Sarrazins Zukunft" vom 3.9.2010 Dass Herr Wulf, der für sein jetziges Amt - ebenso wie Sarrazin – in den Hinterzimmern der Parteien augeklüngelt wurde, den Entlassungsantrag der Bundesbank unparteiisch prüft, ist wohl nicht zu erwarten. Er hat ja öffentlich zur Antragsstellung eingeladen. Aber wird er es wagen, sich nicht nur über "Volkes Meinung" sondern auch noch über geltendes (Arbeits)Recht hinwegzusetzen? Dieser Weg birgt für das politische System hohe Risiken, denn Sarrazin hat – höchstwahrscheinlich – die Mehrheit der „autochtonen“ Deutschen und – vermutlich – auch der nichtmuslimischen Migranten hinter sich. Und auch die „Meinungsschaffenden“ stehen nicht so geschlossen, wie z.B. bei der politischen Hinrichtung der Eva Herrmann. Es bröckelt in ihren Reihen und damit stehen Sarrazin Optionen offen, die das deutsche Parteienoligopol fürchten muß, wie der Teufel das Weihwasser. Insofern können wir auf die Entscheidung von Herrn Wulf gespannt sein. Wie auch immer sie ausfällt, Sarrazin wird nicht mundtot zu machen sein und er wird auch nicht lange allein bleiben. Zu hoffen ist dann noch, daß die Debatte frei von Gewalt bleibt.

Hans Prömm

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein wesentlicher Grund, warum die Bundesbank Herrn Sarrazin entlassen hat, scheint auch die Gefahr zu sein, dass moslemisch- arabische Staatsfirmen ihr Kapital aus deutschen Industriefirmen abziehen könnten. Teilweise sind ja Industriefirmen wie etwa Blohm und Voss oder HDW gar nicht mehr in deutscher Hand. Auch bei großen deutschen Automobilfirmen ist arabisches Geld im „Aktienpott“ Es haben scheinbar mal wieder die wirtschaftlichen Interessen über die Meinungsfreiheit gesiegt ! Und das in Deutschland. --- Schlimm und Gefährlich --

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Köbke

Indem die Bundesbank dem Druck der politischen Klasse nachgegeben hat, hat sie ihre Unabhängigkeit eingebüßt. Ob der Beschluss des Vorstands, sein Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin abberufen zu lassen, juristisch Bestand haben wird, ist fraglich. Herr Sarrazin kann sich bei seiner Klage gleich auf mehrere Artikel des Grundgesetzes berufen, gegen die bei seinem Rausschmiss verstoßen worden ist. Bleibt zu wünschen und zu hoffen, dass die zuständigen Richter ihre Unabhängigkeit bei der Urteilsfindung bewahren werden.

Margrit Ruppenstein

Sehr geehrte Redaktion

Zum bevorstehenden Rausschmiss von Herrn Sarazin fiel mir folgende Persiflage auf den Schlager von Hans Scheibner ein:

Er schrieb was Wahres BÖSE, provoziert das ganze Land.

Darauf man ihn verbannte aus dem Bundesbank-Vorstand.

Der wird erstmal einen Kopf kleiner:

Das macht doch nichts; das merkt doch keiner.

Versorgungsposten haben wir zuviel in Stadt und Land.

Doch bald wird sicher wieder ein Politiker entsandt.

Zwar wird deren Ansehen kleiner.

Macht nix; ist sowieso im Eimer.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz.-Georg Tillack

Sehr geehrte Redaktion,

bravo, haben doch unsere "Scheuklappen-Politiker" - die die wahre Stimmung in der Bevölkerung nicht wissen (wollen) - sowie unsere "Gutmenschen" - die in allem nur das Beste sehen (wollen) - wieder gewonnen, und eine Diskussion über das bestehende Migrantenproblem unterdrückt! Sogar unsere Kanzlerin sagt nicht die Wahrheit, indem sie behauptet,sie habe "die unabhängige Entscheidung" des Bundesbankvorstandes "mit großem Respekt zur Kenntnis" genommen - wo die Entscheidung wohl "unabhängig" war? Sie selbst hatte doch schon den Vorstand unter Druck gesetzt; der konnte gar nicht anders entscheiden! Schade, das es soweit kommen musste. Ich wünsche Herrn Sarrazin alles Gute und hoffe, daß er nicht mundtot gemacht wird.

Mit freundlichen Grüssen

Gerhard Dämel

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

die Hexenjagt auf Thilo Sarrazin ist schon etwas peinlich. Der Mann hat in großen Teilen doch nur die Wahrheit gesagt. All die jetzigen Schreier haben nur nicht den Mut dazu. Unsere Politiker reisen durch die Welt und fordern Demokratie und Menschenrechte ein. Meine Frage wo bleiben unsere Rechte? Sollte ich die Meinung von Sarrazin vertreten, würde man mir dann die Rente kürzen? Durften wir mitbestimmen über den EU-Vertrag, die Euro-Einführung oder die Wahl vom Christian Wulff zum Bundespräsidenten? Wer diese Politik unterstützt, darf sich nicht wundern, wenn die rechten Rattenfänger immer mehr Zulauf bekommen. Herr Sarrazin machen sie weiter, aber bitte sachlich.

Mit freundlichem Gruß

D. Witt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der 2. September 2010 markiert eine Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik. Es geht in erster Linie nicht mehr darum, ob und inwieweit Sarrazin mit seinem Buch Recht hat. Es geht jetzt um die Entfremdung zwischen Regierung (und wohl auch schon den Volksvertretern) und dem Wähler. Es gab in der Vergangenheit keinen auch nur annähernd vergleichbaren Fall, in dem eine Bundesregierung in einer unstrittig wichtigen Frage gegen die - zweifellos fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehende - und recht zuverlässig in Meinungsumfragen ermittelte Auffassung von mehr als 90% der Bürger vorgeht - zudem auch noch in rechtlich zweifelhafter Weise. Keine Regierung kann das - außer in einer Diktatur - tun, ohne über kurz oder lang einen hohen Preis dafür zahlen zu müssen. Denn dieses ist ein Fall, den der Wahlbürger, weil er sich verletzt und nicht ernstgenommen fühlt, nicht leicht vergessen wird. Es sind die Parteien der Mitte selber, die aus ihrer Parteibasis heraus dieser Entwicklung jetzt Einhalt gebieten und ihre Parteioberen nachdrücklich an die Hand nehmen müssen. Geschieht das nicht oder nicht rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl, könnte die Republik eine Richtung nehmen, die wir Demokraten nicht wollen können und die auch Angst macht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Claus Schülke

Nun haben sie es wieder geschafft. Man gewinnt wieder mal den Eindruck, dass unsere angeblichen Volksvertreter nicht denen verpflichtet sind die sie gewählt haben. Anstatt sich mit den Äußerungen und Thesen des Herrn Sarrazin auseinander zu setzen, soll es jetzt der Bundespräsident richten. Wie soll der noch, als CDU-Mitglied, dem Druck der eigenen Leute und der Berufsentrüster ausgesetzt, unabhängig über die Ablösung von Herrn Sarrazin entscheiden, zumal er sich im Vorfeld schon dazu geäußert hat.. Aber man wird schon Gutachter und Justizfachmänner finden, die Wege aufzeigen, dass eine Entlassung gerechtfertigt ist. Steht doch auch die Karriere des Vorstandvorsitzenden der Bundesbank auf dem Spiel. Soviel zur Demokratie und Meinungsfreiheit in Deutschland. Kritik ist nur erlaubt, wenn es den angeblichen Volksvertretern genehm ist. Es ist schon erstaunlich, wie geschickt die Debatte vom eigentlichen Thema umgelenkt wird. Es spielt keine Rolle mehr, dass die Mehrheit der Bürger den Thesen von Herrn Sarrazin in Bezug auf Integration und Zusammenleben mit den vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen folgen kann. Nein, die Gene sind der Riesenaufhänger. Gut das Herr Sarrazin sie ins Spiel gebracht hat. So braucht die Elite unseres Landes dem Volk nicht mehr zu erklären, warum man viele ungelöste Probleme nicht mehr auf die Reihe bekommt bzw. gar nicht erst den Versuch macht diese zu lösen, weil ganz andere Interessen dahinter stehen.

Franz-Hermann Vandrey

Der erste Fehler ist ohne Frage, wenn man in ein Land kommt,in dem man leben möchte, die Sprache nicht zu lernen. Wie soll man Land und Leute verstehen, vernünftig arbeiten und sich wohl fühlen.

Der zweite Fehler lag/liegt eindeutig bei der Politik!

A. die Familienzusammenführung und spätere "Zuwanderung"

B. die lockere Asylpolitik hat zuviele Einwanderer ins Land gebracht, womit die Bevölkerung überfordert wurde. Die Politik (alle Parteien) hat sich über mögliche Folgen keine Gedanken gemacht bzw. bewußt das Problem unter den Tisch gekehrt. Allerdings auch einige Medien.

Und genau jetzt werden durch die Politiker diese Fehler vertuscht, durch Ablenkung, Aufschrei und Verurteilung des Autors. Gleichzeitig wird der Bevölkerung ständig unterstellt, daß sie ( also wir) durch gewisse Ablehnung die Integration nicht akzeptieren, also wir sind die jenigen, die nicht intregrationsfähig sind. So versucht die Politik, die Lage hinzudrehen. Ein Hohn!

Mit besten Grüßen

Ernst Christian Wolters

Liebes Abendblatt,

die Ermunterung des Bundespräsidenten an den Bundesbankvorstand zum Rauswurf von Sarrazin ist geradezu ungeheuerlich! Es wäre gut gewesen, wenn der Bundespräsident erst mal mit Neutralität zur Sachlichkeit gemahnt hätte.

Hans Wolff

Wann ist das Buch noch gleich erschienen? Wir haben offenbar jede Menge Schnell- und Gründlich Leser und vor allem Schnell-Entscheider in unserem Land! Wo nehmen die bloß alle die Zeit her? Ich gewinne in den letzten Tagen - noch bevor ich das Buch gelesen habe - den Eindruck, Deutschland schafft sich tatsächlich ab! Die Masse hört auf Dummquatscher, die einzelne herausgepickte Passagen des Buches, kommentieren, bewerten, verurteilen und dann den Verfasser gleich mit auseinander nehmen. Es handelt sich für mich aber zunächst mal um ein oder zwei riskante und provokante Äußerungen - in Deutschland wohlgemerkt -, die hinterfragt werden können und über die sicher auch diskutiert und gestritten werden kann. Mich wundert zwar, wie Herr Sarrazin es schafft, neben seinen verantwortungsvollen und sicher hochbezahlten Tätigkeiten, ein Buch zu schreiben. Er muss ein Energie-Gen mit Zielstrebigkeitskomponente haben, das mir leider fehlt. Heute kaufe ich mir jedenfalls das Buch (solange es noch geht, denn vielleicht wird es ja bald verboten - wer weiß das schon in Deutschland -) und fange an, es zu lesen! Ach ja, armer Herr Wulff. Keine beneidenswerte Situation, wenn schon ich mich frage, ob das rechtlich so einfach ist, Herrn Sarrazin seiner Ämter zu entheben. Aber wir haben in Deutschland schließlich und zum Glück noch die Rechtsprechung.

Ann-Kristin Petzak

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie wohltuend unterscheidet sich doch die differenzierte Position Giordanos zur allumfassenden Entrüstung der (selbsternannten) Gutmenschen und Meinungsträger über die überspitzten Thesen eines ‚advocatus diaboli’ namens Sarrazin. Ich kann Ralph Giordano, er selbst Opfer von Rassenwahn und Terror, nur zustimmen und Respekt zollen!Grausen erfüllt mich dagegen, wenn die Bundeskanzlerin, Frontfrau all der Selbstgerechten ‚in diesem unseren Land’ die „unabhängige Entscheidung des Bundesbankvorstandes“ lobpreist. Für wie tumb wird eigentlich der Souverän gehalten?

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Reppenhagen

Die Einigkeit aller Bundestags-Parteien in ihrer Empörung über die Thesen des Herrn Sarrazin zeigt nur, dass man denjenigen ins Abseits stellen möchte, der die eigenen Unterlassungen und Fehlentscheidungen einmal schonungslos beim Namen genannt hat. Die gleiche Einigkeit und der nötige Umsetzungswille dieser Parteien wird dagegen von der großen Mehrheit der Bevölkerung vermisst, wenn es darum geht, jeden neuen Immigrationskandidaten zunächst einmal eingehend auf seinen Nutzen für dieses Land zu untersuchen sowie kriminelle und integrationsunwillige Ausländer abzuschieben bzw. deren Aufenthaltserlaubnis nicht zu verlängern.

Enrick Lange

Schade, dass ich kein Konto bei der Deutschen Bundesbank habe. Ich würde es jetzt sofort kündigen. Wenn bisher gut getarnte Pseudodemokraten sich als tatkräftige Mundtotmacher entpuppen, stehen alle Warnsignale landauf landab auf Sturm.

Mit freundlichem Gruß

Karlheinz Lutzmann

Liebe Redaktion!

Es hängt mir so langsam zum Halse raus, dass man in diesem Land bestimmte Wahrheiten nicht mehr aussprechen darf mit dem Verweis auf das "internationale Ansehen". Wenn in diesem Zusammenhang auch noch die Türkei genannt wird, frage ich mich, wieso schadet es dem "internationalen Ansehen" der Türkei nicht, dass sie einen Staatspräsidenten Gül hat, der seine Frau 2 Tage nach deren 15. Geburtstag geheiratet hat?

Viele Grüße

Jürgen Jeschke

Ich stimme Sarrazin uneingeschränkt zu. Jeder der mit offenen Augen durch die Welt geht und aufmerksam die Ausländerkriminalität in den Medien beobachtet kann doch nicht ernsthaft behaupten das wir mit der Integration auf den richtigen weg sind.

P. Beck

Jetzt sagt endlich mal jemand die Wahrheit über unsere Politik und Staatsführung und wird erbarmungslos abgesägt!

Matthias Unger

Es kann doch nicht sein,daß ein Querdenker wie Sarrazin gleich niedergemacht wird. Sarrazin hat großen Mut bewiesen.Er hat sich den Medien gestellt.Er hat übertrieben formuliert um Gehör zu finden.Er hat eine Bestandsaufnahme gemacht.Bevor ich ein Gebäude saniere muß ich wissen wie der aktuelle Zustand ist. Warum muß sich da ein Bundespräsident einschalten und eine Entlassung befürworten? Die überwiegende Mehrheit des Volkes sieht dies scheinbar anders-siehe z.B. Internetforen.Eine Demokratie muß auch unbequeme Geister ertragen können!

Rainer Glienke

Sehr geehrte Damen und Herren,

In Deutschland gibt es wahrlich keine Rede- und Schreibfreiheit ! Wenn auch viele Punkte von Herrn Sarrazin nicht gut recherchiert wurden, bleibt jedoch der Tatbestand, daß sich einige Moslems nicht integrieren lassen wollen. Es steht zu befürchten das diese Zahl zunimmt , durch Zuwanderung und durch eine größere Zahl an Kindergeburten als bei deutsche Familien. Die wenigen Moslems die sich integrieren, leiden sicherlich darunter aber die Zeit wird zeigen ob Herr Sarratin recht behält. Im Libanon hat sich dieser Tatbestand - mehr Moslems, weniger Christen - in den vergangenen Jahrzehnten bestätigt und die (militanten) Moslems haben zu dem derzeitigen Zustand ihr Teil beigetragen. Deutschland erwachet und mit Dir die Regierungen !

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Peter Mangelsdorff

Letztlich hat Herr Sarazin seinen Rauswurf wohl auch provoziert und mit eingeplant. Der Mann ist ja keinesfalls dumm. Zu den Thesen kann man stehen wie man will, zum Teil jedenfalls hat er Recht, er hat bewusst überspitzt, aber das sollte so sein, sonst hätte niemand zugehört. Ich denke, es gehört auch Mut zu seinem Verhalten, er verdient auch Anerkennung. Gerade in der heutigen Zeit werden ja angepasste "stromlinienförmige" Menschen gesucht, die allgemein anerkannte Dinge ständig wiederholen. Querdenker sind unerwünscht. Schade.

Dr. Michael Freiherr von Tita

Ich kann dieses Aufjaulen um die Äußerungen von Sarrazin nur schwer verstehen. Es sind fast immer dieselben Leute, die, von keiner Sachkenntnis getrübt, alles niederschreien, was nicht in ihrem Sinne für die Ausländer gesagt wird. Dank unserer einmaligen Meinungsfreiheit, geniessen Ausländer mehr Schutz als wir Deutschen. Herr Kizilkaya hat die Mehrheit der Deutschen in ihrer Einstellung zu Migranten immer noch nicht verstanden. Es muss auch die Frage erlaubt sein, warum Moslems zu den Ungläubigen nach Europa kommen. Auch wenn er einen deutschen Pass hat, so besagt das nur für Behörden etwas. Es müssen dazu auch die Mentalität, Gesinnung, Einstellung und Religionsfreiheit passen.

W.Fischer

Was, bitte, soll denn jetzt gelten : Thilo Sarrazin ist ein schlechter Bundesbank-vorstand, weil er die Deutschen vor der Selbstabschaffung warnen zu müssen glaubte ? Oder das Gegenteil ? Wäre er nur dann ein guter Bundesbankvorstand, wenn er die Deutschen n i c h t vor der Selbstabschaffung warnt, obwohl er ja gerade dies befürchtet ? Schließlich bliebe zu fragen, ob das (hoffentlich staattliche) Gehalt für Herrn Sarrazin vom Steuerzahler nur dann aufgebracht werden muss, solange er sich volkswirtschaftlicher Streitschriften enthält. Was hat die vom Autor behauptete Selbstabschaffung der Deutschen mit den angeblichen Zweifeln an seiner Eignung als öffentlich-rechtlicher + staatlich bezahlter Bundesbankvorstand zu tun ? Den folgenden historischen Bezug verbinde ich mit der höflichen Bitte an Herrn Michel Friedman und seine Freunde, in meine Ausführungen nicht eine an den Haaren herbei gezogene Verharmlosung nationalsozialistischer judenfeindlicher Gräueltaten hinein zu interpretieren: Wir schämen uns über die Entlassung und Diskriminierung jüdischer (hochkompe-tenter und verdienstvoller) Minister in der Weimarer Republik durch die Nazis. – Warum schämen wir uns jetzt nicht, wenn heute die Entlassung eines eigenwilligen (eigenartigen, eigensinnigen, querdenkenden) Bundesbankers gefordert wird ? In wessen Festnäpfchen er da getreten ist, das wäre doch erst einmal zu klären und zu bewerten. Ob 1933 oder 2010 – man soll akzeptieren, dass sich selbsternannte Strafinstanzen anmaßen, jemanden wegen seines offen bekannten Glaubens oder wegen seiner offen benannten Überzeugungen samt An- und Einsichten an den Schandpfahl zu stellen ? - Man muss n i c h t !!! Ist der Volkswirt Dr.rer.pol. Thilo Sarrazin wirklich ein Rassist ? Warum und von wem wurden ihm überJahrzehnte hohe und höchste Ämter anvertraut ? Genügt heute wie zu Zeiten der Inquisition das Verfassen einer Streitschrift, um eine berufliche Existenz auf den Scheiterhaufen zu stellen ? Was hat hier das über 60-jährige Training der Deutschen in Demokratie und Meinungsfreiheit gebracht ? Die Hamburger Medien wetteifern Rad schlagend um den ersten Rangplatz in der Disziplin „Hexenjagd“. Wer gibt den Eiferern das Recht, jemandem Überlegungen zu verbieten, die von großen Teilen der Gesellschaft für richtig (oder wenigstens als „nicht falsch“ oder jedenfalls „bedenkenswert“) befunden werden ? Dem Zeitzeugen muss auffallen, dass Parteien mit dem Begriffsirrwisch „Sozial“ im Wappenschild nach wie vor besonders geneigt sind, unbequeme Äußerungen samt Autoren auf den Index zu setzen. Nun, da hat jemand ein paar hübsche Schleier-wörter im Vollwaschgang bearbeitet. „Migranten“ oder „Personen mit Migrations-hintergrund“ beispielsweise stellt Sarrazin als Menschen vor, die nicht samt und sonders gefeit sind gegen bedenkenloses Beanspruchen unseres Sozialsystems. Er hat sogar versucht, die Kosten solcher Inanspruchnahme zu beziffern. Wenn das aber Wasser auf die Mühlen der Rechten und Ultrarechten wäre ? Dann wäre das Outing klerikaler Missbrauchsopfer Wasser auf die Mühlen der Kirchengegner gewesen ? Hätten die Opfer lieber schweigen sollen, zumal wenn sie Bundesbanker gewesen wären ? Straßenszene in HH-Eimsbüttel heute vormittag: eine Frau mit Kopftuch spricht laut und aufgeregt zu einem niedlichen Vierjährigen, der sie offensichtlich so wenig versteht (Gesichtsausdruck !) wie ich. – Ein paar Meter weiter unterhalten sich zwei junge Gemüseverkäufer lautstarnk quer über die Straße. Sie scheinen zu wissen, das ich kein Wort mitbekomme. Ich bin verunsichert, fühle mich wie an einem Seemannsstammtisch. Ob die Dame mit dem Kopftuch dem Kleinen gerade den Koran erläutert oder die beiden Herren den Einsatz von Molotowcoctails erörtern ? Wer weiss das schon in diesem unserem Lande ? (Knigge ?) Wo darf ich, kann ich mich beschweren, wenn mich das eigene Stadtviertel fremdeln lässt ? Da müssten doch Parlamente und Regierungen Sorge tragen, dass die Bundesrepublik keinen Schaden nimmt ?!! Muss da wirklich erst ein Bundesbanker kommen ?

H. Sieber

Die Blockflöten in Berlin sind die Totengräber unserer Demokratie. Der gestrige Abendblattartikel hat es auf den Punkt gebracht. Es fehlte nur der Hinweis auf die deutsche Sprache. Deren Beherrschung ist die Grundlage für die Teilnahme der Integration. Alle Macht geht vom Volke aus (GG). D.h. die Macht der Politker ist geliehen. das sollten die Damen und Herren nicht vergessen. Und Volkes Meinung und Wille bestimmt den Weg, nicht die Parteien. Wir brauchen dringend mehr bindende Volksabstimmungen. Die Berliner Clique ist nicht mehr staatstragend, sondern staatszerstörend.

Norbert Jaschinski

"Achmed, das ist nicht witzig". Die schönste Karikatur seit langem, ich konnte mich gar nicht wieder einkriegen vor Lachen. Weiter so!!

Inge Meyer

Da hat Thilo Sarrazin zum wiederholten Male mit seinen provokanten Äußerungen das Übel beim Namen genannt und schon wieder ist der Aufschrei riesengroß. Nicht nur in einschlägigen Internetforen sondern auch in renommierten Tageszeitungen stimmen ihm weit mehr als 50% zu. Im Kern hat Sarrazin Recht – nur unsere unfähige, geldgierige und machthungrige Politikerkaste verteufelt ihn und verschließt mal wieder die Augen – sie kann nur so wachgerüttelt werden!

Wolfgang Thieme

Ein Parteiausschluss aus der SPD und ein Rauswurf aus der Bundesbank kann den Weg freimachen für die Gründung einer demokratischen Volkspartei in Deutschland. Nach Vorbild in anderen europäischen Ländern sollte sich Herr Sarrazin damit ernsthaft auseinander setzen. Der Erfolg ist ihm sicher.

Frank Winter

Sehr geehrte Damen und Herren, Artikel 5 GG (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten (...)Eine Zensur findet nicht statt. Die Hetzjagd von Politikern und Medien auf Thilo Sarrazin finde ich schockierend. Wohl kein Volk hat sich so intensiv mit Schuld und Sühne im Hinblick auf den 2. Weltkrieg und die Judenvernichtung auseinandergesetzt. Bedeutet dies 60 Jahre nach dem Krieg, dass die Meinungsfreiheit nach § 5 GG, sofern sog. "politisch inkorrekte" (was immer das sein mag) Meinungen vertreten werden, nur eine Illusion ist? Dürfen (belegte) Mißstände, verheerende Zukunftsprognosen nicht benannt werden? Verdrängt die Politik jahrelange Versäumnisse, in dem auf den Sündenbock Sarrazin gnadenlos eingeprügelt wird? Jede Partei, gerade die SPD, sollte doch erfreut sein, wenn die stets wabernde Mittelmäßigkeit durch Thesen und auch Provokationen durchbrochen wird, um eine ehrliche Diskussion und damit auch die Möglichkeit zu politischen Korrekturen zu ermöglichen. Ich wünsche Herrn Sarrazin, dass er weiterhin mutig seine Meinung vertritt. Er kann sich einer großen Zustimmung von Seiten der Bevölkerung gewiss sein, wie entsprechende Umfragen zeigen.

Susanne Wolff

In diesen Tagen der aufgeregten ( und voreiligen, weil das Buch ja gestern gerade erst erschien ) Verurteilungen von Herrn Sarrazin wegen seines Buches "Deutschland schafft sich ab" in Politik, Presse, Rundfunk und Fernsehen habe ich die Sachlichkeit Ihres Artikels "Der Spalter" als sehr wohltuend empfunden. Herzlichen Dank dafür!"Menschenverachtende Thesen" - die Herr Alfred Merta in seinem Artikel zur "Debatte" auf Seite 2 Ihrer Zeitung erwähnt - habe ich darin nicht gefunden. Und dass ausgerechnet Michel Friedmann - der mit seinen TV- "Diskussionsrunden" oft Effekthascherei anstelle von Tiefgang verbreitet - "schimpft", sollte man nicht so ernst nehmen. Mich stört massiv, dass ich mich in der Öffentlichkeit - z.B. in der U-Bahn - aus Vorsicht - wer hat schon gern ein Messer im Körper - zurückhalten muss, wenn ich auf Gruppen Jugendlicher treffe, die ihre Umwelt belästigen. Meist handelt es sich um Jugendliche mit Migrationshintergrund. Ich glaube, dass einerseits fehlende Sanktionen für Fehlverhalten und andererseits Chancenlosigkeit dieser Jugendlichen wesentliche Gründe für ihr Fehlverhalten sind. Daher wäre eine Doppelstrategie " Strafe und Fördern" von Familie, Schule und Staat erforderlich, die m.E. viel zu wenig erfolgt. Ich werde mir trotz der voreiligen Kritik das Buch von Herrn Sarrazin kaufen in der Hoffnung, dass ich daraus auch etwas zum o.g. Problem lernen kann.

Freundlicher Gruß

Klaus-Peter Koppelmann

Ich möchte dazu anmerken: Die Meinungsfreiheit, wie es im Grundgesetz (Artikel 5) steht, ist in Deutschland ist doch ein wenig eingeschränkt. Darüber sollte man sich im Klaren sein, auch wenn die entsprechende Meinung der Wahrheit entsprechen sollte.

Wolfgang Kany

Hallo Redaktion,

Thilo Sarrazin. Hat der Mann ein Problem mit seinem Namen, der ja eher nach Morgenland denn deutsch klingt? Und seht nur dazu dieses Gesicht: weltoffen, tolerant und großzügig? Oder eher kleinbürgerlich verbiestert? Gebt ihm die Aufmerksamkeit, die er verdient: Kneipe, Hinterzimmer, 23 Uhr. Ich habe lieber zehn Migranten als Freunde denn diesen Mann.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Endert

Herrn Sarazin mag es in seiner Eitelkeit / selbstgefälligen Egozentrik gefallen, wieder im Mittelpunkt zu stehen. Er hätte sicherlich Gelegenheit gehabt, sich bei der Bundesbank hervorzutun. Bei der nur unzureichend erfüllten Aufgabe der Bundesbank, Währungs- und Finanzkrisen vorzubeugen und (mit BAFin) die Geschäfte der Banken und deren Solvenz zu überprüfen und zu sichern, hat er sich nicht erkennbar engagiert. Dort - in seinem Beruf und in seinem Aufgabengebiet - hat er versagt und lenkt jetzt ab. Dort ist wohl in jüngster Zeit das meiste Geld verbrannt worden. Stattdessen bedient er als unausgelasteter Banker ohne entsprechende Feldqualifikation Stammtischthemen. Er spielt mit uns. Seine Ziele sind vermutlich: 1. Rauswurf als Bundesbanker bei Sicherung der dort üblichen üppigen Pensionszahlungen, weil es doch da so langweilig geworden ist. 2. Reizthemen zur Steigerung der Verkaufszahlen seines Buches 3.Präsenz in den Medien, um weiter abzusahnen. Dies sind seine Motive - nicht die Sorge um Deutschland. Er bedient sich nur seines Schubladendenkens. Mein Vorschlag: Abberufung wegen Schädigung der Bundesbank unter Wegfall der Geld- Sach- und besonderen Versorgungsbezüge der Bundesbank. Boykott von Buch und Person durch die Medien wären die richtigen Antworten. Das Thema Integration und die vorhandenen Defizite muss ernsthaft weiterentwickelt werden. Es sollte nicht Spielernaturen wie ihm überlassen bleiben, die nur ein attraktives Betätigungsfeld für die Zeit nach der Pensionierung aus einem fehlbesetzten Vorstandsposten suchen.

h.roeder

Liebe Redaktion, der eigentliche Skandal, ist die Absage dieser Reise. Das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit bleibt zunehmend auf der Strecke. Die Poltik entfernt sich immer weiter vom Alltag (und den Sorgen) der Bürger in diesem Land. Beispielhaft dafür steht Herr Wowereit, der sich nur im Berliner Biotop einer von staatlichen Transfers abhängigen Stadt halten kann. Mit sozialer Gerechtigkeit hat das nichts zu tun.

Giovanni Sciurba

Eine wissenschaftliche Glanzleistung ist das Buch von Thilo Sarrentin wohl nicht, aber für diejenigen, die schon bei dem Wort „Autobahn“ mit „Neonazi“ reagieren, ist es eine Fundgrube, um mit Urteilen wie Rechtspopulist, Rassist, Antisemit, Volksverhetzer, Spalter der Gesellschaft, Demagoge, menschenverachtend, unterbelichtet, Hobbyautor, Republikaner, Neonazifreundschaften, nahe der DVU und NPD zu reagieren. Das sind Beschimpfungen, die ich in den letzten Tagen aus Zeitungen gesammelt habe. Ist das die bessere Streitkultur ?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Carl-A. Neinens

Hallo!

Ihr o. a. Artikel über das Buch von Thilo Sarrazin hat mich aufgeschreckt. Ich habe den Eindruck erhalten, dass das Abendblatt hier nicht klar genug Stellung bekennt. Es wird zum Teil nicht inhaltlich widersprochen, sondern in der Spalte „Was T.Sarrazin gesagt und geschrieben hat“ diesem kranken Gedankengut unkommentiert Raum in Ihrer Zeitung gegeben. Es ist doch inzwischen erwiesen, dass menschliche Intelligenz nicht nach den Mendel'schen Gesetzen vererbt wird. Wenn jemand wie T. Sarrazin in seinem Buch behauptet, dass „muslimische Migranten“ sich wie Schmarotzer verhalten und nicht „den eigenen wirtschaftlichen Erfolg“ anstreben, dass wir „mehr Kinder von den Klugen“ brauchen, bevor „es zu spät ist“, dann ist er… gefährlich. Es geht diesem Menschen wahrscheinlich nicht darum, bestehende Probleme zu lösen, sondern sie noch zu verstärken. Die Ausschnitte, die ich gelesen habe, erinnern mich an eine sehr schreckliche Zeit in Deutschland! Es wäre einfach klug und wichtig, dass das Abendblatt sich von diesem Buch distanziert!

Gruß

Urda Hesselbarth

Und die "Qualitätsjournalisten" stimmen ein in den Abgesang des Political-Correctness-Chores, und merken dabei offenbar nicht, wie sehr sie dadurch die von ihnen immer wieder geforderte (Presse- und) Meinungsfreiheit unterwandern.

Norbert Weber

Sehr geehrte Damen und Herren,

nun läuft sie wieder auf vollen Touren an – die organisierte Empörungskampagne des Affentheaters aus Politik, Medien und bestimmten Verbänden. Und jeder Empörer tut so, als ob er das Buch des Herrn S. bereits gelesen habe, vermeidet in seinen Empörungskaskaden aber, auf die wohl vorhandenen Tatsachendarstellungen des Autors einzugehen. Soweit ich informiert bin, wird das Buch erst heute im Buchhandel zu haben sein. Ich werde erst das Buch lesen und mir erst dann ein eigenes Urteil bilden; Nachhilfe durch die bekannten wichtigtuerischen Schreihälse ( wie z.B. Nahles, Friedmann (alias Paolo…), Stegner, Künast, Westerwelle, Kramer – und noch eine Reihe meist unbekannter Medienfuzzis) benötige ich auf keinen Fall. Und die Einreihung in die „Stammtischrunde“, die Ihr Rind- Journaillist in diesem Artikel unterstellt hat, verbitte ich mir. Zum Schluss: Bemerkenswert ist, dass sich Vertreter der türkischstämmigen Bevölkerung bisher nicht geäußert haben – jedenfalls für mich bislang nicht vernehmbar. Sie sind weitaus klüger als die „deutschen Gutmenschen“: Sie lassen diese Schreihälse unqualifiziert „Gift und Galle“ spucken – verstärkt durch die Medien; mutmaßlich werden sich deren Verbandsvertreter erst melden, wenn das Sarrazin-Buch für Jedermann verfügbar ist, so dass dann auch sachlich, ernst und seriös über die Thesen des Autors gestritten werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Volkert Diederichs

Sehr geehrte Redaktion,

völlig zu Recht wird von nahezu allen Politikern der Ton und die Art und Weise, wie Herr Sarrazin es sagt, kritisiert. Erstaunen muß jedoch, daß nicht ein einziger Politiker sich bisher die Mühe gemacht hat, bzw. nicht in der Lage war, das gesagte auch inhaltlich zu widerlegen...

mfg

Arno Meyer

Haben wir in Deutschland keine Meinungsfreiheit mehr ? Warum machen die Grünen Front gegen Sarrazin ? Deutsche Behörden weisen unbescholtene, integrierte Ausländer nach 10 Jahren Duldung aus unserem Land. Manche begehen aus Verzweiflung Selbstmord. Auf der anderen Seite ist Hamburgs Untersuchungsgefängnis zu 80% mit kriminellen Ausländern belegt. Die Lösung der Grünen würde mich interessieren.

B. Mansholt-Hintze

Ich bin es leid,dass alle in die rechte Ecke gestellt werden, die ebenfalls unsere Ausländerpolitik für verfehlt halten. Deutschland ist prinzipiell k e i n Einwanderungsland. Uns fehlen alle klassischen Anzeichen dafür, vor allem dünne Besiedelung. Dass wir eine alternde Gesellschaft sind, fordert u.a.eine bessere Familienpolitik . Für eine Einwanderung, die zu unserem Land passt, gehört eine Quote, die sichert, dass die Bevölkerungsstruktur in etwa erhalten bleibt. Weiter gehört ein Integrationswille dazu, und zwar zunächst einmal des Einwandernden. Es kann doch nicht sein, dass ein Land sich umkrempeln soll, damit es zu seinen Zuwanderern passt. Das Volk ist übrigens nie gefragt worden, ob es eine so umfangreiche Einwanderung , besonders muslimischer Menschen, wünscht. Das sollte dringend nachgeholt werden.

Sven Richter

Guten Tag,

Die hysterisch-undifferenzierten Reaktionen auf Sarrazins Anstöße sollen eindeutig die Versäumnisse der bürgerfernen „Parallell-Gesellschaft deutsche Politiker“ und ihr Unvermögen, den unübersehbaren Problemen ins Auge zu sehen und sie zu beheben überdecken. Passend dazu der Sonntagsspruch des Abendblatt-Kalenders von Anton Tschechow: „Wenn eine Wahrheit nicht liebenswürdig ist, bleibt sie deswegen nicht weniger wahr.“

Freundliche Grüße

Gerhard Klußmeier

Herr Stegner überschreit mit seiner Entlassungsforderung für Sarrazin seine Kompetenzen. Eigentlich geht ihm doch nur darum, mit den anderen "Experten" in das politisch korrekte Horn zu tuten. Wer jetzt die warnenden Stimmen ignoriert, muß nachher mit der Katastrophe leben. Aber diese Herren leben ja in anderen Sphären...

Rea List

Sehr geehrte Redaktion,

die Streitkultur in Deutschland ist bemerkenswert ! Im Studium habe ich gelernt, dass eine Behauptung in der Sache widerlegt werden muss. Unsere Politiker haben allesamt ihr Studium vergessen oder keins absolviert, denn sie dreschen emotional auf Sarrazin ein , anstatt ihn zu widerlegen. Wie wäre es denn mal mit einem so genannten Faktencheck und dann einer Stellungnahme ? Da würde Klarheit geschaffen und wo Sarrazin recht hat, müsste dann gehandelt werden. Aber davor haben die Politiker anscheinend Angst. Da ist es einfacher, den Boten zu verdreschen als sauber zu streiten und zu handeln ! Mit Tabus und Gutmenschentümelei bringen wir Deutschland nicht voran !

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Knobel

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sarrazins Kritiker werfen ihm bestenfalls Tonverletzung oder gleich Nazitum vor. Das ist die eingeübte und beängstigende Vorgehensweise, wenn es an Sachargumenten mangelt. Doch dieser Mangel ist gewollt! So wurden Statistiken über die Bedeutung von Migranten in der Kriminalitätsbelastung abgeschafft. Man will nicht wissen, was man doch zu genau weiß.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Keil

Was ist nun eigentlich so falsch an der Thiel-Sarrazin-Meinung? Meiner Meinung nach spricht er die Wahrheit. Jedenfalls ist es auch meine Erfahrung, dass einige Einwanderer zuviel "nehmen" und nicht genug "geben". Natuerlich trifft das nicht auf alle zu. Wir Menschen sind alle ein Produkt unserer Umwelt und entwickeln Kulturen und Traditionen, die in diese Umwelt hineinpassen. Man kann keinen Eisbaer in die Tropen verpflanzen, und keinen Affen in die Antarktis. Eine Kokospalme geht in der Arktik zu Grunde, eine Blautanne in den Tropen. Wieso nehmen wir denn an, dass dieses bei Menschen anders sein soll?

Margit Alm

Wenn man, wie Herr Sarrazin, nicht mehr seine Meinung sagen darf, obwohl alle Welt ihm Inhaltlich recht gibt, dann sind alle unsere Politiker Heuchler und Feige, weil sie schon Angst haben fremdländische Wähler zu verlieren. Bananenstaat ahoi.

S.Bartels

Die Arroganz, mit der die Grüne Frau Künast behauptet, allein im Besitz der Wahrheit zu sein ist kaum zu überbieten, gäbe es nicht ihre Position im "Atom"ausstieg. Sie sollte Herrn Sarrazin Satz für Satz widerlegen und ihm nicht den Mund verbieten lassen wollen. Mit einer solchen Forderung, die ihr überhaupt nicht zusteht, verstößt Frau Künast nicht nur gegen Art. 5 GG, es zeigt auch, daß sie in Wahrheit keine Gegenargumente hat.

Dr. Gunter Alfke

Wieso fällt mir beim Lesen der harschen Forderung nach Konsequenzen über die Ausübung der (wie lange noch erlaubten?) Meinungsfreiheit Sarrazins wieder einmal ein Sprichwort von Konfuzius ein: "Ein Mann, der die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd"? Lesen wir nicht fast täglich in dieser Zeitung von Gewalttaten und Rechtsvergehen eines (überwiegend jungen) Teils der betroffenen Bevölkerungsgruppe, dass sie unsere Lebensart & Kultur einen Kehrricht interessiert? Was sind das nur für Politiker, die nicht wahrnehmen (können), dass zahlreiche (nicht alle!) der Thesen Sarrazins eine breite Zustimmung bei unserer Bevölkerung finden? Wie sagte doch einst Konrad Adenauer? "Man kann immer seinen Standpunkt ändern, weil dir niemand verbieten kann, klüger zu werden"! Deshalb mein Rat an alle Kritiker: Geben Sie Gedankenfreiheit!

H.-J. Schröder

Es ist doch immer wieder verwunderlich, wie sich die angeblichen Machtmenschen unserer Gesellschaft über Thesen und überspitzte Formulierungen eines zum Aussenseiters der Politik abgestempelten Buchautor aufregen. Ist es nicht eher das Unbehagen darüber, dass sich die seit Jahrzenten unpolitisch gewordene bzw. umerzogene Bevölkerung Gedanken über das Tun, der sie beherrrschenden Politik - und Wirtschaftsbosse Gedanken macht. Haben diese Leute vielleicht davor Angst, dass das Volk doch vielleicht eines Tages Widerstand leistet, weil sie sich immer weniger von ihren angeblichen Volksvertretern verstanden fühlen? Man spürt förmlich die Angst vor dem Verlust von Wählerstimmen. Der ewige Hinweis auf Deutschlands Vergangenheit und die Politk die gegen die Normalbürger gemacht wird, machen Tatsachen und Anmerkungen, auf die Herr Sarrazin hinweist, auch nicht einfacher für die Bevölkerung. Wir brauchen keine Gutmenschen, die uns immer wieder ein schlechtes Gewissen einreden wollen, sondern sie sollen endlich das tun, wozu vom Volk gewählt worden sind: Nämlich zum Wohl des Volkes zu arbeiten und nicht für Partei und Großkonzerne.

Franz-Hermann Vandrey

Sehr geehrte Damen und Herren, man braucht keine besonders rechte Einstellung zu haben, sondern einfach nur objektiv das Treiben um sich herum zu werten um einen großen Teil der Aussagen von Herrn Sarrazin zu bestätigen. Man kann dies natürlich nicht auf 100% der Beteiligten übertragen, jedoch wird man dem Problem nicht gerecht indem man es kleinredet oder gar verleugnet. Ich vermute, das ein großer Teil der Betroffenen diese Meinung teilt. MfG

Ralf Kaisen

Sarrazin hat Recht.Deutschland ist dabei, seine Fähigkeiten und Eigenart einzubüßen, und ein wesentlicher Anteil daran ist der unkontrollierten Einwanderung , besonders von arabischen und türkischen Menschen geschuldet. Das ist kein Rassismus, sondern schlichte Tatsache. Warum nur hat außer Sarrazin niemand den Mut, das endlich beim Namen zu nennen ?Wir sollten Einwanderungsbestimmungen machen, die eine zu unserer Gesellschaft passende Quotelung enthalten und die von den Immigranten aktive Integrationsleistungen verlangen.

Hanno Kutscher

Frau Nahles überschätzt sich gewaltig in ihrem lächerlichen Versuch, Herrn Sarrazin amateurpsychologisch zu analysieren. Der Rest der SPD beweist nur mit Vehemenz seine ideologische Verblendung durch die Ignoranz real bestehender Sachverhalte zugunsten einer immer fragwürdigeren political correctness.

Rea List

Herr Sarrazin ist doch weit davon entfernt, ein dumpfer Rechter zu sein. Man sollte Ihm dankbar sein, dass er für jeden sichtbare Mißstände anspricht, trotz des bei uns herrschenden Meinungsterrors, bei bestimmten Themen.Die Meinungsmacher sollten vielleicht mal nach Berlin-Neukölln schauen und den dortigen Bürgermeister nach der täglichen Realität fragen, übrigens auch ein SPD-Mitglied. Ich glaube, die Politiker würden sich erstaunt die Augen reiben, wie viele Menschen heute die Faust in der Tasche ballen und sich nicht trauen Ihre Meinung zu sagen, weil Sie Angst haben in die rechte gedrückt zu werden Das ständige deckeln von Problemen verschärft mehr vorhandene Probleme, als sie offen anzusprechen. Ich glaube es war F.J. Strauß, der einmal gesagt hatte. "man solle die Ausländer behandeln wie Menschen und nicht wie Heilige".

MfG

Jürgen Neffe

Sehr geehrte Damen und Herren,

weshalb empören sich die Bundeskanzlerin und die SPD-Führung über Thilo Sarrazin? Wenn einer Recht hat, hat er Recht. Ein jeder sollte den Tatsachen ungeschminkt entgegen sehen und von ungerechtfertigter Kritik Abstand nehmen. Was Thilo Sarrazin in seinem Buch geschrieben, auch in der Vergangenheit gesagt hat, ist mutig, und dafür gebührt ihm großer Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Weinhold

Nicht nur die SPD will Herrn Sarazin dringend loswerden. Alle etablierten Parteien wollen das. Denn Hr. Sarazin mag sich im Ton vergriffen haben. Aber stellt die richtigen Fragen zu Themen bei denen alle Parteien bislang versagt haben. Richtige Themen sind aber wichtiger die vermeintlich richtige Gesinnung. Bravo Herr Sarazin!

Dr. Ludwig Gehrke

Komisch. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Empörungen, die die von Thilo Sarrazin beschriebenen gesellschaftlichen Tatsachen und seine Überlegungen dazu, vor allem "auf der politischen Bühne" hervorrufen, ausschließlich der political correctness geschuldet sind! Warum stelle ich mir z.B. einen Sigmar Gabriel vor, der Herrn Sarrazin anruft: "Thilo, Deine Gedanken im neuen Buch unterschreibe ich Dir privat Seite für Seite, aber als SPD-Vorsitzender muss ich Dich leider "als dämlich bezeichnen" und Dir den Austritt aus der Partei nahelegen. Sorry, aber dafür hast Du gewiss Verständnis!" Diesen fiktiven Anruf könnten, so ähnlich, auch alle anderen "Empörten" vor ihren öffentlichen Anfeindungen gegen Herrn Sarrzin getätigt haben. "Privat" sind sie bestimmt alle der Überzeugung: Thilo Sarrazin hat recht!

Peter Runte

In der Oper Fidelio mußte jemand,der die Wahrheit sagte,ins Verließ. Die SPD möchte ein Parteiausschlußverfahren für jemand,der etwas unbequemer mit der Intregationspolitik umgeht als unsere Parteien aus taktischen Gründen.. Fragen Sie doch bitte einmal das Volk.Ich denke das Ergebnis wäre unbequem für die Parteien. Diskussion und nicht Menschen,die anders denken,als Rassisten und Rechte abstempeln, ist dringend gefragt.

K.P.Volkmuth

Thilo Sarrazin hat den Mut zu äußern, was Millionen Menschen gewiss denken und nur nicht zu sagen wagen. Warum eigentlich? Die deutsche Geschichte der 1930er und 1940er Jahre scheint sich im kollektiven Bewußtsein manifestiert zu haben als permanentes Schuldbewußtsein und führte zu einer Schreckensstarre, die jegliche kritische Meinungsäußerung in bestimmten Fragen blockiert. Fakt ist, dass unsere Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Toleranz, unser Sozialsystem ausgenutzt und missbraucht werden von Bevölkerungsgruppen, die unsere Werte, Kultur und Lebensweise nicht achten und respektieren, die Parallelgesellschaften bilden - und die auffallend oft einen muslimischen Migrationshintergrund haben. Erlaubt sein muss einmal die Frage: Wie tolerant sind eigentlich die Staatssysteme, aus denen diese Zuwanderer stammen? Würden Deutsche, würden Christen in islamischen Staaten ähnlich offen, tolerant und integrativ behandelt, wenn sie dort zuwandern würden?

Heike Weichler

In was für einer Demokratie leben wir eigentlich? Bürger die genauso denken wie Sarrazin werden kalt gestellt, indem man sie in die politisch rechte Ecke stellt. Sprüche wie: "Der soll doch der NPD beitreten" helfen nur,den Unbeugsamen und eventuelle Nachahmer ruhig zu halten. Wer die gestriege ZDF Sendung Aktenzeichen XY gesehen hat, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass es fast keine deutschen Straftäter mehr gibt. Wem das nicht reicht, der sollte sich einmal die Terminrollen im Strafjustizgebäude Hamburg anschauen - deutsche Namen, sind dort kaum noch zu finden. Ich habe Angst, wenn es bei dieser Haltung gegenber Andersdenkender bleibt, dass eines Tages wirklich die braunen Jungs von NPD / DVU usw. einen Zulauf bekommen, den wir eigentlich alle nicht haben möchten.

Thomas Preuß

Wenn es im Land der Dichter und Denker ein Druckerzeugnis von der Qualität der "Feuchtgebiete" schafft, an die Spitze der Verkaufszahlen zu gelangen, muss man für eine fortschreitende Verblödung nicht Menschen mit Migrationshintergrund verantwortlich machen.

Horst Zimmer

Sarrazin hat Recht. Mit großer Sorge sehe ich in Deutschland die Entwicklung, dass bekannte Persönlichkeiten, die eine ganz andere Meinung vertreten, als es dem Zeitgeist entspricht, total unsachlich diffamiert werden. So geschieht es momentan mit Herrn Sarrazin, der auf grund seiner Äußerungen über Integration mit völlig unsinnigen Beschuldigungen ganz weit in die rechte Ecke gestellt wird. Dabei spricht er nur das aus, was sehr viele Menschen in unserem Land denken. Das Dumme ist nur, dass seine politischen Kritiker längst den Bezug zur Realität verloren haben und immer noch an das Märchen von Multikulti glauben. Jeder Mensch ist bei uns absolut willkommen, der sich in unsere Gesellschaft einfügt und unsere Wertevorstellungen anerkennt. Bitte mehr Sachlichkeit in der Diskussion mit Menschen wie Herrn Sarrazin, die zum Glück den Mut haben, Mißstände deutlich anzusprechen.

Joachim Lich

So geht das in Deutschland. Da sagt ein Mensch an verantwortlicher Stelle etwas Unbequemes, und schon fallen alle über ihn her und schmähen ihn. Statt sich mit seinen Behauptungen auseinanderzusetzen und ihn mit Fakten zu widerlegen. Diffamierung statt Debatte. Armes Deutschland!

Dr. Gunter Alfke