TV-Serie

"Die Pfefferkörner" kommen nächstes Jahr ins Kino

V. l.: Benny, Alice, Mia, Johannes mit
Regisseur Christian Theede

Foto: Marion von der Mehden

V. l.: Benny, Alice, Mia, Johannes mit Regisseur Christian Theede

Der Film zur TV-Serie wird zurzeit in Hamburg und Südtirol gedreht. Auch Umweltprobleme werden kritisch thematisiert.

Hamburg.  "Neue Ernte" steht oft an Teeläden, wenn sie frische Lieferungen aus allen möglichen Ländern erhalten haben. Tee wird in der Speicherstadt ebenso eingelagert wie Teppiche oder Gewürze. Dass der Lagerhauskomplex auch den Schauplatz für die Fernsehserie des NDR über die jugendlichen Detektive "Die Pfefferkörner" abgibt, ergibt daher in mehrfacher Hinsicht Sinn. Zurzeit werden dort Szenen für deren "neue Ernte", den ersten Kinofilm mit den pfiffigen Ermittlern, gedreht. Die Geschichte von "Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs" führt das Team sogar weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus bis nach Südtirol.

Es war gerade mal wieder Zeit für einen "Körnerwechsel". Die neuen jungen Ermittler sind Mia (Marleen Quentin), Benny (Ruben Storck) und Mias Schwester Alice (Emilia Flint). Zusammen mit ihrem Lehrer Schulze (Devid Striesow) wollen sie auf Klassenfahrt gehen. Die Fahrt steht auf der Kippe, weil die Lehrerin, die mitreisen soll, krank wird. Da springt Bennys Mutter (Katharina Wackernagel) ein, und es kann doch noch losgehen. Sie fahren zu einem Berghof in Südtirol, wo sie auf mystische Zeichen und Berggeister stoßen. Der neue Mitschüler Johannes (Luke Matt Röntgen) ist pfiffig und kommt den Pfefferkörnern schon bald zu Hilfe.

Serie läuft mittlerweile seit 17 Jahren im NDR

"Alle Pfefferkörner zu mir", ruft Regisseur Christian Theede beim Fototermin in der Speicherstadt. Das funktioniert wie geschmiert. Acht Tage lang wird für den Film in Hamburg gedreht, 24 in Südtirol. "Für den Kinofilm brauchen wir größere Bilder und stärkere Emotionen als für die Serie. Wir müssen uns von ihr absetzen und wollen den Zuschauern etwas bieten", sagt Produzent Holger Ellermann. Zur bekannten Szenerie der Speicherstadt bildeten die Südtiroler Berge den "denkbar größten Kontrast".

Ellermann begleitet hier mal wieder einen Generationswechsel. Alle zwei oder drei Jahre müssen die jungen Ermittler ausgewechselt werden. "In der Pubertät ist Schluss", sagt er.

Die erfolgreiche und preisgekrönte Serie läuft mittlerweile seit 17 Jahren im NDR. Den Kinofilm produziert der Sender zusammen mit der Studio-Hamburg-Tochter Letterbox, mit dabei ist auch der Verleiher Wild Bunch. Für den Kinofilm verspricht er eine Mischung aus Spannung, Gags und Abenteuer. Auch Umweltprobleme werden kritisch thematisiert. Der technische Aufwand für den Film ist naturgemäß größer als bei den Fernsehfolgen. Gedreht wird mit zwei Kameras, auch eine Kameradrohne kommt zum Einsatz. Mag sich die Technik im Verlauf der letzten 17 Jahre auch verändert haben, die Bildsprache moderner geworden sein und das Erzähltempo angezogen haben – eines ist gleich geblieben. "Wir nehmen die Kinder ernst und wollen die Themen der Zeit aufgreifen", sagen die Produzenten Kerstin Ramcke und Michael Lehmann.

"Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs" soll im Frühherbst 2017 in die Kinos kommen.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.