Medien-Macher

Xing-Gründer will Anteile verkaufen

Foto: Axel Springer AG

Bekommt Xing, eine der erfolgreichsten Hamburger Internetfirmen, einen neuen Gesellschafter? Wie es in Finanzkreisen heißt, stehen die Anteile von Lars Hinrichs zum Verkauf.

Wie es in Finanzkreisen heißt, stehen die Anteile von Lars Hinrichs, Gründer und Aufsichtsrat der Kontaktbörse für Fach- und Führungskräfte, zum Verkauf.

Hinrichs hält über seine Holding LH Cinco Capital GmbH 27,7 Prozent der Anteile an dem Business-Netzwerk. Er ist Hauptgesellschafter des börsennotierten Unternehmens. Als Interessenten gelten der US-amerikanische Wettbewerber LinkedIn sowie diverse Finanzinvestoren. Hinrichs sagt, er wolle "Marktgerüchte nicht kommentieren".

Zum Verkauf steht offenbar auch die Münchner "Abendzeitung" . Wie es in Verlagskreisen heißt, möchte sich die Verlegerfamilie Friedmann vom dem Boulevardblatt trennen. Möglich ist aber offenbar auch der Verkauf von Anteilen. Als Interessenten gilt die Ulmer Verlagsgruppe Ebner ("Südwest Presse"). Der Geschäftsführer der "Abendzeitung", Ulrich Buser, will das nicht kommentieren und verweist auf die Gesellschafter, die für eine Stellungnahme aber nicht zu erreichen sind.

Das Kölner Zeitungshaus M. DuMont Schauberg will offenbar mehr Mitarbeitern als bislang vorgesehen Abfindungen schmackhaft machen. Nach bisheriger Planung wird es zu diesem Thema am Montag bei der " Hamburger Morgenpost" , am Dienstag bei " Berliner Zeitung " und " Berliner Kurier " und am 23. September bei den Kölner Blättern des Hauses Informationsveranstaltungen geben.

Gruner + Jahr hat offenbar einen neuen Frankreich-Chef gefunden: Wie es in Branchenkreisen heißt, soll Rolf Heinz , bisher Geschäftsführer der italienischen Niederlassung G+J Mondadori, künftig im größten Auslandsmarkt des Verlags die Geschäfte führen. Als Finanzchef wird ihm wohl Pierre Riandet zur Seite gestellt, bisher Verlagsleiter International in der Hamburger G+J-Zentrale. Der bisherige Frankreich-Chef Francis Boé, der auch im Vorstand sitzt, wird G+J zum 1. Oktober verlassen. Auf Vorstandsebene fällt der schwierige französische Markt künftig in den Beritt von Auslandschef Torsten-Jörn Klein. Gruner+Jahr lehnt zu den Personalien jeden Kommentar ab.

Ist Hamburg im Wettbewerb um die Ausrichtung des ADC Festivals ausgeschieden, weil die Stadt nicht bereit ist, einen sechsstelligen Betrag zu zahlen? Wie es im ADC-Umfeld heißt, wollte der Werberclub zunächst 300 000, später sogar 500 000 Euro von interessierten Städten haben. München und Frankfurt , die als einzige Bewerber noch im Rennen sind, seien bereit, 400 000 Euro zu zahlen. Eine ADC-Sprecherin will das nicht bestätigen. Ausschlaggebend sei das "Gesamtpaket" gewesen, zu dem zwar auch "eine wirtschaftliche Beteiligung", aber ebenso Ideen und eine attraktive Location gehörten.

Der ehemalige Creative Director und Blattmacher von "Max" und "Cinema", Diddo Ramm, geht unter die Verleger: Sein Büro DRDCC hat den monothematischen Titel "Relevance" herausgebracht. In der ersten Ausgabe schreiben Autoren wie der Schriftsteller Wladimir Kaminer und "Stern"-Redakteur Helge Hopp über das Thema "Mut". Am Freitag gehen 1000 Exemplare des Blattes an Multiplikatoren wie DAX-Vorstände und Unternehmer, Chefredakteure und ADC-Mitglieder. Später wird "Relevance" zum Preis von 10 Euro in ausgewählten Verkaufsstellen zu haben sein.

Kai-Hinrich.Renner@abendblatt.de