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Hamburg

Fahrradfahren im Herbst? Warum eigentlich nicht?

Fahrradfahrer im Herbst auf einer Promenade

Foto: imago stock&people

Fahrradfahrer im Herbst auf einer Promenade

Wer in der dunklen Jahreszeit zur Schule oder zur Arbeit radelt, tut etwas für seine Gesundheit. Doch man muss sehr gut aufpassen.

Hamburg.  Es ist Herbst, die Jahreszeit, in der es immer dunkler wird und die Bäume ihre Blätter verlieren oder schon verloren haben. Straßen und Fahrradwege werden rutschig. Viele Menschen verzichten im Herbst aufs Fahrradfahren, steigen um auf den Bus oder das Auto. Das Fahrrad wird in den Keller gestellt und erst im kommenden Jahr wieder heraus geholt. Aber warum?

Dafür gibt es eine sehr leichte Erklärung. Viele mögen es einfach nicht, ständig aufpassen zu müssen, um nicht hinzufallen. Das allein ist aber nicht die Erklärung. Viele Radwege sind im Herbst mit Laub bedeckt. Die Mitarbeiter der Hamburger Stadtreinigung arbeiten auf Hochtouren, um so schnell wie möglich das Laub zu entfernen, aber bei dieser Menge ist das einfach unmöglich. Darum sind immer noch viele Radwege voller Laub. Die Gefahr, wegzurutschen ist hoch, besonders bei Regen.

Rück- und Vorderlicht müssen funktionieren

Das Wetter wird zudem immer schlechter. Zwar haben wir hin und wieder sonnige Tage, aber es gibt auch genug Regen. Um nicht nass und schmutzig zur Schule zu kommen, fahren viele Schüler mit Bus und Bahn. Morgens schon 30 Minuten früher aufstehen, um pünktlich an der Bushaltestelle zu stehen, am besten noch fünf Minuten früher, als die reguläre Busabfahrtzeit – das muss nicht sein. Finde ich! Diese Zeit kann man auch anders sinnvoller nutzen. Zum Beispiel, um in Ruhe zu frühstücken.

Natürlich gibt es auch Leute, die mit dem Fahrrad zur Schule oder zum Arbeitsplatz fahren. Das macht sie im Gegensatz zu Autofahrern und Bus- und Bahnnutzern flexibel. Wenn die Schule vorbei ist, schwingt man sich aufs Rad und radelt los. Man muss sich nicht beeilen, um noch rechtzeitig den Bus zu bekommen. Fahrradfahrer, die morgens oder spät abends fahren, sollten immer drauf achten, dass Rück- und Vorderlicht bestens funktionieren. Sonst stellt gefährdet man nicht nur sich selbst – man stellt auch eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar.

Wer radelt, ist immer an der frischen Luft

Beim Fahrradfahren ist man an der frischen Luft, bevor der Schultag beginnt. Unterwegs kann man über Dinge nachdenken, die man nach der Schule machen möchte, vielleicht trifft man sogar noch einen Schulkameraden oder eine Freundin, mit denen man sich unterwegs in Ruhe unterhalten kann. Die Wahrscheinlichkeit, jemanden im Bus zu treffen, ist viel größer, weil es vielleicht nur einen Bus gibt, der direkt zur Schule fährt. Beim Busfahren braucht man nicht ständig in die Pedalen treten, sondern kann sich ganz in Ruhe in den Sitz setzen und eventuell noch mit dem Handy spielen oder Chatten.

Im Frühling hingegen sieht man wieder mehr Fahrradfahrer; dann ist das Laub und damit eine Gefahr für Fahrradfahrer verschwunden. Meiner Meinung nach kann jeder Schüler zur Schule kommen, wie er möchte. Zwar finde ich es besser, wenn man mit dem Fahrrad fährt, weil man was Gesundes für seinen Körper tut, aber wiederum geht es nicht bei allen Schülerinnen und Schülern, weil es ja auch viele gibt, die einen sehr langen Schulweg haben.

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