21.11.12

Tolkien-Verfilmung Kontroversen um "Hobbit"-Verfilmung

Von abendblatt.de

Foto: AFP

Tolkien-Erben haben kurz vor der Premiere Klage eingereicht. Gleichzeitig erhebt der Tierschutzbund Peta Vorwürfe gegen die Filmmacher.

Hamburg. Am 28. November feiert der erste Teil der "Hobbit"-Trilogie von Regisseur Peter Jackson in Wellington, Neuseeland Weltpremiere. Kurz vorher müssen sich die Macher verschiedener Vorwürfe erwehren, die aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen. Nach Angaben des Branchenmagazins "Deadline.com", denen die Beschwerdeschrift vorliegt, fordern die Erbengemeinschaft und der Verlag Harper Collins 80 Millionen Dollar von der Filmgesellschaft Warner Bros., New Line Cinema und Middle Earth Entreprises wegen Vertragsverletzung und Verletzung von Urheberrechten. Bereits 2009 standen sich diese Parteien gegenüber, damals ging es um die Erlöse aus den "Herr der Ringe"-Filmen, man einigte sich außergerichtlich.

Diesmal geht es nicht um die Filme, sondern um die Produkte, die sie begleiten. Laut des Original-Vertrags von 1969, in dem die Filmrechte abgetreten wurden, hätten die Beschuldigten nur das Recht, "dingliche" Merchandising-Produkte zu vermarkten. Nicht eingeschlossen hingegen seien rein elektronische Produkte wie Online-Spiele. Darüber hinaus soll dem Ansehen Tolkiens und seines Werks schwerer Schaden entstanden sein. Die Einrichtung von Glücksspielen hätte bei Fans der Bücher und Filme weltweit zu Ärger und Irritation geführt.

Verärgert sind auch die Tierschützer der Organisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals): Ihnen lägen Aussagen vor, nach denen während der Dreharbeiten bis zu 27 Tiere umgekommen seien. Auf die Anschuldigung, die Tiere seien auf einer Farm mit "Klippen, Erdlöchern und anderen Todesfallen" gehalten worden, reagierte Regisseur Peter Jackson prompt: In einer Erklärung weist er alle Aussagen als substanzlos zurück und ergänzt, dass die einzigen Pferdepfleger, deren Umgang mit den Tieren "hinter den Standards der Produktion zurückblieben" diejenigen zu sein scheinen, die jetzt die Vorwürfe erhoben hätten. Beide seien bereits vor mehr als einem Jahr entlassen worden.