Konzert Bruno Mars: Das eigentliche Highlight war die Band

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In der ausverkauften Alsterdorfer Sporthalle zeigten vor allem die von Hawaiianer Bruno Mars mitgebrachten Musiker echte Qualitäten.

Hamburg. Das zweite Hamburg-Konzert von Bruno Mars innerhalb eines halben Jahres hätte man sich zwar auch ohne weiteres sparen können, aber eine Lektion fürs Mukkerleben war in der ausverkauften Sporthalle auf jeden Fall drin: Mit vernünftigen Musikern kann man auch aus allenfalls mittelmäßigem Material eine Menge herausholen.

Denn Songs wie "Count On Me", "Top Of The World" oder "Just The Way You Are" kommen zwar direkt aus der Familienportion Worthülsensalat, doch die Band des Hawaiianers, der seit fast einem Jahr auf Welttournee ist, konnte ihnen wenn nicht Klasse, so doch das eine oder andere akustische Highlight entlocken.

Gerade der dreiköpfige Bläsersatz entwickelte dermaßen Druck und zeigte so viel Spielfreude, dass man sich - trotz akutem Entsetzen gegenüber der auch stilistisch eher schlecht als recht aus allen möglichen Ecken zusammengeklaubten und durch den Formatradiofleischwolf gepressten Einflüssen - immer wieder beim Mitwippen ertappte.

Daran konnte dann auch der streckenweise blecherne, am roten Bereich des Hörvermögens kratzende Sound nicht rütteln.

Und den 7000 Fans war sowieso alles egal. Hauptsache, der kleine Mann mit Hut sang, grinste und verkündete nach knapp 75 Minuten: "Ich liebe dich, Hamburg!". Zumindest wusste er auch noch nach mehr als 50 Konzerten, wo er am Mittwochabend war.