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Kultur & Live

"The Voice of Germany"

Ivy Quainoo ist die neue Stimme Deutschlands

Die vier Finalisten lieferten sich ein spannendes Finale. Am Ende setzte sich das 19 Jahre alte Talent vom Team BossHoss mit aller Stimmgewalt durch.

Ivy Quainoo ist "The Voice of Germany"
Foto: dpa/DPA

Berlin. Vier Kandidaten, zwölf Auftritt, eine Gewinnerin. Ivy Quainoo hat die Castingshow „The Voice of Germany“ für sich entschieden. Drei Stunden dauerte die Live-Sendung am Freitagabend auf Sat.1 , dann stand das Ergebnis fest.

Die stimmgewaltige Berlinerin lag schon nach der ersten Runde vorne. Ihr Auftritt mit Alec Völkel und Sascha Vollmer – ihren Coaches von BossHoss – katapultierte sie auf Rang eins. Und es wurde noch besser. Bei ihrem Solo „Do You Like What You See“ lief Quainoo zur Höchstform auf. Ihr Duett mit Florence and the Machine war nur noch Kür. Mit Abstand gewann Quainoo vor Powerstimme Kim Sanders. Die glänzte zum Auftakt neben Marlon Roudette mit „Anti-Hero“ und ließ spätestens im Duett mit Coach Nena die Sau raus. Zum Abschluss performte sie ihren Song „Haunted“.

Die Coaches waren sich für ein Duett mit ihren Schützlingen nicht zu Schade, konnten sich ansonsten im Finale aber zurücklegen und auf Lobeshymnen von den Jury-Plätzen konzentrieren. Die Entscheidung lag allein bei den Zuschauern. Und die wählten Michael Schulte und Max Giesinger auf die Ränge drei und vier.

Schulte lieferte im Finale solide ab. Zum Auftakt harmonierte er im „A-Team“ mit seinem Idol Ed Sheeran nicht nur optisch, sondern bestand auch musikalisch locker neben dem britischen Newcomer. Seine eingängige Ballade „Carry Me Home“ und „Feeling Good“ von Michael Bublé mit Coach Rea Garvey gelang mühelos, blieb aber im Vergleich zur weiblichen Stimmgewalt von Quainoo und Sanders zu blass. Am Ende konnte er 24 Prozent der Anrufe und Song-Downloads auf sich vereinen.

Max Giesinger zitterte im Duett mit Katie Melua. Bei „Nine Million Bicycles“ lag er stimmlich einige Male daneben. Mit Coach Xavier Naidoo und seinem „Dach der Welt“ lief es zwar deutlich besser, für die Stimme Deutschlands reichte es aber nicht.

„The Voice of Germany“ rühmte sich von Beginn an, anders zu sein als andere TV-Talentshows. Wie nachhaltig sie am Ende wirklich ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Ab Mai geht Ivy Quainoo auf Deutschland-Tour und wird dabei am 15. Mai auch in der Großen Freiheit 36 in Hamburg Halt machen. Ihr Album erscheint Mitte März im Handel.

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Zu Beginn der Finalshow hatte noch Michael Schulte vor Ivy Quainoo gelegen, entscheidend waren dafür die Downloadzahlen des jeweiligen Finalsongs. Am Ende wurden diese Downloadzahlen mal zwei genommen und mit den Telefonanrufen und SMS der „Voice“-Fans zusammengezählt: So erhielt Quainoo ein gutes Drittel der Wertungspunkte (33,66 Prozent); Sanders (24,58 Prozent) und Schulte (23,78 Prozent) kamen auf ein knappes Viertel, Giesinger auf ein Sechstel (17,99 Prozent).

Das zweistündige Finale war in punkto Qualität wie auch die anderen „Voice“-Shows wieder sehr gut. Anders als bei manch Konkurrenzformat fiel keiner der Kandidaten aus dem Rahmen – weder stimmlich noch durch Pöbeleien oder Zickereien. „The Voice of Germany“ löste über die gesamte Laufzeit durchaus das Versprechen ein, eine etwas andere Castingshow zu sein. Am Ende geriet jede Show zu einer echten Musikparty mit guten Popdarbietungen.

Und weil auch die Quoten stimmten – meist schalteten zwischen vier und fünf Millionen Zuschauern ein, die Marktanteile lagen mit 24,4 Prozent deutlich über Senderschnitt – wird es bei ProSieben und Sat.1 ganz sicher eine zweite „Voice“-Staffel geben. Im Herbst soll es wieder losgehen.

Portrait: Die „Voice-Gewinnerin Ivy Quainoo

Für Ivy Quainoo (19) stand vor „The Voice“ erstmal eine schwierige Entscheidung an: Show oder Studium? Denn eigentlich wollte die Berlinerin mit ghanaischen Wurzeln nach dem Abitur Gesang studieren, doch dann bewarb sie sich bei der Castingshow. Genau die richtige Entscheidung, wie ihr Sieg nun zeigt.

Die beiden Chefs von BossHoss, Sascha und Alec, waren auch sofort von der 19-Jährigen begeistert, und die Zuschauer wählten sie Woche für Woche in die nächste Runde.

Quainoo, die gerne mal mit Sänger James Morrison ein Duett aufnehmen würde, beeindruckt vor allem mit ihrer gefühlvollen Soulstimme. Obwohl sie die Jüngste der vier Finalteilnehmer ist, merkte man Quainoo ihre Unerfahrenheit auf der Bühne kaum an.

Die Final-Single „Do You Like What You See“ könnte auch als Titelsong für einen James-Bond-Film durchgehen. Ihr Final-Auftritt mit Florence and the Machine und deren Song „Shake It Out“ wurde im Internet von den Fans bejubelt. Mit Material von dpa

 

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