Hamburg

Weltkongress für Pressefreiheit in Hamburg gestartet

Hamburg. Der Weltkongress des International Press Institutes (IPI), das sich weltweit für Pressefreiheit engagiert, ist am Donnerstag im Hamburger Rathaus eröffnet worden. Die 1950 gegründete Organisation hat 300 Chefredakteure, Herausgeber und Journalisten eingeladen, um sich bis Sonnabend zur aktuellen Medien- und Nachrichtenwelt auszutauschen. Zum Auftakt wurden der inhaftierte äthiopische Journalist Eskinder Nega und das "Afghan Journalists Safety Committee" für ihren Einsatz ausgezeichnet. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz appellierte in seiner Eröffnungsrede: "In Diktaturen ist die Presse ein Akklamations- und Propaganda-Apparat. Für Autokraten gibt es nur Gleichgesinnte oder Feinde." Einschränkungen "der Pressefreiheit und der Arbeitsbedingungen von Journalisten" seien "deshalb immer Indikatoren für eine Abkehr von demokratischer Regierungsführung." Nachdrücklich unterstützte er die Forderung der Freilassung von Deniz Yücel und aller unrechtmäßig in der Türkei inhaftierten Journalistinnen und Journalisten.

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