Roadmovie "Vom Kiez zum Kap" hat Open-Air-Kinopremiere

Millerntor-Stadion. Im Clubheim des FC St.Pauli, ob im abgerissenen oder im neuen in der Südtribüne, sind schon viele Schnapsideen geboren worden. Manche wird sogar umgesetzt. Die Story von Kay Amtenbrink und Bernd Volkens ist solch ein Fall.

Der Grafik-Designer und der Auto-Journalist, nebenbei Kicker der achten Herrn des Kiezclubs, reisen 2010 von Hamburg nach Südafrika — in einem 18 Jahre alten VW-Bulli. Fast 20.000 Kilometer in vier Monaten, um sich sechs Spiele der Fußball-WM anzusehen. Der Abenteuer-Trip führt die beiden vom Balkan durch den Nahen Osten über Ostafrika bis nach Kapstadt. Nicht ohne Pannen, Gefahren und Hindernisse: Mal stecken sie in einem überschwemmten Flussbett fest, und in Kenia fängt der Motor ihres Busses Feuer. Dennoch fahren sie zusätzlich 200 Kilometer, um in einer Bar einen Fernseher zu suchen: "Ihr" FC St.Pauli spielt im Mai um den Bundesliga-Aufstieg.

"Vom Kiez zum Kap" heißt das kuriose dokumentarische Roadmovie, das 2011 beim Filmfest Hamburg Premiere gefeiert hatte. Bei den Filmnächten am Millerntor — wo sonst? — wird das Werk von Jürgen Bornemann an diesem Freitag erstmals open air gezeigt.

"Vom Kiez zum Kap" Fr 5.7., 22.30, Millerntor-Stadion/Südtribüne (U St.Pauli), Heiligengeistfeld, Eintritt 7,-/erm. 5,-; www.3001-kino.de

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