28.01.13

Yad Vashem

Holocaust-Gedenkstätte startet deutschsprachige Website

Israels Botschafter Yakov Hadas-Handelsman spricht zum Start in Berlin von einem bedeutenden Moment in den deutsch-israelischen Beziehungen.

Foto: Christian Kielmann
Präsentation der deutschsprachigen Internetseite, die die  Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem vorstellt
Präsentation der deutschsprachigen Internetseite, die die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem vorstellt

Berlin. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat am Montag eine deutschsprachige Internetseite gestartet. Das Portal von Yad Vashem sei seit Jahren ein wichtiges Werkzeug zur Erinnerung und Aufarbeitung, sagte der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman zum Start in Berlin. Dass es jetzt auch in deutscher Übersetzung vorhanden ist, sei ein bedeutender Moment in den deutsch-israelischen Beziehungen.

Die Website bietet eine zentrale Datenbank mit den Namen von 4,2 Millionen Holocaust-Opfern. Außerdem sind Dokumente, Fotos, Zeitzeugen-Interviews, dokumentarisches Filmmaterial, wissenschaftliche Analysen und Online-Ausstellungen dort zu finden.

Die 1953 gegründete Holocaust-Gedenkstätte stellt die Geschichte der Judenvernichtung auf dem Portal in 40 Kapiteln dar. Anschaulich wird ein Bogen vom Leben der Juden in Deutschland über die Machtübernahme Hitlers, die Novemberpogrome bis zu den Massentötungen gespannt.

So können unter einer Rubrik "Zugfahrt in den Tod" beispielsweise die Deportationslisten eingesehen werden und auf Landkarten die jeweiligen Strecken der Züge in die Vernichtungslager nachverfolgt werden. Alte Filmschnipsel zeigen Massenerschießungen im Baltikum, Zeitzeugen-Interviews personalisieren die historischen Ereignisse.

Zudem ist ein virtueller Rundgang über das Gedenkstättengelände in Jerusalem möglich. Abgerundet wird das Angebot durch zahlreiche Unterrichtsmaterialien. Ein Yad Vashem Videokanal auf Youtube verfügt über 150 Filme.

Mit der deutschen Ausgabe gibt es die Website in sieben Sprachen darunter Hebräisch, Englisch, Spanisch, Russisch, Arabisch und Persisch. 2012 wurde das Portal yadvashem.org nach Angaben der Gedenkstätte mehr als zehn Millionen Mal besucht. Die deutsche Site wurde mit Unterstützung der Friede Springer Stiftung erstellt.

(EPD)
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