05.01.13

Medienmacher

NDR-Journalisten dürfen keine Presserabatte mehr nutzen

Der Sender erneuerte seinen Verhaltenskodex und schließt jetzt die Nutzung von Rabatten aus, um seine Unabhängigkeit zu wahren.

Von Kai-Hinrich Renner
Foto: HA / A.Laible
Medienautor Kai-Hinrich Renner
Medienautor Kai-Hinrich Renner

Presserabatte sind nun auch für NDR-Journalisten tabu. Der Verhaltenskodex des Senders wurde um den Satz ergänzt: "Wir nutzen keine Journalisten-Rabatte." Bisher war in dem Kodex nur davon die Rede, dass NDR-Mitarbeiter lediglich Rabatte ablehnen sollten, "die unsere Unabhängigkeit in Frage stellen könnten". Der geänderte Kodex soll am 17. Januar im Sender vorgestellt werden. Vorgesehen ist eine Diskussion zum Thema Presserabatte mit NDR-Justiziar Werner Hahn, Medienwissenschaftler Volker Lilienthal, dem ehemaligen NDR-Chefreporter Christoph Lütgert und N-Joy-Programmchef Norbert Grundei. Mit der Neuregelung zieht der NDR mit Häusern wie Axel Springer und dem Spiegel Verlag gleich, die bereits vor knapp einem Jahr ihre Redakteure aufforderten, keine Presserabatte anzunehmen.

Von seinem investigativen Ressort hat sich offenbar der in Bremen erscheinende "Weser-Kurier" verabschiedet. Wie es in Verlagskreisen heißt, wurden zwei Redakteure des Ressorts "Recherche und Ausbildung" versetzt. Übrig bleibt Ressortleiterin Christine Kröger, die sich auch weiterhin um die Volontäre der Zeitung kümmert, aber nun ganz allein investigativ recherchieren muss. Das Ressort war erst im Mai 2011 gegründet worden, wohl auch um Krögers Arbeit zu würdigen, die für ihre Recherchen im Rocker- und Neonazi-Milieu mit Auszeichnungen wie dem Henri-Nannen-Preis und dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse geehrt wurde. "Weser-Kurier"-Chefredakteurin Silke Hellwig war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Horst von Buttlar, bisher Leiter des Agenda-Ressorts der eingestellten "Financial Times Deutschland" (FTD) gilt in Verlagskreisen als heißer Kandidat für die Chefredaktion des G J-Wirtschaftsmagazins "Capital". Dessen bisheriger Chefredakteur Steffen Klusmann, der in derselben Funktion auch für die "FTD" wirkte, will nach der Abwicklung der G J-Wirtschaftsmedien Gruner Jahr verlassen.

Kaum mehr abwarten kann das "Handelsblatt" die Ankunft seines neuen Chefredakteurs Hans-Jürgen Jakobs. Obwohl der profilierte Wirtschafts- und Medienjournalist derzeit noch als Wirtschaftsressortleiter für die "Süddeutsche Zeitung" arbeitet, steht er bereits seit Jahresbeginn als "Chefredakteur" im Impressum der in Düsseldorf erscheinenden Wirtschaftszeitung. Versehen ist sein Eintrag mit dem Zusatz "(ab 1.2.2013)". Der bisherige Chefredakteur Gabor Steingart ist seit 1. Januar "Handelsblatt"-Herausgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt.

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