24.12.12

Kinostart 27.12.2012

"Breathing Earth": Unserer Erde Schutz bieten

Thomas Riedelsheimers Doku schwelgt in einer Öko-Utopie: einem Dorf, das seinen Energiebedarf ausschließlich über Windrräder deckt.

Foto: piffl
Susumu Shingu, ein "sieben mal zehn Jahre altes Kind" voller Neugier und Träume
Susumu Shingu, ein "sieben mal zehn Jahre altes Kind" voller Neugier und Träume

"Die Zukunft unserer Erde verschlechtert sich ständig" sagt zu Beginn des Films der japanische Künstler Susumu Shingu. Entsprechend will er seinen Beitrag leisten, die bedrohte Erde zu beschützen. Das ist sein großer Traum, den er in verschiedensten Projekten realisiert. Diese entstehen im Dialog mit der Natur, deren Rhythmus er in Bewegungen übersetzt - Wind und Wasser sind dabei von zentraler Bedeutung für ihn.

Der Dokumentarist Thomas Riedelsheimer, der schon mehrfach bildende Künstler porträtiert hat, die in ihren Arbeiten eine enge Beziehung zur Natur herstellen, etwa Andy Goldsworthy in "Rivers and Tides", zeigt Susumu Shingu in seinem japanischen Heimatort und folgt ihm an jene Orte, wo er Ausstellungen hat oder aber Projekte zu realisieren versucht, etwa nach Paris oder ins Ruhrgebiet oder auch nach Italien, wo er sich gemeinsam mit seiner Frau und Mitarbeiterin Yasuko nach einem möglichen Ort für eine seiner Utopien umschaut: Bei dem Projekt "Breathing Earth" handelt es sich um ein Dorf voller Windräder, das ausschließlich mit diesen die benötigte Energie erzeugt.

Riedelsheimer nähert sich auch diesmal seinem Protagonisten in ruhigen Bildern an, deren Beobachtung, unterstrichen durch wohltuend verhaltene Klänge von Stephan Micus, immer wieder ins Meditative umschlägt, so wie das Wasser des Teiches vor Susumu Shingus Haus sich erweist als "ein Spiegel, der verschiedene Dinge reflektiert", wie der Künstler sagt. Neben den großen Projekten sieht man Susumu Shingu auch immer wieder mit Kindern, die einen ganz unkomplizierten, direkten Zugang zu seinen Installationen finden, die mit Wind und Wasser arbeiten. Was nicht verwundert: Irgendwie ist auch Susumu Shingu ein Kind - "ein Kind, das sieben mal zehn Jahre alt ist" (wie der Architekt Renzo Piano beim Besuch einer Shingu-Ausstellung in Paris meint), das voller Neugier auf diese Welt schaut.

Bewertung: empfehlenswert

"Breathing Earth - Susumu Shingus Traum" Deutschland/Großbritannien 2012, 97 Min., o. A., R: Thomas Riedelsheimer; www.breathing-earth.de

(fla)
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