26.11.12

"X Factor"

Mrs. Greenbird - die letzten Gewinner der Vox-Castingshow?

Das Sängerpaar aus Köln gewann am Sonntag das Finale der Castingshow "X Factor". Die Zukunft der Vox-Sendung ist ungewiss.

Foto: dpa/pa
X Factor
Die Band "Mrs. Greenbird" siegte bei der Vox-Castingshow "X Factor"

Berlin. "Wie geil ist das denn?", sagte Sandra Nasic. Die Sängerin und Jurorin fiel nach der Entscheidung im Finale von "X Factor" den Siegern in die Arme. Das Sängerpaar Mrs. Greenbird aus Köln gewann am Sonntagabend die Castingshow "X Factor" des Fernsehsenders Vox. Sarah Nücken und Steffen Brückner, die auch privat ein Paar sind, überzeugten die Zuschauer im Finale mit dem Lied "Shooting Stars & Fairy Tales" und räumten die meisten Stimmen ab.

Zweitplatzierte in dem Wettbewerb wurde Melissa Heiduk aus Bochum, deren Finalsong das von den Scorpions gecoverte Lied "Send Me An Angel" war. Das Nachsehen hatte der Nordfriese Björn Paulsen, der von den Finalisten die wenigsten Stimmen der Zuschauer bekam.

Bei der dritten Staffel von "X Factor" gingen 24.300 Bewerber ins Rennen. Mrs. Greenbird, die von Guano-Apes-Sängerin Sandra Nasic als Jurorin beraten wurden, bekommen nun einen Plattenvertrag, außerdem sollen sie 2013 durch Deutschland touren.

Vor der Entscheidung sorgte aber ein anderer Auftritt für stehende Ovationen des Studiopublikums: Der einst mit dem Rapper Moses Pelham zerstrittene Soulsänger Xavier Naidoo und der Rapper Moses Pelham stand mit diesem nach 13 Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne. Nach "Zugabe, Zugabe"-Rufen sagte Naidoo: "Es fühlt sich so an, als könnte man da noch ein bisschen mehr von gebrauchen." Pelham gab zu: "Ich freue mich gerade wie ein kleines Kind." In den 1990er Jahren hatte Pelham auf seinem Plattenlabel "3p" unter anderem Songs mit Naidoo produziert. Dann kam es zum gerichtlichen Streit um Verwertungsrechte, den Pelham verlor. Nach der Versöhnung singen sie nun wieder zusammen – den Song "Halt aus" auf Pelhams gerade erschienenem Album "Geteiltes Leid III".

Während Naidoo mit seiner Castingshow "The Voice of Germany" aktuell Erfolge feiert, ist die Zukunft der Vox-Show ungewiss. "Ich verabschiede mich für dieses Jahr", waren die letzten Worte von Moderator Jochen Schropp. Ob es im kommenden Jahr ein Wiedersehen gibt? Es darf zumindest angezweifelt werden. Möglicherweise lichten sich die Reihen der Sänger-Wettbewerbe so langsam. "Irgendwann gibt es eine Sättigung", sagt Aycha Riffi vom Grimme Institut. An jedem zweiten Abend gibt es aktuell eine Castingshow im Fernsehen und viele laufen parallel: Sei es beispielsweise "Deutschland sucht den Superstar", "Popstars" oder "The Voice of Germany".

Irgendwann sei es eben nicht mehr so spannend, mit No-Names – also unbekannten Menschen – mitzufiebern, meint Riffi. Und mit dem Überdruss komme der Quotenabsturz. Das Halbfinale von "X Factor" sahen am vergangenen Sonntag 1,22 Millionen Menschen: Tiefstwert. Zu Rekordzeiten hatte die Sendung weit mehr als doppelt so viele Zuschauer.

Vox lässt sich nicht in die Karten schauen, was der Plan für den deutsche Ableger der internationalen Musik-Talent-Show "X Factor" ist. "Wir konzentrieren uns jetzt auf die laufende "X Factor"-Staffel, alles weitere wird wie immer nach Abschluss bekannt gegeben", heißt es. "Bei der Entscheidung zu einer weiteren Staffel werden am Ende viele Faktoren betrachtet, natürlich auch die Quoten." Immerhin: Es werden "Optimierungsmöglichkeiten" ausgelotet.

dpa/dapd
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