12.11.12

Ausstellung

Von Clark Gables Oscar und weiteren Goldjungen

Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main präsentiert einen weltweit bislang einmaligen Einblick in die Geschichte der begehrten Trophäe.

Foto: dapd
Frankfurter Ausstellungshaus praesentiert Einblicke in die Geschichte der Oscar-Trophaee
Jennifer Kim, verantwortliche Konservatorin der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS), und Graveur Alex Yust packen im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main Oscar-Statuen aus

Frankfurt/Main. Der Oscar von Clarke Gable sieht schon reichlich abgewetzt aus. Die Trophäe aus dem Jahr 1935 für die beste männliche Hauptrolle in der Screwball-Komödie "Es geschah in einer Nacht" ist durch viele Hände gegangen, bevor sie ab Mittwoch (14.11.) im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main zu sehen sein wird.

Erstmals überhaupt erlaubt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles einen Einblick in ihre Schatzkammern. "Es ist eine einmalige Chance, die Objekte in Deutschland zu sehen", wirbt Kuratorin Jessica Niebel für die Ausstellung über die mittlerweile 85-jährige Geschichte der Oscar-Verleihung.

Die Idee zu der Ausstellung hatten die Macher des Deutschen Filmmuseums bereits 2008. Seinerzeit durfte Kuratorin Niebel erstmals einen Blick in das Filmarchiv der Academy in Hollywood werfen. Es sei aber viel Überzeugungsarbeit bei den Verantwortlichen der Academy erforderlich gewesen, versichert Niebel und gesteht: "Ich hätte nicht gedacht, dass sie es uns erlauben, wir haben laut gejubelt, als es klar war."

150 Exponate haben die Oscar-Macher rausgerückt, darunter gleich zehn der begehrten Trophäen. Die stammen meist aus den Anfangsjahren, als die goldenen Statuen von den Gewinnern noch veräußert werden durften und später von der Academy oder Gönnern zurückgekauft wurden. So etwa auch der Oscar von Clarke Gable, den Regisseur Steven Spielberg ersteigerte und der Academy wieder zur Verfügung stellte.

Nur bei einigen Exponaten zierten sich die Verantwortlichen mit der Herausgabe, etwa bei dem Original-Drehbuch zu "High Noon". Dennoch ist es dem Filmmuseum gelungen, zu jedem Jahr in der 85-jährigen Geschichte der Verleihung zumindest ein Exponat zu ergattern. So ist die Ausstellung in einem chronologischen Zeitstrahl von der ersten Verleihung 1929 bis heute angelegt. Konzentriert haben sich die Ausstellungsmacher dabei auf die Königskategorie der Oscarverleihung, der des besten Films.

Unabhängig davon gibt es mehrere "Themeninseln", etwa zu dem Wahlverfahren bei den Oscars, den ökonomischen Auswirkungen, den Rekorden oder den Anfangsjahren. Denn die Verleihung, die mittlerweile jedes Jahr Millionen Menschen weltweit vor die Fernsehgeräte bannt, begann 1929 mit einem Bankett im kleinen Rahmen ohne besonderes Interesse der Öffentlichkeit. Die Namen der Preisträger waren bereits für jeden gut sichtbar auf dem Menüplan vermerkt, einer der mehr als 80 Jahre alten Zettel ist in der Ausstellung zu sehen.

Zur Eröffnungsgala der Oscar-Ausstellung im Deutschen Filmmuseum wird auch der preisgekrönte Regisseur Michel Hazanavicius erwartet. Der Franzose werde am Dienstag (13. November) seinen Stummfilm "The Artist" präsentieren, kündigte die Direktorin des Museums, Claudia Dillmann, am Montag an.

(dapd)
Multimedia
Die Oscar-Verleihung 2012

Die Oscar-Verleihung 2012

Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Top Video Alle Videos

Die uralte Maya-Stadt in der Provinz Campeche wurde schon vor vierzig Jahren von amerikanischen Forschern entdeckt, dann aber vergessen. 2013 hat sich eine neue Expedition ihrer angenommen.mehr »

Top Bildergalerien mehr
Hamburg

Ebola-Patient in Hamburg gelandet

Bundesliga

Clébers erstes HSV-Training

Los Angeles

Die Emmys: Hollywood feiert sich selbst

Acht Verletzte

Großalarm: Feuer in Pinneberger Hochhaus

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr