13.10.12

Konzert Tenacious D rockt in Alsterdorfer Sporthalle

Alexander Josefowicz

Foto: Jahnke / Jahnke

Die Band von Jack Black wusste am Freitagabend mit einem Programm zwischen Metal und Comedy zu überzeugen - im Gegensatz zum Sound.

Hurra, Jack Black ist da. Reicht eigentlich schon als Kritik zum Konzert von Tenacious D. Aber, wenn man es recht betrachtet, braucht es dann doch noch ein wenig mehr Text, um das Konzert am Freitagabend in Worte zu fassen.

Da ist zunächst einmal das Publikum, das von Ottonormalverbraucher bis zum sich mit Verve außerhalb der geltenden Mode-Regeln bewegenden Metalhead so ziemlich alles umfasst, was man sich vorstellen kann.

Dazu kommt das, was in gewohnt mittelmäßiger Manier - für die Sporthalle - aus den Boxen schallt: An und für sich besticht Tenacious D nicht nur durch Können, sondern auch durch Wollen und Machen. Wenn aber der Hauptverantwortliche für den Ton nicht allzu viel Interesse an feinem Sound zu haben scheint, klingt selbst "Pinball Wizard" wie Grütze. Allerdings muss man anmerken, dass folgende Regel gilt: Wer Tenacious D als reinen Comedy-Auftritt begreift, hat die Herren genauso wenig begriffen wie der Metal-Nerd, der sich über wiederkehrende Muster und infantile Texte echauffiert.

Die Melange aus beidem, das Anerkennen von Leistungen und das Dechiffrieren von sarkastischen Einwürfen, gehört zwingend zu einem Konzert von Tenacious D.

Und das weiß, wer am Freitag in der Sporthalle ist, Bierduschen und anderes billigend in Kauf nimmt.