Konzert auf der Trabrennbahn

Die Ärzte: Elektrische Gitarren und immer diese Texte

Foto: Jörg Steinmetz

12.000 Fans der besten Band der Welt feierten mit den Ärzten das erste von zwei Konzerten in Hamburg auf der Bahrenfelder Trabrennbahn.

Hamburg. "Geili, geili Supertyp, warum hat dich keiner lieb", singen Bela, Farin und Rod nach drei Stunden auf der Bahrenfelder Trabrennbahn. Aber hallo! Farin Urlaub liebt Rod. Bela B. liebt Rod. Hot Rod liebt uns und die anderen 12.000 Fans am Freitag beim ersten von zwei Konzerten im so genannten Luruper Bogen.

Was ist das wieder für ein Abend! Die Ärzte aus Berlin - aus Berlin! - wühlen in 38 Liedern aus 30 Jahren (brutto) Bandgeschichte. Und sie finden Songs vom aktuellen Album "auch" wie "Ist das noch Punkrock?", "Bettmagnet" und "Tamagotchi". Sie erinnern sich an leicht gereiftes Mitsingmaterial Marke "Hurra", "Angeber", "Deine Schuld" oder "Langweilig" - und vergessen natürlich auch nicht die uralten Klassiker "Grace Kelly", "Popstar" oder "Zu spät". Und überall, wo man auf der Trabrennbahn hinguckt: Liebe und Frieden und so. Ein "Schrei nach Liebe".

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"Ist das alles?": Mit Sicherheit nicht. "Westerland", "Unrockbar" und "Himmelblau" wühlen das Geläuf auf. Was soll man machen? Die Ärzte sind eben die beste Band der Welt, bei aller Bescheidenheit. Am Sonnabend gibt es mehr. Das zweite Konzert ist allerdings schon ausverkauft. "Elektrische Gitarren und immer diese Texte", das will doch jeder hören.

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