Harry Rowohlt liest Ken Bruen beim Krimifestival

Auch Claudia Weiss, Boris Meyn und Cay Rademacher sind auf Kampnagel zu Gast

Kampnagel. In der vierten Nacht des Hamburger Krimifestivals wird in der Gegenwart und in der Vergangenheit gemordet. In das Dunkel hinter den freundlichen Fassaden der Grünen Insel führt der irische Autor Ken Bruen mit seinem Kriminalroman "Jack Taylor auf dem Kreuzweg". Harry Rowohlt liest heute ab 20 Uhr in der Kampnagelfabrik aus diesem tiefgründigen Roman, in dem es Taylor gleich mit mehreren Toten und einem schrecklichen Verdacht zu tun bekommt: Sein Sohn wird des Mordes verdächtigt.

Friedrich Ani und Gisa Klönne zählen zur Elite des deutschsprachigen Kriminalromans. In "Nichts als Erlösung" erzählt die Kölner Autorin Gisa Klönne eine Geschichte, die auf ein 20 Jahre zurückliegendes Familiendrama verweist. Der Münchner Ani, dreimal mit dem Deutschen Krimi-Preis bedacht, lässt seinen Serienhelden Tabor Süden in "Süden und die Schlüsselkinder" nach einem verschwundenen Jungen suchen, den seine Eltern ins Heim gegeben haben (20 Uhr).

Weit zurück in die Geschichte Hamburgs geht es in der "Historischen Nacht" mit Claudia Weiss, Boris Meyn und Cay Rademacher. Im Jahr 1701 siedelt Claudia Weiss in "Schandweib" ihre tragische junge Heldin an, die als Mann verkleidet versucht, sich in einer harten hanseatischen Welt durchzuschlagen. Eine Geschichte, der ein wahrer Fall zugrunde liegt.

Im heißen Frühsommer 1910 wird in Boris Meyns "Totenwall" der Seniorchef eines Hamburger Bankhauses brutal ermordet, während Cay Rademacher in "Der Trümmermörder" den eiskalten Nachkriegswinter 1947 als Kulisse nutzt, um einen Serienmörder durch das zerstörte Hamburg zu schicken. Diese Lesung beginnt heute bereits um 18 Uhr.

5. Hamburger Krimifestival noch bis Sa 5.11., Kampnagel (Bus 172, 173), Jarrestr. 20-24, Karten in allen Heymann-Buchhandlungen, unter T. 48 09 30, in den HA-Ticketshops und unter der HA-Ticket-Hotline T. 30 30 98 98; www.krimifestival-hamburg.de

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