Ausstellung

Spiegeleier und Hunde – Bilder von Dieter Krieg in Celle

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Bis zum 7. Oktober sind 25 Werke des Malers im Kunstmuseum Celle ausgestellt. Diese Jahr wäre der Künstler 75 Jahre alt geworden.

Celle. Spiegeleier, Teller, Blumentöpfe und Hunde: Auf den riesigen Bildern von Dieter Krieg erscheinen Alltagsdinge in neuem Licht. Das Kunstmuseum Celle widmet dem 2005 gestorbenen Künstler von diesem Sonntag bis zum 7. Oktober eine Schau mit 25 großformatigen Werken sowie übermalten Fotografien. Der in Lindau am Bodensee geborene Maler wäre in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden. "Dieter Krieg ist einer der führenden Köpfe in der deutschen Nachkriegsmalerei", sagte Museumsleiter Robert Simon.

Die unter dem Titel "Prachtstücke auf Keilrahmen" ausgestellten Gemälde stammen aus der Sammlung Robert Simon und den Beständen der Stiftung Dieter Krieg in Stuttgart. Dem Künstler gelang der internationale Durchbruch 1978, als er den Deutschen Pavillon der Biennale in Venedig bespielte. Von 1978 bis 2002 war Krieg Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Markus Lüpertz, bis 2009 Rektor der Akademie, bezeichnete Krieg einmal als einen "hochsensiblen Grübler". Robert Simon sagte: "Er hat eine der größten Fangemeinden unter Künstlern."

Im Gegensatz zu den großen Ausstellungen in Bonn (2006) und Stuttgart (2008) stehen die gegenständlichen Bilder im Mittelpunkt der Celler Schau. "Für mich sind es mehr oder weniger Reliefs", sagte Simon. Krieg bearbeitete die auf dem Atelierboden liegenden Leinwände mit Acrylmassen. "Er gießt, er schüttet, er sprüht", erinnert sich der Museumschef. Es sei faszinierend, welche kraftvollen Bilder dieser filigrane Intellektuelle geschaffen habe. (dpa)

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